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7. Infektionen der Wirbelsäulen

Bei den Infektionen der Wirbelsäule wird unterschieden zwischen unspezifischen Infekten und spezifischen Infekten. Historisch gesehen bezeichnete man die Tuberkulose als spezifischen Infekt (die ersten Infekte an der Wirbelsäule, die bekannt waren, waren bedingt durch Tuberkulose), alle anderen Infekte waren unspezifisch. Diese Bezeichnungen haben sich bis heute gehalten. Infektionen der Wirbelsäule werden bei Notwendigkeit zur Erregerbestimmung punktiert und primär mit Antibiotika behandelt. Nur falls dies nicht zum Erfolg führt, werden operative Eingriffe vorgenommen.

Spondylitis
Die Spondylitis umfasst eine bakterielle (spezifisch oder unspezifisch) oder abakterielle, mykotische (Pilze) oder (selten) parasitär bedingte Entzündung von Knochen oder Knochenmarksraum der Wirbelsäule mit Gewebsuntergang (Osteonekrose), Wirbeldeformierung (Keil-, Blockwirbel), reaktiver Osteosklerose (evtl. als Randwulst-, Spangenbildung) und auch Abszedierung (evtl. auch mit Symptomen seitens des Rückenmarks und/oder der Spinalnervenwurzeln).

Spondylodiscitis
Bei einer Spondylodiscitis, einer relativ seltenen Erkrankung, kommt es zu einer Vereiterung einer oder mehrerer Bandscheiben mit Beteiligung der angrenzenden Wirbel. Eine direkte Folge der Beteiligung des Knochens können Defektbildungen sein, die zusammen mit der immer eintretenden Bandscheibenzerstörung massive Deformierungen zur Folge haben können. Eine zweite Folge kann der Eintritt von Eiter in den Spinalkanal (spinaler Abszess) sein. Durch die entstehende Kompressi-on der spinalen Strukturen entwickeln sich Lähmungen oder gar eine Querschnittlähmung. Bei der unspezifischen Spondylodiscitis ist meist ein Bakterium, das so genannte Staphylococcus aureus, für die Entzündung verantwortlich. Auch andere, ansonsten harmlose Hautbakterien können die Entzündung verursachen, beispielsweise nach einer Bandscheibenoperation. Die spezifische Spon-dylodiscitis ist im Rahmen der Tuberkulose insbesondere in den Ländern der dritten Welt vertreten. Ursache ist eine Streuung vom Lungenprimärherd, es kommt zur Wirbelkörperzerstörung mit mög-licher Abszessbildung im Spinalkanal.

Konservative Massnahmen
Antibiotika

Operative Massnahmen
Bildgesteuerte Punktion und Drainagen, Entlastungen, Dekompressionen, Stabilisationen und Rekonstruktionen, Wirbelkörperersatz durch Knochen und/oder Cages neben infektiologischer Spezialtherapie.

 

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Zusatzinformationen

Kontakt

Schweizer Paraplegiker Zentrum
Wirbelsäulenchirurgie / Orthopädie
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T +41 41 939 57 88
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