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Kommende Lesungen

    • Auch wenn Lukas Bärfuss inzwischen den bedeutendsten Literaturpreis im deutschsprachigen Raum gewonnen hat, den Georg-Büchner-Preis 2019, weiss er, was es heisst, ein Dasein als Hilfsarbeiter zu führen; ohne festen Wohnsitz, manchmal gar ohne Obdach: «Wenn ich ein paar hundert Franken verdient hatte, machte ich mich aus dem Staub. Genoss meine Freiheit.» Freiheit zu haben, bedeutete für ihn, Zeit zum Lesen zu haben. In seinem Essay «Der Feuerofen» schreibt er über diesen Lebensabschnitt: «Meine Lektüre machte mich in meiner Welt zu etwas Besonderem. Sie verlieh mir eine Identität, eine Bildung, die mich von den anderen unterschied und mir einen Wert gab, einerlei, für welchen Taugenichts und Tagedieb man mich halten mochte. (...) So habe ich Bildung seither verstanden, als eine Möglichkeit, ein Mensch zu werden, der sich unterscheidet, der anders ist und der diese Differenz nicht als Makel, sondern als Auszeichnung versteht.» (Lukas Bärfuss. Stil und Moral. Essays. S. 18)

      Melden Sie sich bitte an: bibliothek@paraplegie.ch. Wir sind verpflichtet, eine Präsenzliste zu führen mit Name, Vorname, Adresse und Telefonnummer. Beachten Sie bitte, dass innerhalb des Gebäudes Maskenpflicht besteht.

      Eintritt: frei (Kollekte)

    • Der Luzerner Christoph Schwyzer liest aus seinem Prosaband «Der Staubwedel muss mit»: eine Sammlung literarischer Kurzporträts von Menschen im Altersheim. Es sind Prosaskizzen, die die Einzigartigkeit und Würde dieser Menschen zum Leuchten bringen; wie verschroben und hinfällig sie auch sein mögen.

      Christoph Schwyzer. Der Staubwedel muss mit

      Auf sparsame Art legt Christoph Schwyzer Lebenssituationen aus – mit einer Leichtigkeit, Genauigkeit und Vielschichtigkeit sondergleichen. So tritt beispielsweise Frau Liechti auf, die zu ihrem neuen Leben im Heim kurz und bündig meint: «Nein, ich kann meinen Kindern nicht böse sein. Sie haben doch nach dem Tod meines Ehemannes alles so gut und gründlich geregelt: das Haus verkauft, die Möbel zum Trödler gebracht, die Katzen ins Tier- und mich ins Altersheim.» (Aus: «Der Staubwedel muss mit», S. 17)

      Christoph Schwyzer (1974), aufgewachsen in Willisau, lebt mit seiner Familie in Luzern. Er arbeitete als Lehrer, Altersheimseelsorger und Journalist. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist Christoph Schwyzer als Herausgeber und Rezitator tätig.

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      Es besteht die Möglichkeit, die interaktive Ausstellung des neuen Besucherzentrums der Schweizer Paraplegiker-Stiftung zu besichtigen. Das Besucherzentrum ist mittwochs geöffnet.

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