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8. Entzündlich-rheumatologische Erkrankungen der Wirbelsäule

Chronische Polyarthritis
Bei der chronischen Polyarthritis kommt es zu Entzündungen in mehreren Gelenken. Typischerweise betroffen sind kleine Gelenke (Finger- und Zehengelenke), ebenso typisch ist der so genannte «symmetrische» Befall, d.h. eine Gelenkbeteiligung auf beiden Seiten des Körpers. Die Entzündun-gen bleiben bei einer chronischen Polyarthritis bestehen. Die Ursache ist unbekannt, man weiss nur, dass es zu einer Störung im Immunsystem kommt, aber nicht, wodurch diese ausgelöst wird. Im Rahmen der chronischen Polyarthritis kann es zu einer Zerstörung des Gelenks zwischen dem Dens Axis («Zahns») und dem Atlas kommen. Dadurch rutscht der oberste Halswirbel (Atlas) hin und her. Diese Erkrankung wird Atlantoaxiale Instabilität genannt.

Rheumatoide Arthritis
Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um eine entzündliche Allgemein-erkrankung, die vor allem die Finger- und Vorfussgelenke betrifft. Die Gelenk-Innenhaut ist entzündet, was mit der Zeit zu einer Verdickung führt. Als Folge davon wird der Gelenkknorpel überwuchert und zerstört. Meist sind zunächst Fingergrund- und Mittelgelenke betroffen. Im Gegensatz zur Arthrose, bei der nur eines oder mehrere Gelenke befallen sind, zieht die Systemerkrankung Rheumatoide Arthritis jedoch den ganzen Körper in Mitleidenschaft. Die Ursachen sind noch weitgehend unklar.

Spondylarthritis
Bei der Spondylarthritis handelt es sich um eine Wirbelsäulen- / Gelenkentzündung, bei der häufig Rückenschmerzen auftreten. Die bekannteste Wirbelsäulen-Erkrankung unter den Spondylarthritiden ist die Morbus Bechterew-Erkrankung. Die unklassifizierte Spondylarthritis ist die häufigste Erkrankung und kann später in eine der anderen Spondylarthritis übergehen. Es werden auch andere Arten der Spondylarthriten unterschieden, so z.B. die Spondyloarthritis psoriatica, eine entzündliche Wirbelsäulenerkrankung bei Schuppenflechte oder die Spondyloarthritis bei Morbus Crohn, eine entzündliche Wirbelsäulen-Erkrankung bei Dünn- und/oder Dickdarmentzündung. Weiter gibt es die reaktive Arthritis, eine entzündliche Wirbelsäulen-Erkrankung als Reaktion auf eine infektiöse Erkrankung (meist nach speziellen bakteriellen Harnwegs- oder Darm-Infektionen) sowie die juvenile Oligoarthritis, eine entzündliche Wirbelsäulen-/Gelenk-Erkrankung im Kindes- oder Jugendalter.

Morbus Bechterew (Spondylarthritis ankylosans)
Bei Morbus Bechterew handelt es sich um eine chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankung, die bis heute als unheilbar gilt, deren Verlauf sich jedoch entscheidend beeinflussen lässt. An der Wirbelsäule kann die Entzündung die Zwischenwirbel-gelenke und sämtliche Bänder erfassen. Erstere verlieren dadurch ihre Beweglichkeit, die Bandscheiben und Bänder können versteifen und verknöchern. Dieser Prozess verursacht Schmerzen und schränkt die Beweglichkeit der Wirbelsäule ein. Betroffene haben deshalb einen Rundrücken und können sich nicht mehr gerade aufrichten. In der Schweiz sind rund 70'000 Menschen betroffen, jedoch nur rund 10'000 Erkrankte sind sich dessen bewusst. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Die Ursache des Morbus Bechterew ist unbekannt. Viele Anzeichen lassen jedoch auf eine zugrunde liegende Störung des Immunsystems schliessen.

Operative Massnahmen
Langstreckige Stabilisationen evtl. mit Zementierung, Osteotomie-Korrekturen und Aufrichtungen, Wirbelkörperersatz durch Knochen und/oder Cages, Reposition und Stabilisation.

 

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Zusatzinformationen

Kontakt

Schweizer Paraplegiker Zentrum
Wirbelsäulenchirurgie / Orthopädie
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Dr.med. Martin Baur

T +41 41 939 57 88
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