Orthopädie und Rheumatologie beschäftigen sich mit dem Bewegungsapparat, seinen speziellen Erkrankungen und dessen Funktionen. Knochen, Muskeln, Gelenke, Bänder und Sehnen sind die Bausteine, aus denen sich unser Halte- und Bewegungsapparat aufbaut.

In der Diagnostik stehen die Untersuchungen des Körpers in seinem statischen Aufbau sowie die Analyse der Bewegungsabläufe im Mittelpunkt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Beurteilung Schmerz auslösender Faktoren und möglicher Einschränkungen im Alltag.

Besprechung von Röntgenbildern

Die Auswertung der bildgebenden Verfahren (wie Röntgen, MRI, Ultraschall) zeigt Struktur und Zustand von Knochen und Gelenken. Diese Bilder und Messwerte alleine sagen aber nichts über die Funktion oder Belastbarkeit der betroffenen Strukturen aus. Dazu sind funktionelle Untersuchungen notwendig (beispielsweise Haltungsanalyse und Fussdruckmessung, Testung des Gleichgewichtes und Sturzrisikos, Kraftmessung, Analyse von Arbeitshaltungen, Ausdauer- und Koordinationstests).

Die Ergebnisse aus den erwähnten Untersuchungen bilden die Grundlage zur Einleitung einer interdisziplinären, funktionsorientierten Rehabilitation. In der Therapie - einzeln oder in Gruppen - stehen zahlreiche, aktivierende Massnahmen und Techniken zur Verfügung. 

Orthopädische Untersuchungen

  • Das Verfahren dient zur Darstellung der natürlichen Haltung der Wirbelsäule ohne Verwendung von Röntgenstrahlen. Dabei sind Aussagen über die Haltung, die Druckverteilung an den Füssen und die Körperkontrolle möglich. 

    • Beleuchtung des Patientenrückens mit parallelen Lichtlinien 
    • Erstellung eines digitalen Rückenbildes aus einem schrägen Winkel 
    • Rechnerische Rekonstruktion des Oberflächenprofils des Rückens anhand eines Wellenmusters und daraus Bestimmung der Wirbelsäulenposition 
    • Abbildung und Untersuchung der natürlichen Haltung ohne Anwendung von Röntgenstrahlen 
    • ggf. weitere Aufnahmen mit Simulation von Korrekturen 
    • Einleitung gezielter Physiotherapie und/oder anderer Massnahmen, z. B. Beinlängenausgleich durch Einlagen
  • Bei Schmerzen in den Füssen oder z. B. schmerzhaften Gangstörungen gilt es abzuklären, ob eine statische Ursache vorliegt, wie z. B. Zehenfehlstellungen, Fussfehlformen oder falsche Belastungen. Weiterhin ist es wichtig zu unterscheiden, ob die Schmerzen im Stand oder im Gang auftreten. Hier bietet die Möglichkeit der Druckmessung der Füsse sowohl im Gang als auch im Stand eine gute Ergänzung der klinischen Untersuchung. Die Messungen können auch für die optimale Anpassung von Einlagen oder orthopädischen Schuhzurichtungen wichtig sein.

Unsere Fachpersonen

  • Dr. med. André Ljutow; MSc für interdisziplinäre Schmerzmedizin

    Leiter Zentrum für Schmerzmedizin

    Facharzt Orthopädie
    Schmerzspezialist SGSS
    Zusatzbezeichungen (D): Rheumatologie, Physikalische Medizin, Chirotherapie, spezielle Schmerztherapie

  • Dr. med. Mohamad Pourtehrani

    Facharzt

    FA Interventionelle Schmerztherapie SSIPM
    Schmerzspezialist SGSS
    FMH Orthopädische Chirurgie & Traumatologie des Bewegungsapparats
    Zertifizierte Fusschirurg GFFC
    Manuelle Therapie MWE (in Ausbildung)