Osteoporose

Was ist Osteoporose?

Osteoporose – auch als Knochenschwund bekannt – ist eine chronische Erkrankung des Skelettsystems, bei der die Knochenmasse und -dichte übermässig abnimmt. Die Knochenstruktur wird porös und instabil, was das Risiko für Knochenbrüche deutlich erhöht. Besonders betroffen sind ältere Menschen, insbesondere Frauen nach der Menopause. In der Schweiz leben hunderttausende Menschen mit Osteoporose – viele, ohne es zu wissen, da die Krankheit oft lange symptomlos bleibt und schleichend verläuft.

Illustration einer Osteoporose

Illustration einer Osteoporose. (Quelle: iStock)

Typische Symptome bei Osteoporose

Die typischen Symptome von Osteoporose sind u. a. folgende:

  • Lokale Schmerzen durch Knochenbrüche (Frakturen)

    Ein häufiges erstes Anzeichen ist ein Knochenbruch, der meist ohne klares Trauma (oder geringem traumatischen Ereignis, wie z.B. ein Sturz) auftritt – etwa am Oberschenkelhals, Handgelenk oder an den Wirbelkörpern. Diese sogenannten niedrig-traumatischen Frakturen sind typisch für Osteoporose. Rückenschmerzen bei älteren Schmerzen können unter anderem auch durch osteoporotische Frakturen verursacht werden.

  • Körpergrössenverlust und Verformung

    Durch Wirbelkörperbrüche kann es zu einer sichtbaren Abnahme der Körpergrösse mit Verkrümmung der Wirbelsäule kommen. Dies kann zu einer voranschreitenden Buckelbildung (Kyphose) führen.

  • Bewegungseinschränkungen

    In fortgeschrittenen Stadien kann es insbesondere im Bereich der Wirbelsäule zu einer eingeschränkten Beweglichkeit und somit Mobilität kommen.

Ursachen von Osteoporose

So wird Osteoporose diagnostiziert

Im SPZ erfolgt die Diagnostik strukturiert und individuell:

  1. Anamnese: Erhebung von Risikofaktoren und Symptomen.
  2. Klinische Untersuchung: Einschätzung von Haltung, Beweglichkeit und Schmerz.
  3. Knochendichtemessung (DXA/CT): Verfahren zur Bestimmung der Knochenmineraldichte.
  4. Bildgebung: Ausschluss von Frakturen.
  5. Laboruntersuchungen: Analyse von Kalzium-, Vitamin-D- und Hormonwerten.

Die Kombination dieser Verfahren erlaubt eine präzise Einschätzung des Frakturrisikos und eine gezielte Therapieplanung.

Vorgehensweise im SPZ

Im SPZ wird ein interdisziplinärer und interprofessioneller Ansatz verfolgt: Fachpersonen aus den Bereichen Endokrinologie/Rheumatologie, Physiotherapie, Ernährung, Wirbelsäulenchirurgie und Schmerzmedizin arbeiten eng zusammen, um eine individuell abgestimmte Therapie zu gewährleisten. Ziel ist es, Frakturen zu verhindern, Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.

Im SPZ wird die Therapie individuell angepasst und regelmässig durch Knochendichtemessungen kontrolliert. Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit und moderne Diagnostik bieten viele Vorteile. Im Falle von osteoporotischen Frakturen erfolgt zudem eine Beurteilung und allenfalls Versorgung durch die Wirbelsäulenchirurgie.

So wird Osteoporose behandelt

Im SPZ wird ein ganzheitlicher Therapieansatz verfolgt, der konservative und medikamentöse sowie – bei Bedarf – operative Verfahren umfasst.

Vorbeugung von Osteoporose

Um Osteoporose vorzubeugen, ist es wichtig, den Körper gesund und stark zu halten. Hier sind einige effektive Strategien:

Durch die Integration dieser Präventionsstrategien in den Alltag können das Risiko und die Häufigkeit von Osteoporose signifikant reduziert werden. Es ist immer ratsam, bei spezifischen gesundheitlichen Bedenken eine Ärztin oder einen spezialisierten Therapeuten zu konsultieren.

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