Wir bieten für Jugendliche und Erwachsene sowohl stationär wie ambulant Abklärungen, Therapien und Beratungen für Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen an.

Besondere Schwerpunkte der logopädischen Arbeit des SPZ bilden das Trachealkanülenmanagement und die Dysphagietherapie. Dank des grossen multiprofessionellen Teams und der langjährigen Praxiserfahrung können wir Diagnostik und Therapie auch bei komplexen Dysphagien, gerade auch im Zusammenhang mit Trachealkanülen, anbieten.

Therapiebereiche

  • Der Schluckakt wird in verschiedene Phasen eingeteilt, die einzeln oder in Kombination von Störungen betroffen sein können.

    Diagnostisch werden neben der klinischen Untersuchung auch bildgebende Verfahren (fiberendoskopische Evaluation des Schluckens/Videofluoroskopie) eingesetzt.

    Schwerwiegende Schluckstörungen können einerseits über Aspirationen (Eintritt von Speichel, Flüssigkeiten oder Speisen in die Luftwege) zu Lungenentzündungen führen, anderseits auch Mangelernährung zur Folge haben. Da Essen und Trinken bei vielen sozialen Kontakten eine zentrale Rolle spielen, können Schluckstörungen zu gesellschaftlichem Rückzug oder gar sozialer Isolation führen.

    Die Therapie wird individuell an die jeweiligen Schwierigkeiten angepasst, immer mit dem Ziel, ohne Komplikationen möglichst bald wieder essen und trinken zu können. 

  • Trachealkanülen können notwendig sein, wenn ernsthafte Probleme mit der Atmung und/oder dem Schlucken auftreten. Sie beeinflussen sowohl die Atmung, das Schlucken wie auch das Sprechen.

    Um optimale Voraussetzungen für die Therapie dieser drei Bereiche zu erlangen, müssen Trachealkanülen individuell nach den Bedürfnissen der einzelnen Patienten ausgewählt werden. Ein erfolgreiches Trachealkanülenmanagement bedingt eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aller beteiligten Fachpersonen.
     

  • Erworbene Sprachstörungen sind häufig Folge eines Schlaganfalls oder einer Hirnverletzung. Es können alle Modalitäten der Sprache – also die Sprachproduktion (Sprechen, Schreiben) sowie das Sprachverständnis (Verstehen von mündlicher Sprache, Lesen) - betroffen sein.

    Ziel einer logopädischen Therapie ist es, die bestmögliche Kommunikationsfähigkeit im Alltag wieder zu erreichen.
     

  • Sprechstörungen sind hauptsächlich eine Folge von Hirnschädigungen. Es zeigt sich ein undeutliches Sprechen, oft auch „verwaschenes Sprechen“ genannt. 

    Da die Bereiche Atmung, Stimme und Artikulation in unterschiedlichen Kombinationen und Schweregraden beeinträchtigt sein können, werden in der Therapie individuelle Schwerpunkte gesetzt.
     

  • Stimmstörungen entstehen unter anderem durch einen nicht physiologischen Einsatz der Stimme oder durch organische Veränderungen. Heiserkeit ist das häufigste Merkmal einer Stimmstörung.

    Die Behandlung kann mittels Stimmtherapie, chirurgisch  oder durch eine Kombination von beidem erfolgen. Es wird versucht, einen möglichst physiologischen Stimmgebrauch zu erreichen und Überlastungen sowie Fehlkompensationen zu vermeiden.
     

  • Gesichtsnervlähmungen können eine Folge von Unfällen oder neurologischen Erkrankungen sein, nicht selten treten sie auch spontan auf. Meist betrifft die Lähmung der Gesichtsmuskulatur nur eine Seite.

    Durch verschiedene Methoden wird versucht, den Fazialisnerv und damit die Erholung der Muskulatur zu stimulieren. 

Unsere Fachpersonen

Praktikumsstellen

Das SPZ bietet Studierenden der Logopädie die Möglichkeit an, ein Praktikum zu absolvieren. Voraussetzungen sind ein spezifisches Interesse an der Arbeit mit Erwachsenen, besonders im Bereich der Dysphagie sowie in der Regel eine Mindestdauer von zwölf Wochen und eine wöchentliche Präsenzzeit von mindestens vier Arbeitstagen.

Kurse und Weiterbildungen

In den Bereichen Schluckstörungen und Trachealkanülenmanagement bieten wir Kurse und Workshops für interessierte Logopäden, Pflegefachpersonen und Ärzte an. Umfang und Inhalte können auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden. Den Link zum Kursangebot finden Sie nachfolgend:

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