Intensivpflegefachfrau Franziska Richter

Bereit für das Unerwartete

Franziska Richter ist jeden Tag bereit für das Unerwartete. Als Intensivpflegefachfrau im Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) ist es sich die 33-Jährige gewohnt, professionell auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren. Und immer wieder hinzuzulernen. Deshalb liebt sie ihren Job besonders – und möchte auch andere dafür begeistern.

Text: Andrea Zimmermann
Bilder: Nadja Schärli

«In meinem Alltag weiss ich nie, was mich erwartet», sagt die Pflegefachfrau Franziska Richter über ihre Arbeit auf der Intensivstation (IPS). Was zunächst abschreckend auf sie gewirkt hat, liebt sie heute besonders an ihrem Job im Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ). «Jeder Tag ist spannend und ich lerne immer wieder Neues hinzu», so die 33-jährige Deutsche, die bereits während ihrer Ausbildung zur Pflegefachfrau ein vierwöchiges Praktikum auf einer IPS absolvierte. «Damals dachte ich jedoch nicht, dass ich tatsächlich auf einer IPS arbeiten könnte», erinnert sich Franziska. «Das Absaugen von Trachealsekret, all die Maschinen – das war schrecklich für mich.»

Ein Tag, der vieles veränderte

Mittlerweile sieht jedoch vieles anders aus: «Auf die Intensivpflegestation zu wechseln, war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe», sagt Franziska rückblickend. Nicht immer war sie so zufrieden mit ihrem Job wie heute. «Als ich in die Schweiz kam, habe ich zuerst auf einer neurologischen Bettenabteilung gearbeitet», erzählt sie. «Dort fühlte ich mich unterfordert.»

Per Zufall sei sie an ihrem früheren Arbeitsort darauf aufmerksam geworden, dass IPS-Personal gesucht wird. Mal reinschauen schadet nicht, hatte sie sich gedacht. Nichts ahnend, dass dieser Schnuppertag vieles verändern würde. «Ich war total angetan», erzählt sie, «hatte aber gleichzeitig auch grossen Respekt vor der Herausforderung, auf einer IPS zu arbeiten.»

Einfacher als gedacht

Sieben Jahre sind es nun her, seit Franziska ihr Nachdiplomstudium abgeschlossen hat. «Seit meiner Ausbildung zur Intensivpflegefachfrau bin ich persönlich wie auch fachlich gewachsen», sagt sie. Und auch sonst hat sich vieles in Franziskas Leben verändert. Vor vier Jahren hat sie ihren Arbeitsort ins SPZ nach Nottwil verlegt, ist mit ihrem Mann und ihren zwei Golden Retriever-Hunden nach Ettiswil gezogen – und ist vor knapp zwei Jahren Mutter geworden.

«Schwimmbad, Sauna Fitnessraum und Sportplatz – nicht jede Klinik kann ihren Mitarbeitenden solche Möglichkeiten bieten.»

Franziska Richter, Intensivpflegefachfrau

Franziska arbeitet in einem 70 Prozent-Pensum. Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, gelingt der Intensivpflegefachfrau besser als sie es erwartet hatte. «Wir machen die Dienstpläne gemeinsam im Team und haben eine eigene Kindertagesstätte. Das macht natürlich vieles einfacher.» Und auch sonst habe sie durch den Wechsel ihres Arbeitsorts viel dazugewonnen: «Schwimmbad, Sauna Fitnessraum und Sportplatz – nicht jede Klinik kann ihren Mitarbeitenden solche Möglichkeiten bieten.»

Intensivpflegefachfrau Franziska Richter

Intensivpflegefachfrau Franziska Richter fühlt sich wohl in ihrem Team.

«Ein lustiger Haufen»

Menschen zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten, ist das Ziel, das alle Mitarbeitenden in Nottwil verbindet und täglich motiviert, ihr Bestes zu geben. Das kann manchmal sehr belastend sein, bringt aber auch viele schöne Momente mit sich. «Wir sind nicht nur ein tolles Team, sondern auch ein lustiger Haufen mit ganz viel Humor», sagt Franziska. «Alle sind stets bemüht, sich gegenseitig zu unterstützen.»

Intensivpflegefachfrau Franziska Richter
Intensivpflegefachfrau Franziska Richter

Das alles ist angesichts des Fachkräftemangels besonders wichtig für die 33-Jährige, die sich auch als Berufsbildnerin engagiert. Sie möchte Pflegefachpersonen zum Nachdiplomstudium in Intensivpflege ermuntern. Wer flexibel ist und keine Angst davor hat, auch in unerwarteten Situationen die Führung zu übernehmen, sei auf der IPS am richtigen Ort. «Mit unserem Spezialwissen zur Genesung von Patientinnen und Patienten beizutragen, ist für mich das Schönste an meinem Beruf», sagt sie. «Dafür gebe ich jeden Tag mein Bestes.»

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