Active wird 20 – feiern Sie mit uns

#20yearsActive

Seit zwei Jahrzehnten fördert Active Communication die Inklusion und das Weiterkommen von Menschen mit Beeinträchtigungen. Gemeinsam mit unseren Kunden, Partnern und Wegbegleitern konnten wir einiges erreichen, doch gibt es noch viel zu tun. Zu unserem 20. Geburtstag gibt es deshalb nicht nur Kuchen, sondern viel Wissen und Austausch rund um Assistive Technologie.

Wir nehmen das Active Communication Jubiläum zum Anlass, von Frühling bis Herbst mit Fachveranstaltungen sowie mit dem öffentlichen Jubiläumsanlass am 9. November 2019 herzlich Dankeschön zu sagen und mit Ihnen Ausblick zu halten, wohin der gemeinsame Weg weiterführt.

  • Unser Jubiläumsgeschenk für Fachleute: Kostenlose, halbtägige «Mini-Symposien» von Active Communication in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen vermitteln Wissen rund um Assistive Technologie und Unterstützte Kommunikation. Erfahren Sie mehr zu aktuellen Themen sowie deren Umsetzung und Anwendung im Alltag.

  • The Assistive Technology Forum (ATF) for leading international players

    Active Communication ist auch im Ausland stark vernetzt. Diesen wertvollen Austausch unter führenden internationalen Anbietern und Partnern wollen wir fördern und stärken. Das Active Jubiläum 2019 nehmen wir zum Anlass, um das Assistive Technology Forum ins Leben zu rufen und erstmals in der Schweiz durchzuführen.

  • Am Samstag, 9. November 2019 feiern wir im Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil unseren 20. Geburtstag. Feiern Sie das Jubiläum mit uns – wir laden Sie herzlich ein!

    Wir spendieren Kaffee & Kuchen, bringen Special Guests auf die Bühne, zeigen die aktuellen Kommunikationsmittel für Menschen mit Beeinträchtigungen, ermöglichen einen Einblick in den Campus der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, laden zum Rundgang im neuen Besucherzentrum ParaForum und lassen natürlich die Musik spielen.

    Schauen Sie herein, informieren Sie sich über die Welt der Assistiven Technologien, diskutieren Sie über Trends und Entwicklungen und feiern Sie mit uns den 20. Geburtstag. Wir freuen uns auf einen interessanten Tag rund um das Thema «Jung und beeinträchtigt – mit welchen Berufschancen?» Bis dann, wir freuen uns auf Sie.

  • Active Communication, since 1999.

    Seit zwanzig Jahren fördert Active Communication die Inklusion und das Weiterkommen von Menschen mit Beeinträchtigungen. Zum Geburtstag der Active Communication gibt es deshalb nicht nur Kuchen, sondern viel Wissen und Austausch rund um Assistive Technologien.

    Finden Sie hier eine Übersicht der geplanten Jubiläums-Events.

Active Stories

Geschichten rund um Active Communication - in vier Häppchen serviert - zum Schmunzeln, Staunen und Geniessen

Text: Elias Bricker

  • Sie waren gerade einmal 24 und 26 Jahre alt, kannten sich kaum und besassen dennoch gemeinsam ein eigenes Geschäft: Doch das war anfänglich nicht der Plan von Fiore Capone und Ivan Zavagni, damit hatten die beiden niemals gerechnet. Aber wie kam es dazu, dass zwei junge Männer 1999 Active Communication gegründet haben?

    Zwei Individuen, eine Vision

    Ivan Zavagni absolvierte in Zürich eine Lehre als Elektroniker. In seiner Freizeit organisierte er Entlastungswochenende für Celebralgelähmte und Ferienlager für Gehörlose. Nach der Lehre arbeitete er dann in einem Behindertenheim – nicht, dass ihm der Job als Elektroniker nicht gefallen hätte. «Mir fehlte schlicht die Arbeit mit Menschen», sagt er. «Ich wollte mich nicht nur mit Kabeln herumschlagen.» Er beschloss deshalb, die beiden Arbeitswelten miteinander zu vereinen.

    Fiore Capone war ebenfalls Elektroniker und leitete nach der Lehre eine Reparatur-Werkstatt für Unterhaltungselektronik. Zufälligerweise begegnete er jemandem, der Hilfsmittel für Menschen verkaufte. Diese Tätigkeit hat Fiore Capone sofort fasziniert und er begann für diese Person zu arbeiten. Doch sein Engagement reichte schon bald nicht mehr aus, die Hilfsmittel waren sehr gefragt. Eine zusätzliche Person musste eingestellt werden. Ivan Zavagni hat sich für die Stelle beworben.

