Die Abteilung für Handchirurgie ist ein europaweit einzigartiges Kompetenzzentrum für Patienten mit neurologischen Grunderkrankungen. Das Handteam hat sich darauf spezialisiert Patienten mit Tetraplegie (Halsrückenmarklähmung) die Arm- und Handfunktion ganz oder teilweise zurückzugeben. Dabei werden operativ Muskeln, Sehnen oder Nerven verlagert und neu zusammengefügt. Das interdisziplinäre Team besteht aus Chirurgen, Rehabilitationsmedizinern und Handtherapeuten.

Aktuell

  • Tetrahand World Congress 2018

    28-31 August 2018 | Nottwil

Behandlungsangebot

  • Ambulante Sprechstunde für Patienten mit und ohne neurologische Grunderkrankung
  • Rekonstruktion der Ellbogenstreckung oder Handfunktion für Patienten mit Tetraplegie
  • Nerventransfer zur Rekonstruktion der Ellbogenstreckung und Handfunktion für Patienten mit Tetraplegie
  • Spastikreduzierende operative Verfahren (Operation zur Muskelbalancierung und Gelenkstabilisierung)
  • Sämtliche elektiven Eingriffe der Handchirurgie wie Narbenkorrektur, Dupuytrenkontraktur, Sehnenscheidenverengung (Schnappfinger), Ganglion, Nervenengpass-Syndrome an Arm und Hand (z. B. Karpaltunnel- oder Ulnarisrinnensyndrom), Gelenkdenervationen, Operation bei Arthrosen

Handsprechstunde

  • Interdisziplinäre Untersuchung der vorhandenen Hand- und Armfunktionen,
  • Umfassende Information zu konservativen und/oder operativen Therapiemöglichkeiten durch ein Handteam.
  • Beurteilung vorhandener Schmerz- oder Sensibilitätsprobleme der Hand und Einleitung konservativer und/oder operativer Therapievorschläge.

Chirurgische Operationen werden meist erst durchgeführt, wenn keine Besserung mehr erwartet werden kann. Dies ist bei kompletter Querschnittlähmung etwa nach sechs Monaten der Fall. Allerdings ist eine Untersuchung und Beratung schon bereits möglichst bald nach Eintritt der Lähmung sinnvoll, vor allem, wenn eine Nervenverlagerung in Frage kommt. Das Handteam konsultiert Patienten in der Erstrehabilitation regelmässig.

Detailinformationen zu den Eingriffen

  • Ambulante Handsprechstunde zur operativen Rekonstruktion der Handfunktion

    • Beim ersten Termin erfolgt eine Standortbestimmung.

    • Wiedervorstellungstermin zur Überprüfung der vorhandenen Hand- und Armmotorik mit dem Ziel einer möglichen Verbesserung der Handfunktion (Greiffunktion und Schlüsselgriff).
    • Die zur Prüfung einer möglichen Operation benötigten Tests wie Gelenksbeweglichkeit, Muskelstatus und Handkraftstatus, Grasp-Release-Test und COPM (Canadian Occupational Performance Measure) werden am selben Tag vor der interdisziplinären Besprechung durch die entsprechenden Disziplinen (Ergo-/Physio-therapie) erhoben.
    • In dieser interdisziplinären Besprechung werden die therapeutischen Tests inkl. der gewünschten Ziele aus dem COPM mit Ihnen besprochen und Möglichkeiten und Grenzen in der Zielerreichung (z.B. welche Funktionen werden postoperativ möglich sein oder nicht) gemeinsam diskutiert.
    • Zudem erfolgt durch die Handchirurgen die Aufklärung über die vorgesehene Operation und den dazugehörigen Rehabilitationsaufenthalt. Beim Entscheid zur Operation ist von einer stationären Aufenthaltsdauer von 2-3 Monaten auszugehen.

    Allenfalls müssen noch weitere Tests vor der Operation zu einem späteren Zeitpunkt erhoben werden.

    Bitte bringen Sie vorhandene Hand- und Armlagerungsschienen zu diesem Termin mit.


