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6. Deformitäten der Wirbelsäule / Spinale Deformität

Skoliose
Eine Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule. Diese geht einher mit einer Drehung mehrerer Wirbel zueinander und mit ungleichem Wachstum von Einzelwirbeln. Dies führt bei einer schweren Skoliose zu Verdrehung und Deformierung des Brustkorbes (Rippenbuckel). Die Verformung kann im fortgeschrittenen Stadium Herz und Lunge beeinträchtigen. Die meisten Skoliosen entstehen im Kindesalter zwischen dem 5. und 8. Lebensjahr und in der ersten Phase der Pubertät. Als Gründe für die Entstehung einer Skoliose kommen u.a. Bindegewebeschwäche, Nerven- und Muskelerkrankungen, Stoffwechselstörungen, Missbildung im Bereich der Wirbelsäule oder länger dauernder Beckenschiefstand in Frage.

Skoliosemessung
Zur Abbildung: Über die Bestimmung des Cobb-Winkels (s. Abb.) wird das Ausmass der Wirbelsäulenverkrümmung bestimmt, verfolgt und daraus die therapeutischen Möglichkeiten abgelesen.

Kyphose
Eine Kyphose bezeichnet eine Vorschwingung der Brustwirbelsäule bzw. eine konvexe Krümmung der Wirbelsäule nach hinten. Wenn sie sehr stark ausgeprägt ist, spricht man auch von einem Rundrücken («Buckel»). Eine pathologische Verstärkung wird bei Jugendlichen im Rahmen der Scheuermann'schen Erkrankung beobachtet. Ursache ist eine mechanische Überbelastung der Wirbelsäule in der jugendlichen Wachstums- und Entwicklungsphase. Dies kann auch im Fall eines verletzten Wirbelsegments resultieren, bei dem ein Wirbelkörper - nach einer Fraktur der Stabilität beraubt - durch die axialen Kräfte deformiert und mit der Kyphosierung Bandscheiben- oder Knochenfraktur-Material in den Spinalkanal vorwölbt und diesen verlegt.

Morbus Scheuermann (Scheuermann-Kyphose)
Beim Morbus Scheuermann handelt es sich um eine wachstumsbedingte, zunehmende Rundrückenbildung im Bereich der Brustwirbelsäule. Häufig kommt es zu Wachstumsstörungen an den Wirbelkörpern mit Bandscheibenraumver-schmälerungen, Keilwirbelbildungen sowie verstärkter Rundrückenbildung (spezielle Form der Kyphose) während der Pubertät. Oft entsteht kompensatorisch ein verstärktes Hohlkreuz im Bereich der Lendenwirbelsäule. Der Morbus Scheuermann zählt zu den häufigsten Wirbelerkrankungen und tritt bei Jungen häufiger auf als bei Mädchen. Ursachen sind Wachstumsstörungen zwischen dem 11. und 17. Lebensjahr und Fehlbelastungen: Durch lange gebeugtes Sitzen kommt es zu einer vermehrten Biegebelastung.

Spondylolyse
Die Spondylolyse ist eine Erkrankungsform der Wirbelsäule, die oft zu einem Gleitwirbel (Spondylolisthesis) führt. Zur Entstehung gibt es verschiedene Thesen: Als Ursachen kommen Ermüdungs- und Stressfrakturen bei entsprechender Arbeitsverrichtung oder bei verschiedenen Sportarten (z.B. Stabhochsprung, Speerwerfen, Turnen oder rhythmische Sportgymnastik) in Frage.

Spondylolisthesis
Bei der Spondylolisthesis handelt es sich um eine Erkrankung, bei welcher ein Wirbel über den da-runter liegenden nach vorne gleitet. Die Spondylolisthesis mit Spondylolyse kommt bei rund 5-10 Prozent der Bevölkerung vor. Sie tritt auch in Form von Abnützungen als degeneratives Krank-heitsbild auf. Das ist unter anderem möglich durch Arthrose in den kleinen Wirbelgelenken.

Konservative Massnahmen
Korsett, physikalische Therapie und Physiotherapie

Operative Massnahmen
Kurz- und langstreckige Korrektureingriffe bis zu komplexen Bauch-/Brusthöhlen-Operationen mit vorderem und hinterem Zugang, Wirbelkörperersatz durch Knochen, Cages aus Titan oder Kunststoff, Osteotomien mit Wirbelresektion und Stabilisation.

 

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Schweizer Paraplegiker Zentrum
Wirbelsäulenchirurgie / Orthopädie
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