    Nach dem ersten Vorstellungsgespräch war Ivan Zavagni überzeugt, dass diese Stelle genau das Richtige für ihn ist. Endlich fand er eine Tätigkeit, die seinen Vorstellungen entsprach. Doch am ersten Arbeitstag traf er im Geschäft nur Fiore Capone an, der Chef hatte sich kurzum entschlossen, seinen Lebensmittelpunkt nach England zu verlegen.

    Start ohne viel Geld

    Wie weiter? Fiore Capone schlug vor, das Inventar vom Chef zu übernehmen und eine eigene Firma zu gründen. Ivan Zavagni hatte Zweifel – berechtigt. Doch obwohl die beiden sich kaum kannten, beschlossen sie, ihrer Vision weiter zu folgen und als Jungunternehmer gemeinsam eine Firma aufzubauen. Mit dem ehemaligen Chef war schnell alles geklärt. Obwohl sie selbst kaum Geld auf dem Konto hatten, erhielten sie nach langem Hin und Her von einer lokalen Bank einen Startkredit. Dies praktisch ohne Sicherheitsauflagen. Der damalige Bankdirektor war von den Visionen der beiden Jungunternehmer überzeugt und spürte deren Leidenschaft.

    Dass die beiden Start-up-Gründer so unterschiedliche Charaktere sind, erwies sich als perfekte Kombination für das junge Unternehmen. Fiore Capone kümmerte sich um die Zahlen und Ivan Zavagni um die Kundenkontakte. Aber gemeinsam ziehen die beiden bis heute am gleichen Strick, um aussergewöhnlichen Menschen Gewöhnliches zu ermöglichen.

    Lesen Sie im nächsten Teil der Geschichte welche wegweisenden Entscheide notwendig waren, um die Firma wachsen zu lassen und wie 372 selbstgebohrte Löcher zu 5000 Versorgungen führten…

  • Die Anfangsjahre - Zwei Visionäre arbeiten Tag und Nacht

    «Wir haben nebenbei Fernseher repariert, um überhaupt über die Runden zu kommen», erinnert sich Firmeninhaber Fiore Capone. Die ersten Jahre von Active Communication waren für ihn und sein Geschäftspartner Ivan Zavagni nicht einfach: Der Ertrag reichte gerade fürs Nötigste, etwa um die monatliche Miete für die garagenähnliche Bude in einer alten Scheune in Mettmenstetten ZH zu bezahlen.

    Auf regelmässigen Lohn verzichteten die beiden Visionäre ganz. «Wir haben uns nur genommen, was wir gerade brauchten», sagt Capone. «Zum Glück wohnten wir beide noch zuhause bei den Eltern und als Geschäftsauto musste der alte Fiat Uno von Ivans Mutter herhalten.» Nur so haben sie es geschafft, stets schwarze Zahlen zu schreiben.

    Die Firma kann sogar exportieren

    Die Jungunternehmer glaubten an ihre Firma. Sie arbeiteten Tag und Nacht: Tagsüber berieten sie Kunden, am Abend besprachen sie am Telefon mit amerikanischen Herstellern Fehler und Probleme von Hilfsmitteln. Die ersten Produkte von Active Communication waren verglichen mit den heutigen Hilfsmitteln riesige, sperrige Dinger, die den Benutzern nur sehr limitierte Möglichkeiten geboten haben. Aber um die Jahrtausendwende waren diese so modern, dass Active Communication die Hilfsmittel sogar exportieren konnte. Auf diese Weise machte sich Active Communication in der kleinen Branche schnell einen Namen.

    Langsam arbeiteten sich Ivan Zavagni und Fiore Capone hoch. Zwei Jahre nach der Firmengründung stellte Active Communication ihre ersten Mitarbeiter ein. Der Umzug nach Steinhausen im Kanton Zug war ein weiterer wichtiger Schritt für das junge Unternehmen – endlich standen Geschäftsräumlichkeiten mit der nötigen Grösse und Ausstattung zur Verfügung.

