

Programm UK-Symposium 2026
Das UK-Symposium unterstützt, berät und vernetzt –
Fachpersonen, Angehörige und UK-Personen.
- Datum
Freitag, 4. September 2026, 09:00-18:00 Uhr
- Ort
- Thema
«Mit Unterstützter Kommunikation Lebenswelten gestalten»
- Beiträge im Überblick
- Anzahl Teilnehmende
300 Teilnehmer:innen (begrenzt)
- Teilnahmegebühr
CHF 440.00
- Teilnahmegebühr für Frühbuchungen bis 25.03.2026
CHF 410.00
- Allgemeine Geschäftsbedingungen
Sie haben die Möglichkeit, Ihr persönliches und individuelles Programm für das UK-Symposium 2026 zusammenzustellen. Wählen Sie aus den verschiedenen Themenblöcken Beiträge aus und gestalten Sie Ihren ganz persönlichen UK-Tag.
- Ab 8.00 Uhr
Türöffnung
- 9.00-9.15 Uhr
Begrüssung UK-Symposium 2026
- 9.15-10.00 Uhr
Einstiegsreferat von Cordula Birngruber
- 10.10-12.40 Uhr
Zeitfenster 1 & 2 gemäss persönlich zusammengestelltem Programm (inkl. 30min Pause / Ausstellung, Netzwerken)
- 12.40-13.50 Uhr
Mittagspause / Ausstellung, Netzwerken
- 13.50-14.30 Uhr
Einstiegsreferat von Nele Diercks und Lars Tiedemann
- 14.40-17.10 Uhr
Zeitfenster 3 & 4 gemäss persönlich zusammengestelltem Programm (inkl. 30min Pause / Ausstellung, Netzwerken)
- ab 17.10 Uhr
Apéro, Ausstellung, Netzwerken
Einstiegsreferate
Wenn Menschen, die (noch) nicht lautsprachlich kommunizieren, wenig oder nicht ausreichende Angebote aus dem Feld der Unterstützten Kommunikation erhalten, liegt dies häufig nicht am fehlenden Wissen um Methoden oder Hilfsmittel. Fehlendes Zutrauen in Entwicklungsfähigkeiten, defizitorientierte Menschenbilder oder auch Zuschreibungen aufgrund des Behinderungsbildes stehen hierbei oft im Weg. Sozialpsychologische Forschung bietet hier Konzepte, um Skeptiker:innen von der Bedeutsamkeit eines stärkenorientierten, integrierenden Menschenbildes als Grundlage aller Förderangebote innerhalb der Unterstützten Kommunikation zu überzeugen.
- Referentin
Cordula Birngruber
Akademische Sprachtherapeutin | Leitung Fachdienst HPT Helfende Hände GmbH Langjährige Tätigkeit als Sprachtherapeutin und Fachdienst in verschiedenen Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Seit 25 Jahren Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen mit Komplexer Behinderung.
Fach-Referentin der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e. V.
In dieser persönlichen Keynote zeigen Nele Diercks und Lars Tiedemann, wie Lebenswelten durch Unterstützte Kommunikation (UK) erschlossen und gestaltet werden können. Sie machen erlebbar, wie Wünsche, Grenzen und Entscheidungen hörbar werden – und was es braucht, damit daraus konkrete Schritte im Alltag entstehen. Assistenz verstehen sie als individuell passendes Gerüst: Co-Konstruktion, Dialog und Scaffolding (stützende Struktur), damit Teilhabe an Wohnen, Arbeit und sozialem Leben möglich wird. Mit Beispielen und Impulsen aus der Arbeit bei der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation.
- Referenten
Nele Diercks
UK-Referentin | Projektleitung Kommunikations-Botschafter:innen Nele Diercks ist UK-Referentin der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation und leitet die Kommunikations-Botschafter:innen, eine Weiterbildung von und für UK-Nutzer:innen. Sie zeigt, wie Co-Konstruktion und Scaffolding (stützende Struktur im Dialog) ihre Kommunikation unterstützen – damit Stimme, Selbstbestimmung und Teilhabe im Alltag möglich werden.
