Sympo­sium Retten und Lernen

Immer Ende Jahr ( 30.11.-01.12.2018 // 22.-23.11.2019) findet in Nottwil in Kooperation von SIRMED, der Höheren Fachschule für Rettungsberufe Zürich und dem medi Bern das Symposium «Retten und Lernen» statt. Referenten aus unterschiedlichen Institutionen bearbeiten in Workshops und Referaten eine breite Themenpalette. 

An dieser Veranstaltung treffen sich Personen, die im Rettungswesen mit Bildungsthemen befasst sind, um aktuelle Inputs für eine engagierte Bildungsarbeit auszutauschen und Möglichkeiten zum Netzwerkausbau zu nutzen. Adressaten sind insbesondere Berufsbildner, Lehrpersonen an Höheren Fachschulen, aber auch Studierende.

Das Programm erscheint jeweils im Spätsommer. 

Zur An­meldung

Referat Tag 1

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Work­shops Tag 1

  • Im Workshop wird der Transferfahrplan kurz vorgestellt. Wir bieten Gelegenheit, bei einer selber in den letzten Monaten absolvierten Weiterbildung, egal ob kurzes Seminar oder längere Weiterbildung, zunächst den Lerntransfer einzuschätzen. Anschliessend werden wir mit Hilfe des QuickChecks die Erfolgsfaktoren für Lerntransfer einschätzen, gemeinsam reflektieren und Optimierungsmassnahmen diskutieren.

  • Das Vorhandensein von sozialen Kompetenzen ist eine Voraussetzung um im Rettungsdienstberuf erfolgreich zu sein. Dabei ist weitgehend unklar, wie diese Kompetenzen ermittelt und allenfalls gefördert werden können? Reichen Kommunikation, Reflektion, Ethik und Interkulturalität als Themenbereiche aus, oder braucht es da noch etwas Kunst und Kultur? "Anders retten" soll ein etwas anderer Workshop sein. Ein Gegenpol zu den meist fachspezifischen Themen der Rettungsmedizin. Lassen Sie sich überraschen!

  • Die Diplomarbeit bildet einen wesentlichen Bestandteil zum Diplom als Rettungssanitäterin/ -er. Der Weg und die unterschiedlichen Vorbereitungsstrategien werden in diesem Workshop präsentiert, konstruktiv kritisch diskutiert um abschliessend über neue Wege rund ums schriftliche Arbeiten im Rahmen der Rettungssanitäterausbildung nachzudenken.

  • Die Übergabe von Patienten ist der Transfer von Zuständigkeit und Verantwortung bezüglich Aspekten der Patientenbehandlung zu einer Person bzw. einer Personengruppe. In einem Literaturreview stellten Manser und Forster (2011) fest, dass die Übergabe von Patienten vielerorts unstrukturiert, fehleranfällig und uneinheitlich ist. Sie zeigten auf, dass eine effektive Übergabe ein relevanter Faktor der Patientensicherheit ist. (I)SBAR ist ein validiertes Instrument zur Übergabe von Patienten bzw. der interprofessionellen Kommunikation (Randmaa, et al. 2014; De Meester, et al. 2013; Thompsen, et al. 2010). ISBAR steht für Introduction, Situation, Background, Assessment und Recommendation und wird in verschiedenen Settings angewandt. Der Workshop stellt das Instrument vor und bietet praktische Anwendungsmöglichkeiten für die Übergabe von Patienten von Rettungsdienst zur Notfallstation oder umgekehrt.

  • Es erfolgt im Rahmen von Inputs und Gruppendiskussionen eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Facetten des Wissensmanagement.

    Insbesondere werden die Ebenen strategisches und operatives Wissensmanagement bearbeitet und Möglichkeiten zur Gestaltung der Rahmenbedingungen identifiziert. Dazu werden Fragen aufgebracht wie:

    • Kennen wir unser erfolgskritisches Wissen?

    • Wissen wir, wer unsere wichtigsten Know-how-Träger sind?

    • Haben wir Vorgehensweisen etabliert, um deren Wissen für die Organisation verfügbar zu machen?

    Verstehen wir unsere Barrieren im Umgang mit Wissen?

Referate Tag 2

  • Der neuseeländische Erziehungswissenschaftler hat spätestens mit seinem 2009 erschienenen ersten Buch aus der «Visible Learning»-Reihe die Pädagogik elektrifiziert. Seitdem breiten sich formative Methoden der Unterrichtsentwicklung, in die Lehre integrierte Datenerhebungsmethoden, das Unterrichtsfeedback durch Studierende und das Lernfeedback durch Dozierende als wirkfähige Hebelpunkte für Lernerfolg rasant aus. Das Referat resümiert den neuesten Forschungsstand und gibt Einblicke in die neue Evaluationspraxis an Schulen und Hochschulen.

  • folgt

Work­shops Tag 2

  • Erfolgreiches Handeln basiert auf guten Entscheidungen. Doch was ist eine gute Entscheidung und wie komme ich zu einer solchen? Gerade im komplexen und dynamischen Setting der Notfall- und Rettungsmedizin ist das leichter gesagt als getan. Der Workshop behandelt zwei in der Forschung zur Entscheidungsfindung akzeptierte Wege. Dabei vertritt das „System 1“ den schnellen, quasi automatisch ablaufenden Prozess bei dem das Bauchgefühl ein Rolle spielt. Das „System 2“ steht für den langsamen, analytischen und bewussten Entscheid der grösstenteils im Kopf stattfindet. Wer entscheidet nun besser – Kopf oder Bauch? Was ist die Grundlage für einen guten Entscheid? Wie lassen wir uns durch andere in unseren Entscheidungen beeinflussen? Entscheiden Sie sich für diesen Workshop und finden es heraus.

  • Die Schweiz für ihr kleines Sprachwunder oft bewundert und aufgrund des Föderalismus ebenso verschrien. In diesem Workshop steht die Zusammenarbeit über die Sprach- und Kantonsgrenzen im Fokus. Aus Sicht von Studierenden, diplomierten und Ausbildenden reflektieren wir offen Erfahrungen und erörtern Zukunftspotentiale mit interessierten Berufsbildenden.

  • Die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der verschiedenen Feedbackformen als lernförderndes Instrument werden in diesem Workshop vorgestellt und diskutiert. Grundlage dafür bieten die aktuellen Ergebnisse aus der Hattie-Studie. Die Teilnehmer reflektieren ihre persönlichen Erkenntnisse und diskutieren über einen möglichen Praxistransfer.

  • Anhand von möglichst realistisch gestalteter Fallbeispiele wird dem Teilnehmer der mögliche Einsatz von entsprechenden Hilfsmitteln aufgezeigt. Weiter wird ihm die Möglichkeit gegeben diese auszuprobieren und den entsprechenden «Aufwand» und «Ertrag» zu erkennen.

  • Studierende der HF’s stellen Poster vor, die sie im Rahmen ihrer Ausbildung erstellt haben. Dabei werden die wichtigsten Erkenntnisse und der Nutzen diskutiert. Im Anschluss an die Präsentationen wird ein Symposium-Posterbuch als PDF-Version erstellt und webbasiert zugänglich gemacht.

Impres­sionen vom letzten Sympo­sium

Vergangene Symposien

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