Spinalkanalstenose

Was ist eine Spinalkanalstenose?

Eine Spinalkanalstenose ist eine Verengung des Wirbelkanals, in dem das Rückenmark sowie die abgehenden Nerven verlaufen. Durch diese Einengung kommt es zu einem Druck auf Nervenstrukturen, was Schmerzen, Gefühlsstörungen oder sogar Lähmungen verursachen kann. Besonders häufig tritt die Spinalkanalstenose in der Lendenwirbelsäule auf, da diese Region stärker belastet wird.

Illustration_Spinalkanalstenose

Illustration einer Spinalkanalstenose. (Quelle: iStock)

Symptome einer Spinalkanalstenose

Die typischen Symptome einer Spinalkanalstenose sind u. a. folgende:

  • Rückenschmerzen und Belastungsabhängigkeit

    Typisch sind Schmerzen im unteren Rücken, die sich beim Gehen oder längeren Stehen verstärken. Sitzen oder leichtes Vorbeugen entlasten den Kanal und lindern die Beschwerden.

  • Ausstrahlende Schmerzen, Muskelschwäche und Gangunsicherheit

    Die Beschwerden strahlen oft in Gesäss, Oberschenkel oder Beine aus. Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühle sind mögliche Begleiterscheinungen. Durch die Nervenkompression kann die Muskulatur geschwächt werden. Dies führt zu unsicherem Gangbild und erhöhter Sturzgefahr.

  • Blasen- und Darmstörungen (selten)

    In sehr seltenen Fällen kann es zu Problemen bei der Blasen- oder Darmentleerung kommen. Diese Beschwerden gelten als medizinischer Notfall und erfordern sofortige Abklärung.

Ursachen von Spinalkanalstenose

So wird Spinalkanalstenose diagnostiziert

Im SPZ erfolgt die Abklärung nach einem klar strukturierten Ablauf:

  • Anamnese und klinische Untersuchung
    Erhebung der Beschwerden, Belastungsgrenzen, Schmerzcharakteristik und neurologische Tests.
  • Bildgebung
    MRT (Magnetresonanztomografie): Standard zur genauen Darstellung der Engstellen und Nervenstrukturen.
    CT (Computertomografie): Besonders hilfreich bei knöchernen Veränderungen.
    Röntgenaufnahmen: Zur Beurteilung von Statik und Beweglichkeit der Wirbelsäule.
  • Zusatzuntersuchungen
    Bei Bedarf werden elektrophysiologische Tests eingesetzt, um die Nervenfunktion genauer zu prüfen.

So wird Spinalkanalstenose behandelt

Im SPZ setzen wir auf ein abgestuftes, interdisziplinäres Vorgehen:

Vorbeugung einer Spinalkanalstenose

Einem vollständigen Auftreten der Erkrankung lässt sich nicht immer vorbeugen, da viele Ursachen altersbedingt sind. Dennoch helfen folgende Massnahmen, das Risiko zu senken oder den Verlauf günstig zu beeinflussen.

Durch die Integration dieser Präventionsstrategien in den Alltag können das Risiko und die Häufigkeit von Spinalkanalstenose signifikant reduziert werden. Es ist immer ratsam, bei spezifischen gesundheitlichen Bedenken eine Ärztin/einen Arzt oder einen spezialisierten Therapeuten zu konsultieren.

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