    Wegweisender Entscheid

    Der Aufwand, um ein einziges Hilfsmittel – Marke Eigenbau – zusammenzubauen, war enorm: Zwanzig Teile zusammenschweissen, 372 Löcher bohren, 372 Lämpchen einschrauben... In der Regel benötigten Capone und Zavagni für jedes Produkt einen ganzen Tag. «Schon bald mussten wir einsehen, dass wir unsere Zeit effizienter einsetzen können», sagt Capone. Diese Einsicht war ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen.

    Seither spezialisiert sich Active Communication auf die Beratung von Hilfsmittel in den Bereichen Kommunikation, Computer- und Arbeitsplatzanpassungen sowie Umfeldsteuerungen. Dabei arbeitet das Unternehmen eng mit Herstellern zusammen. Auf diese Weise fliessen ihre fundierten Erfahrungen bis heute in die Entwicklungen von neuen Hilfsmitteln ein.

    Lesen Sie im nächsten Teil der Geschichte wie Active Communication den täglichen Spagat zwischen der bestmöglichen Versorgung und dem stetigen Tarifdruck des Bundes bewältigt und wie aus dem kleinen Start-up-Unternehmen eine Tochter der Schweizer Paraplegiker-Stiftung wird…

  • Finanzielle Herausforderungen bedingen ein Zusammenrücken

    «Wir mussten nicht zuerst ein Bedürfnis schaffen», sagt Fiore Capone, Geschäftsführer von Active Communication. «Die Nachfrage nach unseren Lösungen war von Anfang an vorhanden. Denn wer ein Hilfsmittel braucht, der braucht es einfach. Punkt.»

    Daher waren die beiden Jungunternehmer Fiore Capone und Ivan Zavagni nach der Gründung von Active Communication im Jahr 1999 bald einmal ausgelastet. Dazu kam, dass es in der Deutschschweiz und im Tessin im Bereich der Assistiven Technologien nebst einem grösseren Mitanbieter nur wenig Konkurrenz gab. So konnte Active Communication über die Jahre kontinuierlich wachsen. Heute beschäftigt das Unternehmen knapp 40 Personen.

    Bund verschärft die wirtschaftlichen Herausforderungen

    Trotz stetigem Wachstum war das Start-up finanziell lange nicht auf Rosen gebettet. Um am Geschäftssitz in Steinhausen weniger Fläche mieten zu müssen und dennoch genügend Lagerflächen zu haben, bauten die Jungunternehmer in den hohen Gewerberäumen gar einen Zwischenboden ein. Kollegen und Väter halfen abends und an den Wochenenden mit.

    Das Hauptproblem von Active Communication: Ihre Kernaufgabe mit den Beratungen und Versorgungen ist bis heute kaum kostendeckend. Das Unternehmen und seine Kunden sind einem steten Tarifdruck des Bundes ausgesetzt. Die 2016 von der Invalidenversicherung (IV) aufgestellten Tarife für die Hilfsmittelversorgung haben das Problem noch verschärft. «Die IV bezahlt lediglich eine ‘einfache und zweckmässige Versorgung mit Hilfsmitteln’,» sagt Fiore Capone. «Was das genau heisst, ist nicht immer klar. Für uns steht aber immer die Lebensqualität jedes einzelnen Kunden im Zentrum.»

    Unter dem Dach der Schweizer Paraplegiker-Stiftung

    2017 hat Active Communication mit dem führenden Hilfsmittelanbieter in der Westschweiz fusioniert. Damit sicherte sie langfristig das Fortbestehen der Firma. Der Zusammenschluss führte zu einer höheren Versorgungseffizienz, einer breiteren Angebotspalette und zum Wegfall von Selbstbehaltskosten der Betroffenen. Kurzum: Active Communication konnte ihre Kosten senken.

    Dennoch ist der grösste Bereich des Geschäfts (die tarifierte Versorgung) weiterhin nicht kostendeckend. Nur die Tätigkeiten, die nicht von den Sozialversicherungen abgedeckt werden – etwa im internationalen Versorgungsbereich sind gewinnerbringend und verhelfen das defizitäre Geschäft quer zu subventionieren. «Mit der Fusion haben wir unsere Hausaufgaben gemacht», echauffiert sich Capone. «Jetzt muss der Bund mit seinen Tarifen nochmals über die Bücher.»

    Seit dem Zusammenschluss ist Active Communication eine Tochtergesellschaft der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, «Das hat das Image und die Visibilität unserer Firma gestärkt»; glaubt Capone. «Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung ist eine bekannte und starke Marke mit einer Strahlkraft, die Türen öffnet.»

