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Der Rollstuhl als Hilfsmittel

Rollstuhl

Nach einer Wirbelsäulen-/Rückenmarkverletzung, die Querschnittlähmung zur Folge hat, sind die meisten Patienten auf einen Rollstuhl angewiesen. Dank diesem Hilfsmittel können sie trotz der Tatsache, nicht mehr gehen zu können, Mobilität zurückgewinnen. Im Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) Nottwil, der grössten Spezialklinik in ihrem Sektor in der Schweiz, schenkt man diesem Punkt von an Anfang an grosse Aufmerksamkeit. Zu einen geht es darum, die Patienten möglichst frühzeitig mit der Handhabung eines Rollstuhls vertraut zu machen. Anderseits ist es unabdingbar, den richtigen, passenden Rollstuhl zu finden. In der Regel muss dieser an die individuellen Masse und Bedürfnisse des Patienten angepasst werden. Eine perfekte Passform ist nicht nur für eine optimale und möglichst ökonomische Fortbewegung wichtig. Auch für die Vermeidung von Druckstellen ist sie von grosser Bedeutung.

Verschiedene Rollstuhltypen
Ein Rollstuhl kann sich von einem anderen grundlegend unterscheiden. Ausschlaggebend bei der Wahl sind die Funktionseinschränkungen der oberen Extremitäten des Betroffenen sowie der Verwendungszweck. Tetraplegiker benötigen häufiger auch einen Elektro-Rollstuhl, während Paraplegikern ein Rollstuhl für Handbetrieb genügt. Hinsichtlich Bauart unterscheidet man weiter zwischen einem zusammenfaltbaren Rollstuhl und einem Rollstuhl, der einen starren Rahmen besitzt. Des Weiteren werden Rollstühle nach ihrer Einsatzmöglichkeit ausgelesen oder modifiziert. Es gibt spezielle Rollstühle für Sport, etwa Leichtathletik, Basketball, Rugby, zudem den Rollstuhl zum Duschen oder den Rollstuhl, der sich speziell zur Fortbewegung auf weichem Untergrund eignet. Dieser Rollstuhl ist nicht für den Antrieb über die Greifreifen konzipiert. In den meisten Fällen wird ein solcher Rollstuhl, Standrollstuhl genannt, von einer Hilfsperson geschoben. Auch altersspezifischen Kriterien wird Rechnung getragen: für Kinder und Jugendliche gibt es Modelle, die auf ihre Ansprüche und Bedingungen zugeschnitten sind.

Mehr Informationen zu verschiedenen Rollstühlen

Umgang mit dem Rollstuhl
Rollstuhl fahren muss gelernt sein. Das wird jedem bewusst, der sich das erste Mal in einen Rollstuhl setzt und sich damit fortzubewegen versucht. Daher ist das fortgesetzte Üben mit diesem Gerät ein äusserst wichtiger und zentraler Bestandteil der Rehabilitation im Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) Nottwil. In der Physio- und Ergotherapie sowie im Pflegealltag lernen die Querschnittgelähmten einfachere Handhabungen wie wenden, bremsen aber auch anspruchsvollere Techniken wie das Überwinden von Hindernissen, z.B. von Treppen oder Randsteinen. Um die Patienten dabei vor einem Sturz auf den Hinterkopf zu schützen, wird zu Beginn ein sogenannter Kippschutz am Rollstuhl befestigt. Dieser Schutz kann vom Rollstuhl wieder entfernt werden, sobald der Patient sicher Kippen kann und keine Gefahr mehr besteht, dass er dabei das Gleichgewicht verliert und nach hinten fällt. Das richtige Erlernen eines Transfers - gemeint ist damit der Wechsel des Patienten vom Bett in den Rollstuhl, vom Rollstuhl ins Auto und jeweils umgekehrt – ist gleichfalls notwendig.
Zum permanenten Rollstuhltraining in der Spezialklink gehören auch Ausflüge in die Stadt. Dabei werden die Patienten von Physiotherapeuten begleitet. Unter ihrer Anleitung und Aufsicht sollen querschnittgelähmte Menschen die erlernten Techniken in anderer Umgebung anwenden. Hierbei offenbaren sich dann meist noch weitere Schwierigkeiten für die Fortbewegung im Rollstuhl. Ein typisches Beispiel dafür sind die Erschütterungen, die beim Rollen über Kopfsteinpflaster entstehen. Durch diese kommt es dazu, dass die Füsse des Querschnittgelähmten immer wieder vom Fussraster des Rollstuhls rutschen. Der Rollstuhlfahrer ist deswegen gezwungen, die Lage seiner Füsse und Beine zu kontrollieren und diese allenfalls neu zu platzieren.

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Dank der grossartigen Solidarität der Schweizer Bevölkerung haben seit der Gründung im Jahr 1975 mehrere tausend Betroffene den Weg zurück in ein aktives und zufriedenes Leben gefunden - aufgrund der hochspezialisierten medizinischen Betreuung, der optimalen Eingliederung in Beruf, Familie und Gesellschaft aber auch dank der spezifischen Forschungstätigkeit und der lebenslangen Begleitung.

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