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«Einmal nach Afrika reisen, das wärs!»

Der Traum des Paraplegikers Urs Lussmann wird wahr: Am 9. November 2019 fuhr der Zürcher mit seinem fast 20-jährigen umgebauten VW Passat nach Afrika mit dem Ziel, diesen einem querschnittgelähmten Einheimischen zu verschenken. 🎁 Hat Urs sein Ziel erreicht?

Text: Tamara Reinhard 
Video: Urs Lussmann
Fotos: Jörg Henze

Urs kommentiert seine Reise

Einblick ins Reisetagebuch

  • <p><em><span><span><span lang="EN-US" xml:lang="EN-US" xml:lang="EN-US"><span><span><span>3 Monate vor Reisebeginn </span></span></span></span></span></span></em></p>

<p>Er wollte schon immer einmal auf eigene Faust nach Afrika reisen: Der 51-Jährige Arbeitsagoge, der seit 13 Jahren mit straffälligen Menschen arbeitet, fasste im Januar 2019 den Entschluss: Im November geht es nach Afrika! Die komplexen Reisevorbereitungen nahmen einige Zeit in Anspruch. Sein Ziel: Mit dem Auto nach Gambia fahren, um das extra für Rollstuhlfahrer angepasste Auto einem querschnittgelähmten Einheimischen zu verschenken. </p>
  • <p>9. November 2019<em> – </em>Start in Zürich</p>

<p>Urs brach nicht alleine auf: Er fuhr mit seinem Kollegen Jörg von Zürich los. </p>

<p> </p>
  • <p><em>10. November 2019 <span><span><span lang="EN-US" xml:lang="EN-US" xml:lang="EN-US"><span><span><span>– Auf dem Weg nach Spanien</span></span></span></span></span></span></em></p>

<p><span><span><span><span><span><span>Urs und sein Kollege Jörg packten nur das Nötigste in das Auto. </span></span></span></span><span><span><span><span lang="EN-US" xml:lang="EN-US" xml:lang="EN-US"><span><span>🚗</span></span></span></span></span></span><span><span><span><span> Doch für ein paar reparierte Rollstühle und weitere nützliche Hilfsmittel für Rollstuhlfahrer hat der Platz gereicht.</span></span></span></span> </span></span></p>
  • <p><em><span><span><span lang="EN-US" xml:lang="EN-US" xml:lang="EN-US"><span><span><span>12. November 2019 – Ankunft in Algeciras:</span></span></span></span></span></span></em></p>

<p><span><span><span><span><span><span>Innert 4 Tagen legten die beiden 2400 Kilometer zurück. Mit der Reise erfüllt sich Urs ein Kindheitstraum. Er wollte schon immer einmal auf eigene Faust nach Afrika reisen. </span></span></span></span><span><span><span><span lang="EN-US" xml:lang="EN-US" xml:lang="EN-US"><span><span><span><span><span><span><span><span><span>💪</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span><span><span><span><span><span> Sein Zwischenfazit: «Wir sind müde. Aber bisher läuft alles wie am Schnürchen.» </span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span><span><span><span><span lang="EN-US" xml:lang="EN-US" xml:lang="EN-US"><span><span><span><span><span><span><span><span><span>💪</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p>
  • <p><em>16. November 2019 – Auf dem Weg in die Westsahara:</em><br />
Zum Glück pannenfrei, aber nicht ganz bussenfrei: Die Polizei winkte die beiden raus, weil sie 15 Stundenkilometer zu schnell unterwegs waren. Das kostete 150 Dirham, umgerechnet zirka 15 Euro. 💰💰 Urs berichtet: «Die Polizisten waren nett. Trotzdem versuchten wir nun, etwas langsamer zu fahren.»</p>
  • <p><em>17. November 2019 – Ankunft in der Westsahara:</em><br />
Urs: «Wir fahren täglich mindestens 8 Stunden. Es ist anstrengend, aber sehr schön. Leider habe ich kaum Zeit für mich. Autofahren, Zelt aufbauen, Essen, Körperpflege. Danach schlüpfe ich todmüde, aber glücklich in meinen Schlafsack.» ❤ </p>
  • <p><em>23. November 2019 – Fahrt durch die Sahara</em></p>

<p><span><span><span><span>1000 Kilometer auf Sand und Schotterpisten bei 45 Grad Celsius. Zwei mal blieb ich im Sand stecken. Ohne den angeschraubten Unterbodenschutz hätte das Auto die Wüste nicht gemeistert.</span></span></span></span></p>
  • <p><em>30. November 2019 – Ankunft in Gambia</em></p>

<p><span><span><span><span><span><span>In Gambia angekommen, hat sich Urs nachhaltige Projekte angeschaut und suchte nach einem neuen Besitzer für sein Auto. Zugleich verschenkte er zum Nikolaustag </span></span></span></span><span><span><span><span lang="EN-US" xml:lang="EN-US" xml:lang="EN-US"><span><span>🎅</span></span></span></span></span></span><span><span><span><span> seine Sportrollstühle an zwei Jungs der Interior Academy in Gambia. </span></span></span></span><span lang="EN-US" xml:lang="EN-US" xml:lang="EN-US"><span><span><span>«Die beiden haben sich total gefreut», berichtet Urs.</span></span></span></span></span></span></p>
  • <p><em>7. Dezember 2019 – Autoübergabe</em></p>

