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Als Paraplegiker gut aufgehoben

Paraplegiker in der Rehabilitation

Als Paraplegiker oder Tetraplegiker ist man im Schweizer Paraplegiker-Zentrum(SPZ) Nottwil gut aufgehoben. Als Paraplegiker gelten jene Patienten, bei denen, abhängig von der Höhe der Rückenmarksverletzung, eine Lähmung der unteren Extremitäten und des Rumpfes vorliegt. Dass ein Mensch zum Paraplegiker wird, beruht auf einer Schädigung des Rückenmarks auf Höhe der Brust- oder Lendenwirbelsäule. Eine solche Schädigung entsteht meist durch einen Unfall, einen Tumor, durch eine Entzündung oder infolge einer neurodegenerativen Krankheit. Auch eine ärztliche Untersuchung oder Therapie, bei der das Rückenmark verletzt wurde, kann eine Paraplegie verursachen. Auslöser für die Hälfte aller Paraplegien ist ein Trauma. Verkehrsunfälle sind eine besonders häufige Ursache für eine Rückenmarksverletzung mit Paraplegie als direkte Folge. Die unfall- oder krankheitsbedingte Unterbrechung des Rückenmarks hat zur Folge, dass keine Reizimpulse mehr weitergeleitet werden, die das Gehirn an die Extremitäten sendet. Selbstgesteuerte Bewegungen der betroffenen Extremitäten sind für den Paraplegiker deswegen nicht mehr möglich. Neben Sensibilitätsstörungen im Bereich der unteren Extremitäten leidet ein Paraplegiker an motorischen Ausfällen sowie oftmals auch an einer gestörten Blasen- und Darmfunktion. Ein grosses, schwierig zu lösendes  Problem für viele Paraplegiker sind, nebst Komplikationen, die sogenannten Phantomschmerzen. Bei diesen handelt es sich um massive, schwer ergründliche Schmerzen, die der Patient trotz des Sensibilitätsausfalls im Bereich der gelähmten Extremitäten empfinden kann. Zu einer deutlichen Reduktion dieser Beschwerden führt in den meisten Fällen eine gezielte Schmerztherapie.

Von der Erstversorgung bis zur Rehabilitation
In der Spezialklinik erhalten Paraplegiker und Tetraplegiker eine kompetente Erstversorgung. In einem ersten Schritt wird mit einem operativen Eingriff die Wirbelsäule aufgerichtet und stabilisiert. Im Anschluss an die chirurgische Erstversorgung wird den Patienten im Schweizer Paraplegiker-Zentrumeine vollumfängliche Rehabilitation angeboten. Therapeuten schulen sowohl das Gleichgewicht als auch die Koordination des Patienten. Das Wichtigste dabei ist, dass mit den Rehabilitationsbehandlungen so schnell wie möglich begonnen wird. Um den gewünschten Erfolg erzielen zu können ist entscheidend, dass die Motivation der Betroffenen erhalten bleibt oder neu aufgebaut werden kann. Sowohl bei der Erstversorgung als auch in der Rehabilitationsphase müssen Mediziner, Therapeuten sowie auch die Paraplegiker selbst ständig darauf achten, dass unmittelbare Folgeschäden oder Folgeerkrankungen, wie z.B. Kreislaufinstabilität, Dekubitus, Thrombosen oder Lungenentzündungen vermieden und nötigenfalls rasch behandelt werden können.

Eingliederung in den Alltag
Mit Hilfe einer intensiven, ganzheitlichen Rehabilitation sollen Paraplegiker und Tetraplegiker möglichst rasch zur Selbstständigkeit und Mobilität bewegt werden. Dies wird unter anderem durch das tägliche Training in der der Physio- und Ergotherapie ermöglicht. Die Paraplegiker erlernen die Handhabung des Rollstuhls und werden wieder eingegliedert in Beruf, Familie und gesellschaftliches Leben. Zur Verfügung stehen dafür neben Fachleuten auch Personen, die ebenfalls querschnittgelähmt sind und ihre Erfahrungen sowie ihr Wissen gerne weitergeben. Ein Paraplegiker soll trotz seiner Lähmung eine neue Zukunftsperspektive erhalten und einen grossen Teil seiner verlorenen Lebensqualität zurückgewinnen. Im Schweizer Paraplegiker-Zentrum steht dem Paraplegiker auch ein breites Spektrum an Sportarten zur Verfügung, die auch für Personen im Rollstuhl möglich sind. Bogenschiessen, Tischtennis oder Schwimmen sind nur einige Beispiele, um sich auch im Rollstuhl körperlich zu betätigen. Um sowohl den Patienten als auch dessen Angehörige für die Rückkehr nach Hause gut vorzubereiten, stehen zwei Übungswohnungen zur Verfügung. Erst wenn in diesem Rahmen alles klappt, kann der Patient entlassen werden.

 

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