Lars Tiedemann
Dipl. Heilpädagoge FH | Fachvorstand für Assistenz und Teilhabe der Gesellschaft für Unterstützte KommunikationLars Tiedemann ist Fachvorstand für Assistenz und Teilhabe der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation. Als Assistent und Dipl. Heilpädagoge setzt er sich dafür ein, dass Assistenz als individuell passendes Gerüst wirkt – damit Menschen ihre Wünsche ausdrücken, Entscheidungen treffen und ihre Lebenswelten aktiv gestalten können.
Themenblock I – Innovationen in der UK
Die Künstliche Intelligenz verändert die Kommunikation vieler Menschen. Was passiert, wenn unterstützt kommunizierende Menschen KI gezielt für eine selbstbestimmte Kommunikation einsetzen? Im Beitrag steht die Weiterbildung «KI verstehen – selbstbestimmt kommunizieren» im Fokus. UK-Nutzende berichten aus erster Hand und stellen ihre Projekte vor. Sie zeigen die Möglichkeiten von KI und UK auf. Hürden, Risiken, die Rolle von Assistenzpersonen sowie praktische Tipps werden thematisiert.
- Handlungsfeld
UK mit Erwachsenen
- Fokus des Beitrags
praktische Anwendungen
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referentinnen
Gabriela Antener
Prof. | Dozentin | Institut Integration und Partizipation, Hochschule für Soziale Arbeit FHNWSusanna Berner
Fachfrau Für Unterstützte Kommunikation | Beraterin für elektronische KommunikationshilfenCarina Desait
UK-Nutzerin | KursteilnehmerinJan Cookman
UK-Nutzer | Kursteilnehmer
Nele Diercks und Lars Tiedemann zeigen, wie KI und Unterstützte Kommunikation neue Möglichkeiten für selbstbestimmte Teilhabe schaffen. Anhand praktischer Beispiele wird gezeigt, wie KI in Kommunikation, Assistenz und Arbeit eingesetzt werden kann. Der Vortrag verbindet Fachwissen und persönliche Erfahrung und zeigt, wie Mensch, Assistenz und Technik gemeinsam gelingende Kommunikation ermöglichen.
- Handlungsfeld
Methoden der UK, UK mit Jugendlichen, UK mit Erwachsenen, UK-Hilfen / Produkt-Präsentation (Hilfsmittel, Literatur), Persönliche Geschichten mit/von UK-Nutzenden
- Fokus des Beitrags
praktische Anwendungen, Hilfsmittel / Software / Vokabular-Präsentation
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referenten
Nele Diercks
UK-Referentin | Projektleitung Kommunikations-Botschafter:innenLars Tiedemann
Dipl. Heilpädagoge FH | Fachvorstand für Assistenz und Teilhabe der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation
Die im englischsprachigen Raum bereits länger diskutierte Idee eines «gestaltbasierten Sprachentwicklungsstil» findet auch im deutschsprachigen Raum immer mehr Aufmerksamkeit (Webinare, Tagungsbeiträge, Sozialmedia). Grundannahme dieser Idee ist, dass Menschen mit Autismus eine andere Form der Sprachentwicklung durchlaufen. Der Beitrag hat zum Ziel die theoretischen Wurzeln dieser Idee nachzuzeichnen, die Grundannahmen der Theorie rundum ‘Gestalt’ und ‘NLA’ zu skizzieren und in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs zum Thema Spracherwerb im Kontext von Autismus einzuordnen und zum weiterführenden Diskurs anzuregen.
