Querschnittlähmung verstehen

Was ist eine Querschnittlähmung? Welche Folgen hat sie für die betroffenen Personen? Wie gestaltet sich die Rehabilitation von querschnittgelähmten Menschen? Wir haben alle Facetten des Themas auf einen Blick für Sie zusammengestellt.

Auswirkung der Querschnittlähmung auf Muskeln und Organe

Je nach Verletzungshöhe des Rückenmarks sind unterschiedliche Organe, Muskeln und Empfindungen von der Lähmung betroffen. In unserer interaktiven Visualisierung erhalten Sie einen Überblick über die Auswirkungen einer Querschnittlähmung.

Bitte beachten: Für die Ansicht der Visualisierung muss ein PC, Laptop oder Tablet genutzt werden. Nutzen Sie gegebenenfalls den Seitenzoom zur idealen Darstellung der Visualisierung.

Querschnittlähmung als gravierender Einschnitt

Eine Querschnittlähmung verändert das gesamte Leben der Betroffenen. Sie können nicht mehr gehen und ihre Arme allenfalls nur noch eingeschränkt nutzen. Ebenso sind viele Körperfunktionen mitbetroffen. Früher war Querschnittlähmung mit einer hohen Sterblichkeitsrate verbunden. Heute bedeutet sie, zumindest in Ländern wie der Schweiz, nicht mehr das Ende eines lebenswerten und produktiven Lebens.

Betroffene leben länger

Betroffene leben heute nicht nur länger, sie führen auch ein erfüllteres und produktiveres Leben als frühere Generationen. Diese Veränderung ist auf folgende Faktoren zurückzuführen:

  • Eine bessere medizinische Versorgung von betroffenen Personen. 
  • Bessere notfallmedizinische Versorgung.
  • Bessere Gesundheitsversorgung und Rehabilitation.
  • Neuere Technologien, wie Beatmungsgeräte und angemessene Rollstühle stehen zur Verfügung.
  • Zunahme der sozialen Dienstleistungen und zugänglichere Umwelt.
     

Veränderter Umgang mit Behinderung

Der Umgang mit Behinderung hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Dies, weil behinderte Menschen für vollständige Inklusion und Teilhabe in allen Bereichen der Gesellschaft gekämpft haben. Behinderung wird nicht mehr als individuelles Defizit angesehen, sondern wie folgt definiert:

Als Ergebnis der komplexen Interaktion zwischen individuellen gesundheitlichen Merkmalen, Funktionsfähigkeit und Aspekten der physischen sozialen und einstellungsbedingten Umwelt der betroffenen Person.
 

Prävention

Folgende Präventionsmassnahmen schlägt der WHO-Bericht über Querschnittlähmung vor:

  1. Die Ursache einer Querschnittlähmung zu vermeiden oder zu beseitigen, bevor das Problem entstehen kann. Z. B. Massnahmen zur Reduzierung von Strassenverkehrsunfällen.
  2. Eine frühe Diagnose und Behandlung zu ermöglichen und Behinderung einzuschränken. Das heisst: Frühzeitig zu erkennen, dass möglicherweise eine Querschnittlähmung durch eine Verletzung vorliegt. Danach erfolgt ein fachgerechter Transport der Verunfallten zu einer geeigneten Einrichtung und Zugang zur Erstrehabilitation.
  3. Es gilt nach der Rehabilitation Komplikationen zu reduzieren und eine erfolgreiche Eingliederung des Betroffenen in Familie, Gesellschaft und Beruf zu fördern.

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