titelbild-odh

Begleitung

Pferde haben eine Gabe. Ihre Gesellschaft tut uns körperlich und seelisch gut. Was können wir von ihnen lernen?

Die Geschichte von Esther Steinmann

«Die Diagnose Multiple Sklerose erhielt ich, als ich gerade begonnen hatte, als Primarlehrerin zu arbeiten. Erste Symptome traten schon 1998 auf mit einer Augennerv-Entzündung, verschwanden aber wieder. Mein zweiter Schub betraf die Beine rumpfabwärts. Meine Familie, mein Partner und meine Freundinnen gaben mir den nötigen Halt, die Krankheit anzunehmen und das Beste draus zu machen.

Die Unsicherheit, einen neuen Schub mit neuen Behinderungen zu bekommen, habe ich nicht. Ich nehme jeden Tag, wie er ist. Ich geniesse mein Leben, bin erfolgreich und schön – auch mit Rollstuhl. Den Umgang mit Unplanbarem hat sich bei mir schon fast perfektioniert. Ich habe gelernt, Geduld zu haben und Empathie zu üben.»

«Mein Tipp? Darüber reden und Hilfe annehmen.»
Esther Steinmann, Multiple Sklerose seit 2000

Alle Geschichten der Betroffenen von Orte der Hoffnung

Die Gabe der Pferde

Mit pferdegestützten Therapien lassen sich verschiedene Ziele verfolgen. Dazu zählen die Linderung von Schmerzen und die Regulation der Muskelspannung. Auch hat die Behandlung auf dem Pferd für Patientinnen und Patienten eine psychisch positive, motivierende Wirkung. Reittherapeutin Denise Knupp und Physiotherapeut Hagen Schwarze vom Schweizer Paraplegiker-Zentrum erzählen uns über die Wirkung einer ganz besonderen Pferd-Mensch-Beziehung. 

Ausbildung zum Therapiepferd

Erst ein menschenfreundliches und gehorsames Pferd eignet sich als zuverlässiges Therapiepferd. Pferdefachmann Robert Portmann bildet Island-Pferde für die Hippo- und Reittherapie aus. Er versucht, ihnen als «Pferdemensch» zu begegnen.

Der Pferdeflüsterer im Rollstuhl

Timo Ameruoso ist querschnittgelähmt. Trotzdem steigt der ehemalige Leistungssportler regelmässig aufs Pferd – ohne fremde Hilfe. Er versteht die Pferde, weiss was sie denken und wie sie sich fühlen. Seine eigene Philosophie zum Umgang mit Pferden bringt der Pferdemediator auch anderen Reitern näher.

Wir begleiten Querschnittgelähmte. Ein Leben lang.

  • Die wenigsten wissen, eine Querschnittlähmung bedeutet viel mehr, als im Rollstuhl zu sein. Sie hat weit gravierendere Einschnitte für die Betroffenen zur Folge. Der Verlust der Mobilität, nicht mehr gehen, allenfalls die Arme nur noch eingeschränkt nutzen zu können, ist das eine. Der Verlust von Blasen- und Darmfunktionen, Sexualfunktionen, Sensorik und so weiter das andere.

  • Pferdegestützte Therapien am Schweizer Paraplegiker-Zentrum

    Beim Therapeutischen und Heilpädagogischen Reiten steht die Mensch-Tier-Beziehung im Mittelpunkt und basiert auf pädagogischer, therapeutischer und rehabilitativer Ebene. Der Kontakt zwischen Klient und Pferd erfolgt sowohl auf dem Boden als auch auf dem Pferderücken. 

Mitglied werden
Mitglied werden

Werden Sie jetzt Mitglied und erhalten Sie im Ernstfall CHF 250'000 Gönnerunterstützung.

Mitglied werden
Spenden
Spenden

Spenden Sie jetzt und unterstützen Sie unsere Projekte zugunsten von Querschnittgelähmten.

Spenden