- Handlungsfeld
UK in der Forschung / Theorien
- Fokus des Beitrags
Theorie-geleitet, Theorie-Praxis-Verknüpfung
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Fortgeschrittene, Profis
- Referent:in
Hannah Huttner
Leiterin Versorgungen Unterstützte Kommunikation | Sonderpädagogin (M.Ed.) | Fachperson Unterstützte KommunikationFelix Greub
Berater | Sozialpädagoge HF
Digitale Unterstützte Kommunikation endet häufig dort, wo digitale Selbstständigkeit beginnt. Unser Forschungsprojekt «Selbst.Verständlich» begleitet UK-Nutzer:innen im Alltag, um zu verstehen, in welchen Situationen sie digitale Handlungen anstossen möchten – und wo heutige Sprachausgabegeräte an ihre Grenzen stossen. Daraus leiten wir Anforderungen ab, wie eine KI kontextsensitiv interpretieren und selbstständig handeln kann. Ziel ist es zu zeigen, was digitale Systeme können müssen, damit Unterstützte Kommunikation nicht nur ausdrückt, sondern auch selbstständiges Handeln im digitalen Raum ermöglicht. Beim UK-Symposium möchten wir unsere Ergebnisse und die nächsten Schritte präsentieren.
- Handlungsfeld
UK in der Forschung / Theorien
- Fokus des Beitrags
Theorie-geleitet, praktische Anwendungen
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referenten
Julia Kruselburger
Co Founderin Independo GmbHKonstantin Strümpf
Co Founder Independo GmbH
Themenblock II – UK im Alltag
Teilhabe, Mitsprache und Mitbestimmung von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung dank Gesprächen mit UK-Hilfen. Dies zeigen wir anhand von zwei Praxisbeispielen auf, bei denen Routine, Modelling und die Einbettung in die Institutionskultur und deren Abläufe grosse Wirkung zeigen. Die BSZ Stiftung nutzt einen Kommunikationsordner mit Gesprächsmatte für alltägliche Gespräche. Die Stiftung Maihof befragt jährlich die Klient:innen nach ihrer Befindlichkeit und Wünschen mit einer einfachen Vorlage und differenziertem Symbolvokabular. Dokumentiert wird mit Fotoprotokollen. Wir erklären das Vorgehen und berichten über Hürden und Erfolge.
- Handlungsfeld
Methoden der UK, UK mit Jugendlichen, UK mit Erwachsenen, UK-Hilfen / Produkt-Präsentation (Hilfsmittel, Literatur)
- Fokus des Beitrags
praktische Anwendungen, Hilfsmittel / Software / Vokabular-Präsentation
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referentinnen
Caroline Müller
Leitung Fachstelle UK | BSZ Stiftung (Kt. Schwyz)Yvonne Flühler
Leiterin Fachstelle Funktionale Gesundheit | Stiftung Maihof Zug
In Leitbildern und Konzepten ist UK bei vielen Trägern/Institutionen fest verankert. Soziale Situationen als wichtigste Übungsfelder für Kommunikation werden nicht selten nur innerhalb der Institution geplant und umgesetzt. Der Soziale Nahraum, sprich die Gemeinde wird oft wenig bespielt. Menschen mit Behinderungen die echte Chance zu geben, als gleichwertiger Bürger und nicht als Gäste auf Zeit im Sozialraum unterwegs zu sein, heißt echte Chancen für Partizipation zu schaffen. Begegnung in einer inklusiven Gesellschaft ist weit mehr als eine Versorgung mit einem Hilfsmittel. Begegnung heißt aktive Teilhabe und Einflussnahme und Dialog. Der Vortrag soll anhand von Best-Practice Beispielen Mut machen einen Schritt auf die Gesellschaft zuzugehen und dadurch UK-Nutzer unterstützten ihre sozialen Rollen zu erweitern und ihre potentiale zu entfalten.
- Handlungsfeld
UK mit Erwachsenen, UK mit Senior:innen
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis
- Referent
Reinhard Wohlgenannt
UK-Berater und Mitarbeiter in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderungen | Lebenshilfe Vorarlberg
Anhand eines Praxisbeispiels wird aufgezeigt, wie Alltagssituationen als kommunikative Lern- und Gestaltungsräume genutzt werden können und warum eine systematische Vorgehensweise zentral ist.