    Stationärer Aufenthalt
    Wissenswertes zur Operation und der nachfolgenden Rehabilitation

    • Bewegungseinschränkungen: Nach der Operation sind verschiedene Bewegungen, wie ein vollständiger Handschluss untersagt, damit das Operationsresultat nicht gefährdet ist.
    • Postoperative Schienenversorgung: Vorgesehen ist eine zwingende Schienentragedauer (24 Std./Tag) während der ersten 3 Wochen nach der Operation. Danach tagsüber Ersatz durch eine Schutzschiene und nachts weiteres Tragen der ersten Schiene.
    • Durch diese Bewegungseinschränkungen und die Schienenversorgung werden Sie in den ersten Wochen in Ihrer Selbstständigkeit stark eingeschränkt sein (z.B. bei Transfers, Alltagsaktivitäten etc.). Während dieser Zeit übernimmt die Pflege die noch nicht selbstständig möglichen Aktivitäten des täglichen Lebens (Körperpflege etc.). Die Bewegungseinschränkungen verändern sich im Laufe des Rehabilitationsaufenthaltes, wodurch sich Ihre Selbständigkeit steigert.
    • Therapieinhalte: Mit den Handtherapeuten erlernen Sie die Ansteuerung der neu rekonstruierten Muskelfunktionen, den Einsatz der neuen Handfunktion im Alltag, sowie die Kräftigung der Muskulatur. In den ersten beiden Wochen findet das Training ca. 4x täglich statt.
    • Übungen zum Eigentraining werden erarbeitet und ab der 2. Woche nach der Operation in Eigenverantwortung durch Sie durchgeführt.
    • Während des stationären Aufenthaltes werden regelmässige Verlaufskontrollen durch die Handchirurgen stattfinden.


    Eintrittstag
    Der Eintritt ist auf den Vortag der Operation geplant. An diesem Tag erfolgen sämtliche noch anstehende Gespräche mit den betreuenden Ärzten, dem Pflegeteam der Station und den Handtherapeuten. Ebenso erfolgt die Operationsaufklärung inkl. Einverständniserklärung durch die Handchirurgen und die Prämedikation durch die Anästhesiologen.


    Operationstag
    Nach der Operation wird im Aufwachraum eine Gipsschiene angefertigt. Die Handtherapeuten ersetzen diese am ersten Tag nach der Operation durch eine Schiene aus thermoplastischem Material.

     

    1. Tag postoperativ

    • Der erste Verbandswechsel findet durch die Handchirurgen und durch das Handtherapeutenteam im Zimmer statt.
    • Informativ sind der Assistenzarzt und die Pflege ggf. anwesend.
    • Anpassung der thermoplastischen Schiene.
    • Trainingsbeginn der neuen Handfunktion.
    • Meistens findet in Zusammenarbeit mit der Pflege und den Handtherapeuten eine erste Mobilisation in den Rollstuhl statt.


    Ambulante Nachbetreuung
    Ambulante Nachkontrollen finden 3, 6 und 12 Monate nach der Operation statt. Diese beinhalten die spezifischen Tests und die Sprechstunde mit den Handchirurgen und Handtherapeuten. Diese Settings nehmen verbindlich einen ganzen Tag in Anspruch.

     

    Kontakt

    Handchirurgie Schweizer Paraplegiker-Zentrum
    hch.spz@paraplegie.ch
    T +41 41 939 52 00

  • Ambulante Handsprechstunde zur operativen Rekonstruktion der Armfunktion

    • Beim ersten Termin erfolgt eine Standortbestimmung.
    • Wiedervorstellungstermin zur Überprüfung der vorhandenen Armmotorik mit dem Ziel einer möglichen Verbesserung der Armfunktion (z.B. grösserer Bewegungsradius des Armes, selbständiges Wegschieben der Bettdecke, Strecken des Ellbogens, etc.).
    • Die zur Prüfung einer möglichen Operation benötigten Tests wie Gelenksbeweglichkeit, Muskelstatus und COPM (Canadian Occupational Performance Measure) werden am selben Tag vor der interdisziplinären Besprechung durch die entsprechenden Disziplinen (Ergo-/Physiotherapie) erhoben.
    • In dieser interdisziplinären Besprechung werden die therapeutischen Tests inkl. der gewünschten Ziele aus dem COPM mit Ihnen besprochen und Möglichkeiten und Grenzen in der Zielerreichung (z.B. welche Funktionen werden nach der Operation möglich sein oder nicht?) gemeinsam diskutiert.
    • Zudem erfolgt durch die Handchirurgen die Aufklärung über die vorgesehene Operation und den dazugehörigen Rehabilitationsaufenthalt. Beim Entscheid zur Operation beträgt die stationäre Aufenthaltsdauer sicher 3 Monate.

