Chiara Schlatter unterwegs im SPZ
Chiara Schlatter unterwegs im SPZ

Tag für Tag – Chiara

Im neuen Film «Tag für Tag» erzählt Chiara Schlatter aus Thun (BE) ihre bewegende Geschichte. Im 2016 stürzte die 27-Jährige auf eine Steintreppe. Seither ist sie Paraplegikerin.

Was Sie noch nicht über mich wissen...

Im Kurzinterview erhalten Sie unter anderem Einblicke in Chiaras grösste Herausforderung nach dem Unfall und erfahren, welche Wünsche sie für ihre Zukunft hat.

  • Lähmungshöhe: TH10
  • Im Rollstuhl seit: April 2016
  • Beruf: Lehrerin
  • Was war die grösste Einschränkung/Herausforderung kurz nach dem Unfall?
    Das Katheterisieren managen aber auch das neue Körpergefühl (z.B. Gleichgewicht).
  • Was ist die grösste Einschränkung/Herausforderung heute?
    Das Timemanagement. Alles dauert länger. Zum Beispiel das Ein- und Aussteigen aus dem Auto. Oder das Recherchieren, ob ein Lokal rollstuhlgängig ist und ein barrierefreies WC hat.
  • Welchen Rat würdest du deinem jüngeren Ich geben?
    Habe Geduld mit dir selbst.
  • Was hat dir der Rollstuhl gegeben?
    An speziellen Projekten dabei sein zu können (z.B. die Mode Suisse). Aber auch als Botschafterin tätig zu sein. Ich habe erkannt, dass man viel stärker ist, als man denkt. Der Rollstuhl gab mir die Möglichkeit, die Grenzen auszutesten und zu sehen, wozu ich alles fähig bin.
  • Was würdest du dir wünschen für die Zukunft?
    Weiterhin Stabilität und Freiheit zu geniessen. Dazu gehört aber auch mobil und gesund zu sein. Zudem wünsche ich mir eine eigene Familie.
  • Was unterschätzen Fussgänger*innen komplett bzgl. deines Alltags?
    Generell das Zeitmanagement. Es geht nichts mehr «schnell, schnell». Aber auch der Fakt, dass wir katheterisieren müssen und es viele Infekte gibt, wenn barrierefreie WCs nicht sauber sind.
  • Welche Annahme über Rollstuhlfahrer*innen ist komplett falsch?
    Dass wir krank sind.
  • Die lustigste Situation, seit du im Rollstuhl bist?
    Wenn ich auf einen Behinderten-Parkplatz fahre und die Leute nicht erwarten, dass ich auf diesen Parkplatz gehöre. Sie beobachten mich dann sehr genau.
  • In welcher Situation hast du deinen Rollstuhl schon einmal schamlos ausgenutzt?
    Bei Konzerten, wenn ich mich ganz nach vorne kämpfe, um überhaupt etwas zu sehen.
  • Wenn dein Rollstuhl sprechen könnte, was würde er sagen?
    Pumpe meine Reifen.
  • Wann fühlst du dich am meisten frei?
    Im Auto.
  • Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel nehmen (ausser Rollstuhl)?
    Sofern es Nahrung und Wasser gibt: Mein Malatelier, Laptop mit Internet und eine Flasche Wein.

Film «Tag für Tag»

Der Film «Tag für Tag» nimmt das Publikum mit in drei eindrückliche Lebensgeschichten von querschnittgelähmten Menschen. Er zeigt auf, wie vielfältig und einzigartig das Leistungsnetz der Schweizer Paraplegiker-Gruppe ist. Neben Chiara Schlatter gewähren auch Dominique Hirschi und Peter Hofstetter persönliche Einblicke in ihren Alltag.

Dank seines modularen Aufbaus ist der Film flexibel einsetzbar: Neben einer längeren Version, in der alle Protagonist*innen zu Wort kommen, stehen drei kürzere Porträts zur Verfügung, die jeweils eine Person in den Fokus stellen.

Einblicke hinter die Kulissen

  • Chiara Schlatter mit ihren Geschwistern in Thun
  • Physiotherapie im SPZ
  • Aufnahmen in der Urologie
  • Aufnahmen mit Chiara Schlatter im SPZ
  • Aufnahmen in der ParaWork

Aufnahmen mit Chiara und ihren Geschwistern in Thun

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6 Vorteile einer Mitgliedschaft

  • Sie erhalten 250 000 Franken, wenn Sie nach einem Unfall querschnittgelähmt und dauerhaft auf den Rollstuhl angewiesen sind.
  • Die Auszahlung erfolgt schnell und unbürokratisch
  • Die Auszahlung ist unabhängig von Versicherungsleistungen, Unfall- oder Behandlungsort
  • Eine Mitgliedschaft ist möglich für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz wie auch im Ausland
  • 2 Millionen Mitglieder vertrauen auf die Schweizer Paraplegiker-Stiftung. 
  • Sie zeigen Ihre Solidarität gegenüber querschnittgelähmten Menschen – denn es kann jeden treffen.

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