Abgeschlossene Projekte

  • Den Komfort des eigenen Badezimmers lässt kein Mensch wirklich gerne zurück. Für Personen mit besonderen Bedürfnissen ist dieser Schritt jedoch mit grösseren Hürden verbunden. Oft sind sanitäre Anlagen auf den persönlichen Bedarf einer querschnittgelähmten Person abgestimmt, was den Austausch mit gebräuchlichen Apparaturen mühsam oder gar unmöglich macht. Zusammen mit dem Projektinitiant Christian Hamböck hat Andreas Gautschi (Projektleiter) einen Reise-Toilettensitz entwickelt.

    Das Ziel des Projekts war es, eine ansonsten meist dauerhaft installierte Toilettensitzerhöhung als mobiles Gerät herzustellen, um in puncto Reisen eine bisher bestandene Hürde aus dem Weg zu räumen und damit den Radius der Selbstständigkeit ein weiteres Stück auszudehnen.

    Die mobile Sitzerhöhung kann mühelos an Stelle einer standartmässigen Toilettenbrille angebracht werden. Der Aufbau der Apparatur erlaubt es, die Brille in der Mitte kompakt zusammenzufalten, damit sie problemlos in jedem Reisegepäck mitgeführt werden kann.

    Hergestellt wird die Sitzbrille mit Hilfe einer 3D-Drucktechnik, weshalb das Produkt von geringem Gewicht und einfach zu reinigen ist.  

  • Frauen sind zur Katheterisierung auf die Hilfe eines kleineren Spiegels angewiesen. Vielfach kommen dabei selbstgebaute Gerätschaften zur Verwendung, die ihren Anforderungen nur bedingt nachkommen können. Es bestand also der Bedarf an einer Apparatur, welche diese Hürden auch ausserhalb des eigenen Badezimmers in diskreter Weise überwinden würde.

    Zusammen mit der Projektinitiantin Andrea Gunziger (Neuro-Urologie, SPZ) hat Andreas Gautschi (Projektleiter) einen Spiegel mit einem flexiblen Schwanenhals und Klemme entwickelt, welcher sich an Rollstuhlrahmen, Rollstuhlsitzfläch oder Toilettenbrille anklemmen lässt. Dank des eingebauten Beleuchtungssystems dient der Spiegel auch dann seinem Zweck, wenn die Lichtverhältnisse dies anderenfalls nicht zulassen würden. Das Ziel des Projektes konnte somit erreicht werden.

  • Operationen der Tetra-Handchirurgie sind äusserst komplexe Eingriffe und haben einen grossen Einfluss auf die zukünftige Lebensqualität eines Patienten.

    Anhand von zweidimensionalen Darstellungen war es für Ärztinnen und Ärzte im SPZ bisher schwierig, ihren Patienten ein detailliertes und doch verständliches Bild einer Operation zu vermitteln, welches die Gesamtheit der Chancen und Risiken zu erfassen vermochte.

    Auf Wunsch des Leiters der Handchirurgie SPZ, Prof. Dr. med. Jan Fridén, wurde sonach eine Software erstellt, die es den Ärzten ermöglicht, einen Eingriff an einem computersimulierten, dreidimensionalen Menschen bis ins Detail aufzuzeigen. Das Programm kann die Sehnen und Muskeln (Bewegungsfähigkeit) des Körpers eines Menschen dabei pre-, intra- und postoperativ abbilden.

    Prof. Dr. med. Jan Fridén berät seinen Patienten.

    Prof. Dr. med. Jan Fridén berät einen Patienten. 

    Die Darlegung des Eingriffs in Verwendung der Visualisierungssoftware stärkt das Vertrauen der Patienten und schwächt allfällige Ängste. Durch das Wissen um die exakte Natur des Eingriffs werden Therapien und hartnäckigen Trainings vor und nach dessen Ausführung ernst genommen und mit Bedacht ausgeführt.

    Die Visualisierung der Operationen an einem realitätsgetreuen, digitalen Menschen vergegenwärtigt das medizinische Absehen in genauster Art und Weise, womit auch das Fachpersonal von diesem effizient gestalteten Informationsaustausch profitiert.

    Mit Blick in die Zukunft besteht die Hoffnung, dass der Umgang mit der Software und dem darin bis ins Detail programmierten, naturgetreuen Körper Ärztinnen und Ärzte zu neuartigen und innovativen Eingriffen anregt.

    Tetrahand Visualisierungs-Software

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