Die Ausführungen basieren auf dem buk-Abschlussmodul zur «UK-Fachperson». Seitens des buks wird aus fachlicher Sicht die Bedeutung von alltagsorientierter Lebensweltgestaltung und der Nutzung von Kommunikationsgelegenheiten im Alltag hervorgehoben, um Empowerment und Partizipation zu fördern. Isabelle Lindner zeigt als Mutter und Fachperson auf, wie UK im Alltag ihres Sohnes konkret umgesetzt wird.
- Handlungsfeld
Entwicklungsbegleitung mit UK, Persönliche Geschichten mit/von UK-Nutzenden
- Fokus des Beitrags
Theorie-geleitet, Theorie-Praxis-Verknüpfungen, praktische Anwendungen
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene
- Referentinnen
Sara Gschwend
Schulische Heilpädagogin | Geschäftsführerin und Kursleiterin bukIsabelle Lindner
Ergotherapeutin | Mutter eines UK-Nutzers
Wie finden Tablets als Hilfsmittel der Unterstützten Kommunikation ihren Weg in eine inklusive Kita? Dieser Prozess wurde im Rahmen eines Dissertationsvorhabens untersucht. Nach einer kurzen Darstellung des methodischen Vorgehens, wird aufgezeigt, wie Tablets und UK-Apps Teil der pädagogischen Arbeit mit allen Kindern in der inklusiven Kita wurden. Der Schwerpunkt der Präsentation liegt auf den Spannungsfeldern, die sich durch den Einbezug der digitalen Kommunikationshilfen in der pädagogischen Arbeit ergeben. Diese werden dargestellt und im Anschluss gemeinsam diskutiert.
- Handlungsfeld
UK mit Kleinkindern, UK mit Kindern
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen
- Form des Beitrags
Impulsvortrag
(Präsentation/Vortrag mit anschliessender Diskussion)
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis
- Referentin
Corinne Reber
Lic. Phil. | Dozentin
Themenblock III – Kommunikationsentwicklung unterstützen
Bezugspersonen und Fachpersonen lernen, im Alltag mit UK-Nutzenden kurze Videos zu erstellen, in denen kommunikative Handlungen gezielt modelliert werden. Mit den Videos werden in der App Niki Diary Einträge erstellt, die sich an den Interessen und dem Entwicklungsstand der UK-Nutzenden wie auch den Förderzielen orientieren. UK-Nutzende erhalten die Möglichkeit, sich an Erlebnisse zu erinnern, sie zu teilen, den entsprechenden Wortschatz sowie dialogische Skripts zu lernen. So dient das digitale Tagebuch als Medium des Erzählens, der Beziehungsgestaltung und der Förderung.
- Handlungsfeld
UK mit Kommunikationsanfänger:innen, Entwicklungsbegleitung mit UK, Methoden der UK, UK mit Kleinkindern, UK mit Kindern
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen, praktische Anwendungen
- Form des Beitrags
Workshop
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis
- Referentinnen
Claudia Schneebeli
Dipl. Logopädin | Praxis für kleine HeldenJulia Winzenried
Dipl. Logopädin | Praxis für kleine Helden
Am Beispiel des WoKo-Spiralmodells werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Interventionen systematisch entlang des UK-Kontinuums (abhängige, moderierte, freie Kommunikation) geplant werden können, damit Wortkombinationen gezielt eingesetzt werden. Dabei fliessen Auseinandersetzungen zum natürlichen Sprachgebrauch, vom anfänglichen zum kompetenten Sprachgebrauch, in die Interventionsplanung ein. Auf dieser Grundlage werden Aspekte des Modellings und der Gestaltung von Kommunikationshilfen reflektiert, damit begründete Entscheidungen im Rahmen von Interventionen getroffen werden können.
