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Diagnose Paraplegie

Diagnose Paraplegie

Die Diagnose „Paraplegie“ gehört mit zu den erschütterndsten, die Menschen zu hören bekommen können. Denn Paraplegie ist grundsätzlich gleichbedeutend mit Querschnittlähmung, was wiederum zur Folge hat, für den Rest des Lebens auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein. In der Umgangssprache – zumindest im deutschsprachigen Raum – steht Paraplegie als Sammelbegriff für Querschnittlähmung, ungeachtet des Lähmungsgrades. Gemeinsam ist einer Paraplegie und Tetraplegie auch, dass sie hauptsächlich durch Unfälle oder Krankheiten entstehen.  Aus der Sicht von Fachleuten gilt es indessen, zwischen Paraplegie und Tetraplegie klar zu unterscheiden. Grund: die Therapie muss jeweils anders gestaltet werden und eine Erstrehabilitation dauert entsprechend kürzer oder länger. Mit Paraplegie wird die Form der Querschnittlähmung bezeichnet, bei der eine Schädigung des Rückenmarks auf Höhe der Brust- oder Lendenwirbelsäule vorliegt. Bei einer Tetraplegie hingegen handelt es sich um eine schwere Verletzung des Rückenmarks auf Höhe der Halswirbelsäule. Der Schweregrad seinerseits hat Einfluss auf Funktions-Einschränkungen und -Verluste. Wer eine Paraplegie erlitten hat, ist – im Gegensatz zu einem Tetraplegiker - immer noch in der Lage, seine Arme und Hände wie vorher zu bewegen und findet sich so im Alltag ordentlich zurecht.

Kompetente Behandlung bei Paraplegie
Das Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) Nottwil gehört zu den modernsten und grössten Spezialkliniken für querschnittgelähmte Menschen und hat sich seit der Eröffnung 1990 einen weltweit guten Ruf für kompetente Behandlung der Betroffenen erworben. Das Angebot unter einem Dach reicht von Akutversorgung über Rehabilitation und Pflege bis zur lebenslangen Begleitung nach Austritt aus der Klinik. Umfassende, regelmässige Betreuung, ob stationär oder ambulant, ist schon deshalb wichtig, weil ein Mensch mit Paraplegie meist auch an einer gestörten Blasen- und Darmfunktion  leidet. Infolge dessen können immer wieder empfindliche Komplikationen auftreten, die den Patienten ebenso zu schaffen machen wie Druckstellen oder Phantomschmerzen. Ein grosses Problem für viele Patienten mit einer Paraplegie sind zudem die sogenannten Phantomschmerzen. Eine für Paraplegie massgeschneiderte Therapie verlangt also nicht nur danach, das Gleichgewicht und die Koordination der Extremitäten zu verbessern, sondern auch präventive Massnahmen und, wo nötig, sofortiges Eingreifen. Ein Ziel ist es demnach, alle unmittelbaren Folgeschäden oder Folgeerkrankungen, dazu gehören ausser den genannten auch Kreislaufinstabilität, Thrombosen oder Lungenentzündungen, möglichst zu vermeiden.

Perspektiven trotz Paraplegie
Eine andere bedeutende Aufgabe im Falle von Paraplegie besteht darin, die davon Betroffenen bestmöglich auf ihre Rückkehr in Familie, Beruf und Gesellschaft vorzubereiten. Wir sprechen hier auch von einem einzigartigen Leistungsnetz der Schweizer Paraplegiker-Gruppe (SPG) für ganzheitliche Rehabilitation. Wesentliche Elemente dieser, nebst den vorher genannten, sind: Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und Chancengleichheit bei der Wiedereingliederug. Hilfreiche Unterstützung dafür leisten einerseits die mehr als 1‘400 Mitarbeitenden der SPG, die von der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) getragen wird. Anderseits erhalten Patienten mit Paraplegie von ihren Leidensgenosssen nützliche Hinweise und Tipps, die auf persönlichen Erfahrungen sowie Wissen im Umgang mit Paraplegie beruhen. Auf diese Weise verlieren Betroffene ihre Zukunftsperspektiven trotz Paraplegie nicht und sind im Stande, einen grossen Teil verlorener Lebensqualität zurückgewinnen. Ein Beitrag dazu kommt auch aus einer andere Ecke: Menschen mit einer Paraplegie können verschiedenste Sportarten wie Leichtathletik, Tennis, Basketball, Bogenschiessen, Rugby, Tischtennis oder Basketball betreiben. Und in Bezug auf Mobilität gibt es für Patienten mit Paraplegie ebenfalls diverse Alternativen. Für jeden von ihnen findet sich beim Umbau von Fahrzeugen eine passende Lösung.

 

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