<p><span><span><span><span><span><span>Einen neuen Besitzer für sein Auto hat Urs nicht gefunden, da querschnittgelähmte Menschen in Gambia keinen Führerausweis erwerben können. «Das war eine bittere Erkenntnis», sagt er. «Ich bin aber froh, dass das Auto bei der Dresden-Banjul-Organisatio</span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span><span>n gut aufgehoben ist. Das Fahrzeug wird hoffentlich eines Tages einen geeigneten Besitzer finden.</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p>

3 Monate vor Reisebeginn 

Er wollte schon immer einmal auf eigene Faust nach Afrika reisen: Der 51-Jährige Arbeitsagoge, der seit 13 Jahren mit straffälligen Menschen arbeitet, fasste im Januar 2019 den Entschluss: Im November geht es nach Afrika! Die komplexen Reisevorbereitungen nahmen einige Zeit in Anspruch. Sein Ziel: Mit dem Auto nach Gambia fahren, um das extra für Rollstuhlfahrer angepasste Auto einem querschnittgelähmten Einheimischen zu verschenken. 

9. November 2019 – Start in Zürich

Urs brach nicht alleine auf: Er fuhr mit seinem Kollegen Jörg von Zürich los. 

 

10. November 2019 – Auf dem Weg nach Spanien

Urs und sein Kollege Jörg packten nur das Nötigste in das Auto. 🚗 Doch für ein paar reparierte Rollstühle und weitere nützliche Hilfsmittel für Rollstuhlfahrer hat der Platz gereicht. 

12. November 2019 – Ankunft in Algeciras:

Innert 4 Tagen legten die beiden 2400 Kilometer zurück. Mit der Reise erfüllt sich Urs ein Kindheitstraum. Er wollte schon immer einmal auf eigene Faust nach Afrika reisen. 💪 Sein Zwischenfazit: «Wir sind müde. Aber bisher läuft alles wie am Schnürchen.» 💪

16. November 2019 – Auf dem Weg in die Westsahara:
Zum Glück pannenfrei, aber nicht ganz bussenfrei: Die Polizei winkte die beiden raus, weil sie 15 Stundenkilometer zu schnell unterwegs waren. Das kostete 150 Dirham, umgerechnet zirka 15 Euro. 💰💰 Urs berichtet: «Die Polizisten waren nett. Trotzdem versuchten wir nun, etwas langsamer zu fahren.»

17. November 2019 – Ankunft in der Westsahara:
Urs: «Wir fahren täglich mindestens 8 Stunden. Es ist anstrengend, aber sehr schön. Leider habe ich kaum Zeit für mich. Autofahren, Zelt aufbauen, Essen, Körperpflege. Danach schlüpfe ich todmüde, aber glücklich in meinen Schlafsack.» ❤ 

23. November 2019 – Fahrt durch die Sahara

1000 Kilometer auf Sand und Schotterpisten bei 45 Grad Celsius. Zwei mal blieb ich im Sand stecken. Ohne den angeschraubten Unterbodenschutz hätte das Auto die Wüste nicht gemeistert.

30. November 2019 – Ankunft in Gambia

In Gambia angekommen, hat sich Urs nachhaltige Projekte angeschaut und suchte nach einem neuen Besitzer für sein Auto. Zugleich verschenkte er zum Nikolaustag 🎅 seine Sportrollstühle an zwei Jungs der Interior Academy in Gambia. «Die beiden haben sich total gefreut», berichtet Urs.

7. Dezember 2019 – Autoübergabe

Einen neuen Besitzer für sein Auto hat Urs nicht gefunden, da querschnittgelähmte Menschen in Gambia keinen Führerausweis erwerben können. «Das war eine bittere Erkenntnis», sagt er. «Ich bin aber froh, dass das Auto bei der Dresden-Banjul-Organisation gut aufgehoben ist. Das Fahrzeug wird hoffentlich eines Tages einen geeigneten Besitzer finden.

Ob mit oder ohne Rollstuhl – eine Reise von 7000 Kilometer mit dem Auto in einer solch kurzen Zeit zu fahren ist für jedermann anstrengend. Über 1000 Kilometer fuhr Urs mit seinem Kollegen Jörg auf Sand- und Schotterpisten. «Möchte man nach Afrika auf diese Art kennen lernen, muss man sich darauf einlassen», meint Urs nach seiner Reise. Die Schere zwischen arm und reich machte Urs sehr zu schaffen: «Es war fast nicht händelbar».

Urs lernte sehr viele freundliche und hilfsbereite Menschen während seiner Reise kennen. «Ich wurde stets auf Augenhöhe behandelt.» Es gab keine Extrabehandlung für Urs aufgrund seiner Beeinträchtigung, was er als sehr angenehm empfand. «Man muss sich aber im Klaren sein, dass Mauretanien, Senegal und Gambia Drittweltländer sind.» Urs meint, es kann daher nicht erwartet werden, dass Infrastruktur, Strassen oder Gebäude rollstuhlgängig gebaut werden.

 

«Da gibt es ganz andere Probleme die wichtiger sind als Rollstuhlrampen oder hindernissfreie Gehsteige.»

 

Zurück in der Schweiz

Urs kehrte mit vielen wunderbaren Eindrücken nach Hause zurück. Sein Traum, nach Afrika reisen und dabei etwas Sinnvolles für andere Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zu tun, hat sich erfüllt. Er plant bereits, im März 2020 wieder nach Gambia zu fliegen mit dem Ziel, das Land besser kennen zu lernen. 

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