- Handlungsfeld
Entwicklungsbegleitung mit UK
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referentin
Lena Lingk
Dr. | Akademische Rätin an der Universität zu Köln | Mitarbeiterin im Forschungs- und Beratungszentrum für Unterstützte Kommunikation
Für Personen mit Komplexer Behinderung und zusätzlichen Sinnesbehinderungen spielt die Auswahl des Vokabulars eine grosse Rolle. Durch reduziertes Kernvokabular lässt sich variabel einsetzbares, bedeutsames Vokabular anbieten. Welche Wörter sind am wichtigsten und in welcher Form können sie erfasst und erlernt werden? Basierend auf dem „Project Core“ der University of North Carolina, Chapel Hill, USA, haben wir ein „Universelles Kernvokabular“ entwickelt, für das es auch 3D-Symbole geben wird. Überlegungen zum Einsatz im Alltag und die Einführung der ersten 3 Symbole werden vorgestellt.
- Handlungsfeld
UK mit Kommunikationsanfänger:innen, Methoden der UK
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen, praktische Anwendungen
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis
- Referentin
Cordula Birngruber
Akademische Sprachtherapeutin | Leitung Fachdienst HPT Helfende Hände GmbH
Betrachtet man die heutigen komplexen Kommunikationshilfen mit ihren vielen Symbolen wird man unweigerlich an Wimmelbilder erinnert. Wie auf einem Wimmelbild gibt es unzählige Gegenstände, Personen und Handlungen zu entdecken. Eine Talkeroberfläche wie ein Wimmelbild zu betrachten bietet didaktisch grosse Chancen. Wie hängen die Symbole zusammen? Wo finde ich das gesuchte Wort? Wie erinnere ich mich daran?
In diesem Vortrag wird dargestellt, wie ein Wimmelbild das Suchen, Finden und Erinnern eines großen UK-Wortschatzes unterstützen kann.
- Handlungsfeld
Entwicklungsbegleitung mit UK, Methoden der UK, UK mit Kindern
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referent
Marvin Breitling
Logopäde | Medizinprodukteberater | Prentke Romich Deutschland
Themenblock IV – Teilhabe und Empowerment mit UK
Hightech-UK-Hilfsmittel steigern die Lebensqualität und Unabhängigkeit von Menschen mit Unterstützungsbedarf deutlich – und auch das Umfeld profitiert. Erfahren Sie, wie und in welchem Umfang Investitionen in UK-Hilfsmittel einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mehrwert schaffen.
Der Vortrag umfasst die Vorstellung und Zusammenfassung der Ergebnisse der Studien aus Deutschland und Schweden und kann in einem gewissen Mass auch zu Schlüssen für die aktuelle Situation und den Mehrwert von Hilfsmittelversorgungen im Schweizer Raum führen.
- Handlungsfeld
UK in der Forschung / Theorien
- Fokus des Beitrags
Theorie-geleitet
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis
- Refenrent
Tobias Bührs
Dipl. Rehabilitationspädagoge | Trainer | Tobii DynavoxMarcel Porcedda
Business Development Manager | Tobii Dynavox
Menschen mit mehreren Beeinträchtigungen benötigen oft viel Hilfe und sind deshalb stärker gefährdet, Gewalt zu erleben. Der Zugang zu Stellen, bei denen man Gewalterlebnisse in Institutionen melden kann, ist aber noch nicht für alle einfach. Besonders hoch sind Barrieren beim Sprechen und Verstehen. In diesem Workshop werden praktische Ideen gezeigt, wie Menschen mit Mehrfachbeeinträchtigungen mithilfe von Unterstützter Kommunikation (UK) leichter Zugang zu solchen Stellen finden können.
