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Structuring the Complexity of Human Functioning and Disability with Probabilistic Graphical Models

Die Komplexität menschlicher Funktionsfähigkeit und Behinderung unter Berücksichtigung der Umwelt stellt eine grosse Herausforderung an das wissenschaftliche Verständnis dar. Auf Länderebene erscheinen ökonomische Ressourcen sowie Investitionen in die Infra- und Supportstruktur als wahrscheinliche Faktoren für Ungleichheiten im menschlichen Funktionieren. Ziel dieses Projektes ist es, am Beispiel von Patienten mit Rückenmarkverletzung zu untersuchen, inwiefern sich Einschränkungen in Funktionskategorien und deren Assoziationen zwischen Hoch- und Niedrigressourcenländern unterscheiden.

Die Beurteilung der Funktionsfähigkeit erfolgt basierend auf 264 Kategorien der Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Daten wurden in zwei Schritten analysiert: Erstens werden die Häufigkeiten der Einschränkungen in ICF Kategorien zwischen Ländern verglichen. Zweitens werden Unterschiede in der Assoziationsstruktur der ICF Kategorien zwischen den Ländern mit Hilfe von graphischen Modellen, basierend auf boostrap-aggregierten, penalisierten Regressionen, untersucht. Die Häufigkeitsanalyse zeigt kein einheitliches Bild.

Einige Probleme werden häufiger in Niedrigressourcenländern berichtet, andere häufiger in Hochressourcenländern. Die Assoziationsstrukturen unterscheiden sich signifikant zwischen den Ländern. Umweltfaktorencluster sind nur selten mit anderen Funktionsdomänen (zum Beispiel Körperfunktionen) assoziiert. Innerhalb der ICF- Komponenten können inhaltlich plausible Cluster gefunden werden.

Funktionsfähigkeit ist ein multidimensionales Phänomen, welches sich über Landesgrenzen hinweg verändert. Die Stabilität der identifizierten Assoziationen wird in zukünftigen Forschungsprojekten analysiert werden.

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