    Allenfalls müssen noch weitere Tests vor der Operation zu einem späteren Zeitpunkt erhoben werden.

    Bitte bringen Sie vorhandene Hand- und Armlagerungsschienen zu diesem Termin mit.


    Stationärer Aufenthalt
    Wissenswertes zur Operation und der nachfolgenden Rehabilitation

    • Bewegungseinschränkungen: Nach der Operation sind verschiedene Bewegungen, wie z.B. den Arm zum Körper nehmen oder vor dem Körper heben untersagt, damit das Operationsresultat nicht gefährdet ist.
    • Daher findet die Fortbewegung nach der Operation für 7 bis 9 Wochen in einem Elektrorollstuhl mit speziell adaptierter Armlagerung statt.
    • Schienenversorgung nach der Operation: Vorgesehen ist eine zwingende Schienentragedauer (24 Std./Tag) für 7 bis 9 Wochen.
    • Durch diese Bewegungseinschränkungen und die Schienenversorgung werden Sie in den ersten Wochen in Ihrer Selbstständigkeit stark eingeschränkt sein (z.B. bei Transfers, Alltagsaktivitäten etc.). Während dieser Zeit übernimmt die Pflege die noch nicht selbstständig möglichen Aktivitäten des täglichen Lebens (Körperpflege etc.). Die Bewegungseinschränkungen verändern sich im Laufe des Rehabilitationsaufenthaltes, wodurch sich Ihre Selbständigkeit steigert.
    • Therapieinhalte: Mit den Handtherapeuten erlernen Sie die Ansteuerung der neu rekonstruierten Muskel-funktion, den Einsatz der neuen Armfunktion im Alltag, sowie die Kräftigung der Muskulatur. In den ersten beiden Wochen findet das Training ca. 4x täglich statt.
    • Übungen zum Eigentraining werden erarbeitet und ab der 2. Woche nach der Operation in Eigenverantwortung durch Sie durchgeführt.
    • Während des stationären Aufenthaltes werden regelmässige Verlaufskontrollen durch die Handchirurgen stattfinden.

     

    Eintrittstag

    • Der Eintritt ist auf den Vortag der Operation geplant.
    • Falls vorhanden, muss der eigene Elektrorollstuhl mitgebracht werden. Dieser wird am Tag der Operation in der Rollstuhlmechanik der Firma Orthotec AG angepasst (z.B. Seitenwechsel der Steuerung, Montage der Armlagerung, etc.).
    • Am Eintrittstag erfolgen sämtliche noch anstehende Gespräche mit den betreuenden Ärzten, dem Pflegeteam der Station und den Handtherapeuten. Ebenso erfolgt die Operationsaufklärung inkl. Einverständniserklärung durch die Handchirurgen und die Prämedikation durch die Anästhesiologen.


    Operationstag
    Nach der Operation wird im Aufwachraum eine Ellbogenschiene mit Gelenk, in einer fixierten Einstellung von 20° Ellbogenbeugung, angelegt.

     

    1. Tag nach der Operation

    • Der erste Verbandswechsel findet durch die Handchirurgen, das Handtherapeutenteam, den Assistenzarzt und die Pflege im Zimmer statt.
    • Trainingsbeginn der neuen Ellbogenfunktion.
    • Meistens findet in Zusammenarbeit mit der Pflege und den Handtherapeuten eine erste Mobilisation in den Elektrorollstuhl statt.


    Ambulante Nachbetreuung
    Ambulante Nachkontrollen finden 3, 6 und 12 Monate nach der Operation statt. Diese beinhalten die spezifischen Tests und die Sprechstunde mit den Handchirurgen und Handtherapeuten. Diese Settings nehmen verbindlich einen ganzen Tag in Anspruch.