- Handlungsfeld
UK mit Kindern, UK mit Jugendlichen, UK mit Erwachsenen
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen
- Form des Beitrags
Workshop
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referentinnen
Katinka Probst
Bereichsleitung Blinden- und Low Vision Pädagogik | SONNENBERG BaarAnouk Probst
Lehrperson | SONNENBERG Baar
Menschen erzählen sich schon immer Geschichten, auch ihre eigene. Sie verstehen so die Welt, sich selbst und erfinden sich immer wieder neu. Narrative Ansätze gibt es auch in Therapie, Beratung und Coaching. Dieser Beitrag diskutiert, in welcher Weise Erfinden und Erzählen von Geschichten gerade für UK-Nutzende mit hohem Assistenzbedarf noch weitaus grössere Bedeutung haben kann, nicht nur für sie selbst, sondern auch für eine inklusive Gesellschaft. Es werden Beispiele gezeigt für verschiedene Zielsetzungen, Erzählstrukturen, Themen und Formen. Solche mit und ohne Schriftsprache.
- Handlungsfeld
Entwicklungsbegleitung mit UK, Methoden der UK, UK mit Kindern, UK mit Jugendlichen, UK mit Erwachsenen, Persönliche Geschichten mit/von UK-Nutzenden
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen, praktische Anwendungen
- Form des Beitrags
Impulsvortrag
(Präsentation/Vortrag mit anschliessender Diskussion)
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referenten
Andrea Alfaré
Dr. Phil. | Geschäftsleitung efc/effective communication gmbhJaime Garcia
UK-Nutzer | Autor | Redaktionsmitglied IdiotenspeakThekla Huber-Kaiser
Geschäftsleitung efc/effective communication gmbh
Djamil besucht an der Pädagogischen Hochschule Bern die Diplomausbildung zur Fachperson Inklusion. Diese Ausbildung basiert auf der UNO-Behindertenrechtskonvention und wird derzeit als Pilotprojekt durchgeführt. In seinem Beitrag gibt er grundlegende Einblicke in das Thema Inklusion, informiert über Inhalte der Ausbildung und schildert sowohl seine Erfolge als auch die Hindernisse auf seinem Weg. Zudem spricht er darüber, wie er mit UK seinen Alltag meistert.
- Handlungsfeld
UK mit Erwachsenen, Persönliche Geschichten mit/von UK-Nutzenden
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referent
Djamil Abdelouahal
UK-Nutzer | UK-Referent
Themenblock V – Einblicke in UK-Lebenswelten
Kinder mit Rett-Syndrom verlieren oft ihre Lautsprache, nicht aber den Wunsch zu kommunizieren. Unterstützte Kommunikation ermöglicht ihnen, Wünsche, Gedanken und Bedürfnisse auszudrücken. Im Vortrag zeige ich den Weg, den UK-Werdegang unserer Tochter, wie wir mit ihr und für sie ihre Lebenswelt gestalten, wie UK spielerisch in Alltag, Schule und Therapie integriert werden kann mit einfachen Hilfsmitteln, digitalen Tools, angepassten Spielen, Augensteuerung und kreativen Ideen aus der Praxis. Mit Geduld, Beobachtung und passenden Werkzeugen entsteht echte Teilhabe und lebendige Kommunikation.
- Handlungsfeld
UK mit Kommunikationsanfänger:innen, Entwicklungsbegleitung mit UK, UK mit Kindern, UK mit Jugendlichen, UK-Möglichkeiten bei Rett-Syndrom anhand der Kommunikations-Entwicklung & Förderung meiner Tochter Isabella - heute 22 Jahre alt - Let’s chat with/for Rett! Der Vortrag verbindet theoretische Hintergründe mit praxisnahen Beispielen und persönlichen Erfahrungen. Er gibt Impulse, wie Fachkräfte und Angehörige die Kommunikations-Möglichkeiten von Kindern mit Rett-Syndrom erweitern können – mutig, kreativ, spielerisch, voller Zuversicht und mit viel Spass!
