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Paraplegiker-Zentrum Nottwil: Kompetenzzentrum für Querschnittgelähmte

Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil

Nirgendwo sonst in der Schweiz finden querschnittgelähmte Menschen Rundherum-Versorgung und -Rehabilitation unter einem Dach. Weltweit einzigartig - ein Treffpunkt für Menschen aus aller Welt.

Zu wenig Platz für Querschnittgelähmte
In den 1970er Jahren arbeitet Guido A. Zäch als Chefarzt in Basel. Täglich hat er es mit engen Platzverhältnissen, teils unbefriedigender Behandlung und Betreuung sowie zu wenig Betten für seine querschnittgelähmten Patienten zu tun. Mit dieser Notlage vor Augen handelt Zäch und gründet 1975 die Schweizer Paraplegiker-Stiftung, die heute zu den bekanntesten Hilfsorganisationen für Behinderte in der Schweiz zählt. Seine Vision der ganzheitlichen Rehabilitation und Integration von Querschnittgelähmten in Beruf, Gesellschaft und Familie nahm nicht zuletzt im Schweizer Paraplegiker-Zentrum Gestalt an.

Nottwiler Bevölkerung stimmt zu
Ganzheitlichkeit bedeutete auch, Rehabilitation und auch weiterführende Versorgung von Menschen mit Querschnittverletzungen an einem Ort anzubieten. Mögliche Standorte für eine Privatklinik hatte es mehrere gegeben. Erst in Nottwil, stiess das Projekt auch auf Volkes Zustimmung. Im Sommer 1987 fuhren die Bagger auf. 1990 war sie dann fertig, die Spezialklinik am Sempachersee mit 104 Betten. Mit einem Eröffnungsfest unter dem Motto «Zäme durs Läbe», öffnete das Schweizer Paraplegiker-Zentrum, kurz SPZ, am 8./9. September 1990 zum ersten Mal seine Türen für die Bevölkerung. Am 1. Oktober 1990 trafen die ersten Patienten ein.

Die Klinik braucht mehr Platz
Diese fassten im SPZ neuen Mut und ihnen wurde wie auch heute noch - kompetent neue Chancen und Perspektiven für ein Leben mit Behinderung aufgezeigt. Die Klinik fand Beachtung – bei Politikern, Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Sport und Kultur und auch Paraplegiologen aus aller Welt fanden sich für Fachkongresse in Nottwil ein. 1988 war es nötig, den Pflegetrakt aufzustocken und neue Räume für Therapien zu schaffen. Von nun an standen 140 Betten zur Verfügung. Knapp vier Jahre später gab es weiteren Zuwachs: den Nordwesttrakt, der die Schmerzklinik, die orthopädische Werkstatt, die Rollstuhlmechanik und Beratungsdienste beherbergen sollte. Langsam aber sicher nahm das Leistungsnetz der Schweizer Paraplegiker-Gruppe Formen an.

Eine Erfolgsgeschichte weiter entwickeln
Die Nachfrage nach Angeboten im gesamten Leistungsnetz steigt. Mit einer Bettenbelegung von rund 99 Prozent stösst das SPZ weiterhin an Kapazitätsgrenzen. Die Bevölkerungszahlen steigen, Menschen werden immer älter und daher erhöhen sich auch krankeitsbedingte Querschnittslähmungen. Führend in Akutmedizin, Rehabilitation und der lebenslangen Begleitung von querschnittgelähmten Menschen zu sein, heisst, sich laufend den aktuellen Begebenheiten anzupassen. Eine herausfordernde Aufgabe, die nur mit der Solidarität der ca. 1,8 Millionen Gönner und vieler Spender der Paraplegiker-Stiftung möglich ist. Um diesen Anforderungen weiterhin auf hohem Niveau gerecht zu bleiben, wird die Vision weiter geführt. Am 1. Oktober 2015 fand der Spatenstich um Erweiterungsbau des Schweizer Paraplegiker-Zentrums statt.

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