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11. Minimal-invasive Chirurgie

Zur Minimierung des Zugangswegs, des Blutverlusts und der postoperativen Schmerzen.

Minimal-invasive und perkutane Verfahren
Minimal-invasive Chirurgie bezeichnet als Oberbegriff operative Eingriffe mit kleinstem Trauma (mit kleinster Verletzung von Haut und Weichteilen). Vorteilhaft ist, dass nach der Operation meist geringere Schmerzen entstehen und sich der Patient rascher erholt, rascher mobilisiert und entlassungsfähig ist. In den letzten Jahren haben sich minimal-invasive Operationstechniken fest etabliert und viele konventionelle Operationsverfahren verdrängt. Der Begriff «perkutan» bedeutet «durch die Haut» (von lat. per = durch und cutis = Haut). Kanülen oder Katheter beispielsweise werden fast ausnahmslos perkutan eingestochen.

Endoskopie/Schlüssellochchirurgie
Heutzutage werden immer mehr Operationen endoskopisch durchgeführt. Unter Endoskopie ver-steht man den Eingriff in den Körper durch besonders kleine Zugänge, deshalb spricht man auch von «Schlüsselloch-Chirurgie». Vorteilhaft ist, dass der Körper weniger belastet wird als bei klassi-schen Operationen, was den Aufenthalt im Krankenhaus verkürzt. Die Narben sind hinterher kleiner oder gar nicht sichtbar. Patienten haben nach der Operation weniger Schmerzen, können schneller aufstehen und sind schneller belastbar. Das Endoskop ist ein Gerät, mit dem das Innere des Körpers durch Bildgebung untersucht werden kann. Es wird heute für minimal-invasive operative Eingriffe an Mensch und Tier sowie in der Industrie zur Sichtprüfung schwer zugänglicher Hohlräume eingesetzt.

Thorakoskop
Ein Thorakoskop ist ein Endoskop (= schlauch- bzw. röhrenförmiges medizinisches Instrument) zur Untersuchung des Thoraxraumes (Brusthöhle) für diagnostische oder operative Zwecke. Die Unter-suchung wird als Thorakoskopie (Brustkorbspiegelung) bezeichnet. Mit Hilfe der Thorakoskopie können das Lungenfell (Pleura) sowie pleuranahe Veränderungen der Lunge beurteilt werden. Darüber hinaus ermöglicht das Verfahren das Absaugen von Flüssigkeiten aus der Pleurahöhle, die Entnahme von Biopsien aus verdächtigen Gewebebezirken und das Einbringen von Medikamenten in den Pleuraspalt. Über mehrere kleine Zugänge, die zwischen zwei Rippen liegen, werden ein Endoskop und die notwendigen Hilfsinstrumente in den Pleuraspalt zwischen Lunge und Brustfell eingeführt. Vor Ort sind dann unter Zurücknahme des gleichseitigen Lungenflügels von der Beatmung auch Rekonstruktionen und Stabilisationen von Wirbelkörpern z.B. nach Trauma, Infektionen oder Tumor möglich. Das Thorakoskop wird in diesem Fall als Sicht- und Lichtquelle verwendet, um im Hohlraum des Brustkorbes etwas zu sehen, wenn die Lunge nicht mehr entfaltet ist. Die Lichtquelle ermöglicht es, mit weiteren Instrumenten an der Wirbelsäule zu arbeiten.

Mikroskop
Ein Mikroskop bezeichnet ein Gerät, welches es ermöglicht, Objekte vergrössert anzusehen. Dabei handelt es sich meist um Objekte bzw. die Struktur von Objekten, deren Grösse unterhalb des Auflösungsvermögens des menschlichen Auges liegt. Dazu werden entweder abbildende optische Systeme oder Rastersonden verwendet. Das Mikroskop mit Okkular für Operateur, Assistent und Monitorübertragung kann gleichzeitig auch mit der Neuronavigation und Ultraschallsonde gleichgeschaltet werden, um beispielsweise Tumore des Rückenmarks zu operieren.

Operative Massnahmen
mikroskopische und endoskopische Diskotomie und Dekompressionen, minimal-invasiver Bandscheibenersatz und Fusionen, perkutane dynamische oder rigide Stabilisation, perkutane Wirbelaufrichtung und Zementierung.

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Kontakt

Schweizer Paraplegiker Zentrum
Wirbelsäulenchirurgie / Orthopädie
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Leitung:
Dr.med. Martin Baur

T +41 41 939 57 88
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