- Fokus des Beitrags
praktische Anwendungen
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis
- Referentin
Romana Malzer
Kommunikationspädagogin | IntegraTools GmbH
• Mein Weg mit UK
• Einblicke in meinen Alltag (Familie, Schule, Wohngruppe)
• Meine Ziele
• Interaktiver Teil mit Kahoot und Interview
Ziel:
Aufzeigen, wie ein Mensch seine Fähigkeiten ausleben kann, wenn man durch das Umfeld entsprechend befähigt wird und dem Publikum einen Einblick aus mehreren Perspektiven in das Leben mit einer solchen Diagnose mitgeben.
- Handlungsfeld
Entwicklungsbegleitung mit UK, Methoden der UK, UK mit Kleinkindern, UK mit Kindern, UK mit Jugendlichen, Persönliche Geschichten mit/von UK-Nutzenden
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen, praktische Anwendungen, Hilfsmittel / Software / Vokabular-Präsentation
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referenten
Samuel Wüthrich
UK-Nutzer | Schüler Stiftung AarhusElena Schenk
Bezugsperson und Betreuerin Wohngruppe, Stiftung AarhusRilana Wüthrich
Mutter von Samuel Wüthrich
Tabea ist 18 Jahre alt – und sie weiss: Die Welt der Sprache ist bunt. Sind Sie bereit, in die farbenfrohe Welt der Unterstützten Kommunikation einzutauchen? Dann sichern Sie sich einen Platz in ihrem Vortrag, der so vielfältig und spannend ist wie sie selbst.
Sie berichtet über ihren Alltag und darüber, wer sie ist. Sie zeigt, wie viel Eigenständigkeit ihr die Technik und die Mitsprachmöglichkeiten durch ihren Talker im Laufe ihrer Entwicklung ermöglicht haben. Ausserdem erfahren Sie, was die bunten METACOM-Symbole, Sankt Gallen und ihre Rolle als Kommunikationsbotschafterin der GesUK miteinander verbindet.
- Handlungsfeld
Persönliche Geschichten mit/von UK-Nutzenden
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen, praktische Anwendungen, Hilfsmittel / Software / Vokabular-Präsentation
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referentin
Tabea Engelmeier
Kommunikationsbotschafterin GesUK
Wie gestaltet sich der Weg ins Erwachsenwerden, wenn gesprochene Sprache nicht zur Verfügung steht?
Shoan Feller, 17 Jahre alt, geht diesen Weg – mit Unterstützter Kommunikation, klarer Haltung und dem festen Willen zur Teilhabe. Gemeinsam mit seiner Mutter Meret Feller gibt er Einblick in seinen Alltag, seine schulische und berufliche Orientierung sowie in Fragen rund um gesellschaftlichen Anschluss. Mutter und Sohn erzählen offen und authentisch, was es bedeutet, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft zu gestalten, wenn Kommunikation anders verläuft als erwartet.
- Handlungsfeld
UK mit Kommunikationsanfänger:innen, Entwicklungsbegleitung mit UK, Methoden der UK, UK mit Jugendlichen, UK mit Erwachsenen, Persönliche Geschichten mit/von UK-Nutzenden
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referenten
Shoan Feller
UK-Referent | SchülerMeret Feller
Netzwerkerin und Speakerin | Mutter von Shoan Feller
Themenblock VI – Systematisch Lebenswelten gestalten
Am Heilpädagogischen Zentrum Hagendorn wird die Kommunikationsförderung durch ein interdisziplinäres Team, bestehend aus Logopäd:innen, UK-Multiplikator:innen und der Fachstelle UK, umgesetzt. Die Förderung wird flexibel und individuell auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler abgestimmt, mit dem Ziel, die Teilhabe der Kinder und Jugendlichen am Alltag zu ermöglichen. Die Fachpersonen arbeiten eng zusammen, tauschen sich regelmässig aus und integrieren so die Förderziele in den Schul- und Wohngruppenalltag. Im Workshop stellen wir unsere Arbeitsweise vor und laden zum gemeinsamen Austausch ein.
