Tetraentlastungswochen Schweizer Paraplegiker-Vereinigung

Spendenprojekt Tetraentlastungs­wochen

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Durchatmen und Kraft schöpfen

Kennen Sie das Bedürfnis nach Erholung und einfach mal durchatmen zu können? Jede und jeder braucht mal eine Erholungspause. Tetraplegiker*innen brauchen viel Unterstützung zu Hause. Oftmals sind es Angehörige, die sich mit viel Liebe und Herzblut um die Bedürfnisse ihrer Liebsten kümmern. Diese Arbeit ist anspruchsvoll und anstrengend. Um die Angehörigen zu entlasten, bietet die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung seit 28 Jahren Tetraentlastungswochen an und fährt mit den querschnittgelähmten Menschen in die Ferien. Während dieser Zeit kann sich die Familie eine Auszeit gönnen und neue Energie für den anspruchsvollen Alltag tanken. Gleichzeitig erleben die Tetraplegiker*innen eine tolle Reise und eine willkommene Abwechslung. 

Ermöglichen Sie jetzt Angehörigen eine Auszeit.
  • Eine Tetraplegie ist die schwerste Form von Querschnittlähmung. Neben dem Rumpf sind auch die Arme und Hände sowie die Beine gelähmt. 

    Mehr über Querschnittlähmung erfahren Sie hier.

Mit Herzblut dabei

Jedem Feriengast wird eine Laienpflegeperson zugeteilt, die zuvor einen entsprechenden Kurs absolviert hat. Während einer Woche betreut sie den Gast rund um die Uhr. Sie übernachtet im gleichen Zimmer und unterstützt den Gast unter anderem beim Anziehen, Essen und Waschen.

Zwei professionelle Pflegeleitungen sowie ein*e Gruppenleiter* in unterstützen die Laienpflegenden bei ihren Aufgaben.

Der Einsatz der Pflegenden und der Gruppenleitungen beruht vollständig auf Freiwilligenarbeit, ein Engagement von unschätzbarem Wert, denn ohne sie wären diese Entlastungswochen undenkbar. So kommen in einem Jahr über 10'000 Stunden Freiwilligenarbeit zusammen. «Wir sind gesund und wollen etwas zurückgeben», so die Motivation der Pflegenden, die ihre Freizeit mit viel Herzblut für diese fordernden Einsätze zur Verfügung zu stellen.

Über 10'000 Stunden Freiwilligenarbeit werden pro Jahr dafür geleistet.

Ein Stück Freiheit zurück

Ines Vischer liebt es, fremde Länder zu entdecken und Kulturen kennenzulernen. Seit einem Unfall im Jahr 1979 steht ihr Leben auf dem Kopf. Das Reisen wird plötzlich zur Herausforderung. Als dann die Lähmung durch eine Krankheit weiter voranschreitet, sieht Ines keine Möglichkeit mehr, ihr geliebtes Hobby weiter ausleben zu können. «Ein Freund erzählte mir dann vom Angebot der Tetraentlastungswochen. Zu Beginn war ich skeptisch, da ich Busreisen immer schrecklich fand. Die Tetraentlastungswochen belehrten mich eines besseren und waren für mich eine Neuentdeckung», so Ines Vischer. Für Ines sind diese Entlastungswochen von unschätzbarem Wert. Seit 2012 nimmt sie mindestens einmal pro Jahr teil. «Ich freue mich immer wahnsinnig auf die Ferien und den damit verbunden Tapetenwechsel. Es ist für mich ein Lebenselixier und ich bin unglaublich dankbar, dass ich dies erleben darf.»

«Die Tetraentlastungswochen sind für mich ein Geschenk.»

Ines Vischer

Improvisieren ist angesagt

Dank den Tetraentlastungswochen kann Ines Vischer viele Orte bereisen, Freundschaften schliessen und sich mit Betroffenen austauschen. Die Ferien ermöglichen es ihr, ein Stück Freiheit wieder zurückzuerhalten und Dinge zu erleben, die sonst nicht mehr möglich sind. «In Griechenland waren wir am Strand, ich sah dieses Kanu und wollte unbedingt aufs Meer damit. Wir improvisierten, denn aufgrund meiner nicht vorhandenen Rumpfmuskulatur kann ich nicht sitzen. Ein Liegestuhl löste das Problem und so konnte ich mit dem Kanu über das Meer gleiten. Eines meiner schönsten Erlebnisse, denn ich liebe das Wasser.»

Die Tetraentlastungwochen sind nicht nur für die Tetraplegiker*innen eine schöne Abwechslung. Sie sind auch für die Angehörigen sehr wichtig. «Die Ferien entlasten auch die Angehörigen von uns, die tagtäglich für uns da sind und uns unterstützten», erzählt Ines Vischer. 

Ines Vischer im Kanu in Griechenland

Angehörige können durchatmen

Daniela Mosimann pflegt ihren Mann Richi seit vielen Jahren. An den Vormittagen unterstützt die Spitex bei der Pflege. Die Nachmittage und das Wochenende übernimmt allerdings Daniela Mosimann selbst. «Am Wochenende bin ich froh, wenn ich nicht früh morgens schon bereit sein muss, weil die Spitex kommt.» Dadurch, dass die Spitex auch einen Teil der Pflege übernimmt, kann Daniela noch einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. 

«Dank den Tetraentlastungswochen kann ich einmal im Jahr spontan sein und einfach in den Tag leben», erzählt Daniela Mosimann. Dies ist im Alltag mit einem Tetraplegiker schwierig. Während ihr Mann in den Ferien ist, muss sie nicht zu einer bestimmten Zeit zu Hause sein, um sich um das Mittagessen zu kümmern oder ihrem Mann helfen, am Abend ins Bett zu gehen. «Ich geniesse diese Woche sehr und kann wieder Kraft für den strengen Alltag schöpfen», so die aufgestellte Frau. 

Für die Beziehung sind die Tetraentlastungswochen auch wertvoll. Sie ermöglichen beiden eine Auszeit und eine gewisse Distanz. «Beide freuen sich dann auch wieder auf zu Hause und darauf, einander wieder zu sehen», so Daniela Mosimann. «Die Tetraentlastungswochen sind wirklich wichtig. Es braucht diese unbedingt, damit wir Angehörigen durchatmen können.»

Daniela und Richi Mosimann in den Ferien
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Einblicke in die Tetraentlastungswochen

Was ist die Aufgabe von Laienpflegenden auf Tetrareisen?

Das Kurzvideo zeigt auf, welche Aufgaben die Laienpflegenden während den Tetraentlastungswochen haben. Gleichzeitig gibt es einen Einblick, was Tetraplegiker*innen auf den Reisen erwartet. 

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