    Lesen Sie im nächsten Teil der Geschichte wie der technische Fortschritt die Versorgung unserer Kunden positiv beeinflusst, mit welchem Engagement sich Active für Ausbildung ihrer Team-Mitglieder einsetzt und was das Team Tag für Tag antreibt…

  • „Das treibt uns an – Tag für Tag“

    «Vor zwanzig Jahren hatten wir Freude, wenn ein Gerät überhaupt ein Geräusch von sich gab», sagt Fiore Capone, Gründer und Geschäftsführer von Active Communication. Die Hilfsmittel zur Unterstützten Kommunikation waren damals riesige Apparate, die im Vergleich mit den heutigen nur wenige Funktionen hatten. In den vergangenen Jahren sind die Hilfsmittel komplexer und vielseitiger geworden. «Die Einführung des iPads war ein regelrechter Quantensprung», so Capone. «Dieses Gerät hat unseren Kunden ganz neue Horizonte eröffnet.»

    Technische Entwicklung fordert Berater

    Die stetigen technischen Weiterentwicklungen eröffnen uns und unseren Kunden zwar immer neue Möglichkeiten, doch bedeuten diese für alle Beteiligten eine grosse Herausforderung. Die komplexen Technologien stellen immer höhere Ansprüche an die Berater.

    Die meisten Angestellten von Active Communication sind im Alltag auf sich gestellt. Sie sind als Berater unterwegs und besuchen die Kunden. So sehen sie vor Ort, welches die Bedürfnisse der Kunden Zuhause, in der Schule oder am Arbeitsplatz sind.

    Gross ist daher der Effort, den Active Communication in neue Mitarbeiter investiert. «Die Einarbeitungszeit der Berater dauert neun bis zwölf Monate», sagt Firmenchef Capone. «Denn es gibt keine Berufslehren für den Job als Berater. Es handelt sich um eine Kombination mehrerer Berufsgattungen. Wir sind die Schnittstellenexperten zwischen der Technologie und dem Menschen. Dementsprechend schwierig ist es, Mitarbeiter zu rekrutieren. Personalaufstockungen müssen von langer Hand geplant werden», erklärt Capone.

    «Active Communication investiert deshalb viel Zeit und persönliches Engagement, damit das Team stets am Ball bleibt», sagt Capone. «Wir haben das Glück, dass unser Team aus grossartigen Angestellten besteht, welche schon von Beginn weg viel Begeisterung und grosses Interesse an technischen Neuheiten und der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen mitbringen. Nur dank diesem unermüdlichen Einsatz eines jeden unserer Mitarbeiter können wir jedes Jahr nahezu 2’000 Kunden mit Hilfsmitteln und unserem Knowhow versorgen und ihnen damit zu mehr Selbstständigkeit und Teilhabe verhelfen.»

    Motivation ist ungebrochen

    Die beiden Firmengründer sind nach zwanzig Jahren noch immer mit Leib und Seele dabei. Das ist nicht selbstverständlich. Ivan Zavagni hat sich per Ende 2018 aus der Geschäftsleitung zurückgezogen, um sich wieder intensiver den Kunden und der Produktentwicklung widmen zu können. Die Motivation, aussergewöhnlichen Menschen Gewöhnliches zu bieten, ist ungebrochen. «Es ist wunderschön und gibt uns enorm viel, wenn wir sehen, welche Lebensqualität und Möglichkeiten unsere Kunden dank unseren Lösungen erhalten», sagt Capone. «Das treibt uns an – Tag für Tag.»

     

    Meet Active! Am Samstag, 9. November 2019, feiern wir auf dem Campus der Schweizer Paraplegiker-Stiftung in Nottwil unseren 20. Geburtstag. Feiern Sie das Jubiläum mit uns – wir laden Sie herzlich ein!

    Wir spendieren Kaffee und Kuchen, bringen Special Guests auf die Bühne, zeigen die aktuellen Kommunikationsmittel für Menschen mit Beeinträchtigungen, ermöglichen einen Einblick in den Campus der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, laden zum Rundgang im neuen Besucherzentrum ParaForum ein und lassen natürlich die Musik spielen.

    Schauen Sie herein, informieren Sie sich über die Welt der Assistiven Technologien, diskutieren Sie über Trends und Entwicklungen und feiern Sie mit uns den 20. Geburtstag. Wir freuen uns auf einen interessanten Tag rund um das Thema «Jung und beeinträchtigt – mit welchen Berufschancen?» Bis dann, wir freuen uns auf Sie.

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