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12. Interventionelle / Interdisziplinäre Schmerztherapie

Zur langfristigen Behandlung chronischer Schmerzzustände.

Chronisches Schmerzsyndrom
Das Chronische Schmerzsyndrom zeichnet sich dadurch aus, dass der Schmerz für Patienten seine Leit- und Warnfunktion verliert und einen selbständigen Krankheitswert erlangt. Das Schmerzleiden führt in diesen Fällen zu psychopathologischen Veränderungen, der Schmerz steht im Mittelpunkt des Denkens und Verhaltens des Patienten. Schmerzentstehung und -behandlung sind trotz modernster Methoden und Techniken ein sehr kompliziertes medizinisches Gebiet. Nicht nur körperliche Leiden sind für Schmerzen verantwortlich, auch psychologische Einflüsse spielen eine grosse Rolle. Jeder Patient empfindet Schmerzen ganz individuell, da jeder einen eigenen Hintergrund für seine (chronischen) Schmerzen mitbringt.

Neuropathische Schmerzen (Nervenschmerzen)
Nervenschmerzen sind sehr häufig und entstehen durch die Schädigung peripherer Nerven oder des zentralen Nervensystems. Nervenschmerzen haben eine grosse Tendenz zur Chronifizierung. Sie sind gekennzeichnet durch brennende Dauerschmerzen unterschiedlicher Intensität, stechende Schmerzattacken, schmerzhafte Überempfindlichkeit gegen normalerweise nicht schmerzhafte Reize (z.B. Berührung), Kribbeln, Druck- und Spannungsschmerzen, Temperaturveränderungen und Wechsel der Hautfarbe. Sie können eine Vielzahl von Ursachen haben, u.a. Rückenmarks- und Nervenverletzungen, Phantom- oder Stumpfschmerzen sowie Nervenschädigung durch Tumoreinwachsung.

Komplexes Regionales Schmerzsyndrom (CRPS)
Der Begriff CRPS bezeichnet eine Gruppe unterschiedlicher Krankheitszeichen an den Extremitäten und seltener auch am Knochenstamm. Als Ursache wird eine Überaktivität des unwillkürlichen Nervensystems vermutet. Es wird unterschieden zwischen CRPS I und II. Auslöser des Schmerz-bildes CRPS I sind oft geringfügige Extremitätenverletzungen ohne Nervenschädigung, z.B. Knochenbrüche. CRPS II - Krankheitsbilder entstehen in der Folge von Nervenverletzungen.

Vertebraler Schmerz
Vertebral bedeutet «den Wirbel oder die Wirbelsäule betreffend». Ein Beispiel für eine spezielle Form vertebraler Schmerzen ist das Postdiskektomiesyndrom. Dabei handelt es sich um ein mögliches Beschwerdebild nach Bandscheibenoperationen. Es ist geprägt durch therapieresistente, manchmal diffuse und brennende Kreuzschmerzen, welche entstehen können durch die bei der Operation generierte Narbenbildung durch Irritation des Nervengewebes. Ob diese Narbenbildung durch den operativen Eingriff am Gewebe selbst oder durch Nachblutungen entsteht, ist heute noch Thema diverser Theorien.
Ein weiteres Beispiel für vertebralen Schmerz ist das Failed-back-surgery-Syndrom (FBSS). Diese Diagnose beschreibt Beschwerden bzw. Schmerzen, die nach einer Bandscheibenoperation oder nach (mehrfachen) Wirbelsäulenoperationen nicht oder nur ungenügend gebessert oder gar stärker geworden sind.

Tumorschmerz
Schmerzen in Verbindung mit Krebs können akut auftreten oder auch chronisch werden. Manche Tumorerkrankungen wie z.B. Leukämie und Lymphome verlaufen weitgehend schmerzfrei, während Tumoren an den Knochen, in der Brust oder im Magen-Darm-Bereich - insbesondere im fort-geschrittenen Stadium - sehr schmerzhaft sein können. Ob und wie stark Krebs mit Schmerzen einhergeht, ist abhängig von der Art, dem Stadium und Verlauf der Erkrankung sowie den Therapiemassnahmen. Dauerhafte Schmerzen betreffen häufig Patienten im fortgeschrittenen Stadium, oft durch weiteres Tumorwachstum oder Metastasen bedingt.

Operative Massnahmen
Infiltrationen und Interventionen, Katheter, Rückenmarksstimulation, intrathekale Medikamentenin-fusion über Pumpen, funktionelle Neurochirurgie, Motor-Cortex-Stimulation.

 

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Zusatzinformationen

Kontakt

Schweizer Paraplegiker Zentrum
Wirbelsäulenchirurgie / Orthopädie
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6207 Nottwil

Leitung:
Dr.med. Martin Baur

T +41 41 939 57 88
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