- Handlungsfeld
UK mit Kindern, UK mit Jugendlichen
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen
- Form des Beitrags
Impulsvortrag
(Präsentation/Vortrag mit anschliessender Diskussion)
- Zielgruppe
Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referentin
Viola Buchmann
Schulische Heilpädagogin | UK-Verantwortliche am Heilpädagogischen Zentrum Hagendorn
Wer kennt es nicht: Mitarbeitende werden in teure Kurse geschickt, bringen Zertifikate nach Hause und dann fehlt es im Alltag an konkreter Umsetzung. Was gelernt wurde, ist vergessen, Mitarbeitende machen nicht mit, Zeitmangel wird als Hinderungsgrund vorgeschoben, statt Lust ist Frust an der Tagesordnung. Woran liegt es denn, dass Gelerntes nicht in der Praxis Anwendung findet? Welche neuen Ansätze braucht es, damit sich etwas ändert? Eine holistische Betrachtung der Implementierung von UK in einer Institution für erwachsene Menschen unter dem Beizug der Theorie U von Claus Otto Scharmer.
- Handlungsfeld
UK mit Erwachsenen
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen, praktische Anwendungen
- Form des Beitrags
Workshop
- Zielgruppe
Fortgeschrittene
- Referentin
Verena von Holzen
Fachverantwortung UK, Stiftung Tannacker
Wir stellen die Ergebnisse einer Studie vor. Befragt wurden Menschen mit Lernschwierigkeiten und Fachpersonen, die Kulturangebote planen oder sich für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen einsetzen. Sie haben uns erzählt, was beim Besuch von Museen, Theatern, Stadtführungen, Konzerten oder Festivals für Menschen mit Lernschwierigkeiten gut funktioniert – und wo Barrieren bestehen. Nach der Präsentation möchten wir mit den Teilnehmenden diskutieren: Haben sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Was würde es brauchen, damit UK-Nutzende an kulturellen Aktivitäten gut teilnehmen können?
- Handlungsfeld
UK in der Forschung / Theorien
- Fokus des Beitrags
Theorie-Praxis-Verknüpfungen
- Form des Beitrags
Impulsvortrag
(Präsentation/Vortrag mit anschliessender Diskussion)
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis, UK-Nutzer:innen
- Referentinnen
Gabriela Antener
Prof. | Dozentin | Institut Integration und Partizipation, Hochschule für Soziale Arbeit FHNWAnnette Lichtenauer
Lic. Phil. | Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
UK soll allen, insbesondere Menschen mit Komplexer Behinderung, zu jeder Zeit und in allen Lebensbereichen zur Verfügung stehen. Darum muss UK in den Alltag implementiert sein. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, muss das professionelle Handeln im Alltag auf Kooperation und UK ausgerichtet sein. Die Handlungsmaxime Kooperation ist die Basis für Kommunikation, Empowermentprozesse und Teilhabe. Zwei kooperative Modelle für die Handlungsplanung mit UK werden vorgestellt und fachlich erläutert, die die Kooperation mit der UK-Person ins Zentrum stellen.
- Handlungsfeld
UK mit Kommunikationsanfänger:innen, Entwicklungsbegleitung mit UK, UK mit Kleinkindern, UK mit Kindern, UK mit Jugendlichen, UK mit Erwachsenen, UK mit Senior:innen
- Fokus des Beitrags
Theorie-geleitet , Theorie-Praxis-Verknüpfungen
- Form des Beitrags
Vortrag/Präsentation
- Zielgruppe
Einsteiger:innen, Fortgeschrittene, Profis
- Referentinnen
Dorothea Lage
Prof. Dr. | Sonderpädagogin | Institut für Integration und Partizipation, Hochschule für Soziale Arbeit, FHNW OltenSara Gschwend
Schulische Heilpädagogin | Geschäftsführerin und Kursleiterin buk
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