     

    Kontakt

    Handchirurgie Schweizer Paraplegiker-Zentrum
    hch.spz@paraplegie.ch
    T +41 41 939 52 00

  • Ambulante Handsprechstunde zur operativen Rekonstruktion der Handfunktion

    • Wiedervorstellungstermin zur Überprüfung der vorhandenen Hand- und Armmotorik mit dem Ziel einer möglichen Verbesserung der Handfunktion (z.B. Finger- und Daumenstreckung). Die Nervenverlagerung sollte idealerweise innerhalb des Zeitraumes von 12 Monaten nach der Rückenmarkverletzung durchgeführt werden.
    • Die zur Prüfung einer möglichen Operation benötigten neurologischen und therapeutischen Tests wie elektrophysiologische Untersuchung, Muskelstatus und Austestung mittels funktioneller Elektrostimulation werden am selben Tag vor der interdisziplinären Besprechung durch die entsprechenden Disziplinen (Neurologie, Ergo-/Physiotherapie) erhoben.
    • In dieser interdisziplinären Besprechung werden die neurologischen und therapeutischen Tests inkl. die gewünschten Ziele mit Ihnen besprochen und Möglichkeiten und Grenzen der Zielerreichung (z.B. welche Funktionen werden postoperativ möglich sein oder nicht?) gemeinsam diskutiert.
    • Zudem erfolgt durch die Handchirurgen die Aufklärung über die vorgesehene Operation und den dazugehörigen Rehabilitationsaufenthalt. Beim Entscheid zur Operation beträgt die stationäre Aufenthaltsdauer ca. 3 Wochen.

    Allenfalls müssen noch weitere Tests vor der Operation zu einem späteren Zeitpunkt erhoben werden.

    Bitte bringen Sie vorhandene Hand- und Armlagerungsschienen zu diesem Termin mit.

     

    Stationärer Aufenthalt
     Wissenswertes zur Operation und rehabilitativen Setting

    • Bewegungseinschränkungen: Nach der Operation sind verschiedene Bewegungen, wie die Beugung des Handgelenks untersagt, damit das Operationsresultat nicht gefährdet ist.
    • Schienenversorgung nach der Operation: Vorgesehen ist eine zwingende Schienentragdauer (24 Std./Tag) für 2 Wochen nach der Operation.
    • Evtl. findet die Fortbewegung nach der Operation während 2 Wochen in einem Elektrorollstuhl statt.
    • Durch diese Bewegungseinschränkungen und die Schienenversorgung werden Sie in den ersten Wochen in Ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sein (z.B. bei Transfers, Alltagsaktivitäten etc.). Während dieser Zeit übernimmt die Pflege die noch nicht selbstständig möglichen Aktivitäten des täglichen Lebens (Körperpflege etc.).
    • Während des stationären Aufenthaltes werden regelmässige Verlaufskontrollen durch die Handchirurgen stattfinden.

    Eintrittstag
    Der Eintritt ist auf den Vortag der Operation geplant. An diesem Tag erfolgen sämtliche noch anstehende Gespräche mit den betreuenden Ärzten, dem Pflegeteam der Station und den Handtherapeuten. Ebenso erfolgt die Operationsaufklärung inkl. Einverständniserklärung durch die Handchirurgen und die Prämedikation durch die Anästhesiologen.

     

    Operationstag
    Nach der Operation wird im Aufwachraum eine Gipsschiene angefertigt.

     

    1. Tag postoperativ

    • Der erste Verbandswechsel und die Kontrolle der Gipsschiene findet durch die Handchirurgen, das Handtherapeutenteam, den Assistenzarzt und die Pflege im Zimmer statt.
    • Meistens findet in Zusammenarbeit mit der Pflege und den Handtherapeuten eine erste Mobilisation in den Rollstuhl statt.


    Ambulante Nachbetreuung
    Ambulante Nachkontrollen findet 6 Wochen nach der Operation statt zur Austestung und Instruktion der funktionellen Elektrostimulation, welche danach eigenständig täglich durchgeführt werden soll. Weitere ambulante Nachkontrollen finden 3, 6 und 12 Monate nach der Operation statt. Diese beinhalten die spezifischen Tests und die Sprechstunde mit den Handchirurgen und Handtherapeuten. Diese Settings nehmen verbindlich einen ganzen Tag in Anspruch.

     

    Kontakt

    Handchirurgie Schweizer Paraplegiker-Zentrum
    hch.spz@paraplegie.ch
    T +41 41 939 52 00

     

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