Care4Future

Als Spezialklinik liegt unser Schwerpunkt in den spezifischen Anforderungen von Menschen mit Querschnittlähmung und querschnittsähnlichen Erkrankungen. Unsere Pflegenden bilden mit ihren unterschiedlichen Berufsprofilen das Rückgrat der stationären Patientenversorgung unserer Klinik. Sie sind Teil der interprofessionellen Teams in den Bereichen der Intensiv- und Akutmedizin, sowie der Rehabilitation. Im Bereich Pflege sind die Peer- und Angehörigenarbeit, der Freiwilligendienst, die Seelsorge, das RespiCare-Team und die Logopädie angesiedelt. Sie sind weitere, essentielle Anteile in unserer Patientenversorgung.

 

Wir verstehen uns als Partner*innen der uns anvertrauten Menschen und ihrer Angehörigen, die wir in einer verletzlichen Lebenssituation begleiten, unterstützen, fördern und zu einem Leben unter neuen Voraussetzungen, ermutigen. Die Gestaltung einer vertrauensvollen Beziehung mit unseren Patient*innen, sowie die Orientierung an den unterschiedlichen Lebenswelten, Normen und Werten der Betroffenen, bilden die Kernelemente unserer Arbeit in einem wissensintensiven Spezialgebiet. Wir arbeiten dabei im Sinne eines institutionenübergreifenden Patientenprozesses aktiv mit anderen Spitälern, psychiatrischen Einrichtungen, Grundversorgern, Spitex und Langzeiteinrichtungen zusammen.

 

Unsere Mitarbeitenden ermöglichen in ihrer Vielfalt die Weitergabe von internem und externem Fach- und Erfahrungswissen. Neue Kolleg*innen werden sorgfältig in unser Spezialgebiet eingeführt. Unser Laufbahnmodell und unsere Talentförderung orientieren sich an den gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen unserer Patient*innen und sollen Fachpersonen Gesundheit und Dipl. Pflege-fachpersonen HF/FH eine Perspektive an unserer Klinik und darüber hinaus ermöglichen.

Das Wohlbefinden und die Vereinbarkeit der individuellen Lebenssituationen unserer Mitarbeitenden mit dem Beruf, fördern wir mit verschiedenen Einsatzmöglichkeiten (Co-Leitungen, Jobsharing, Springerpool) und sind für neue Arbeitszeit- und Rotationsmodelle offen.

Mit unserer umfassenden Ausbildung auf Sekundar- und Tertiärstufe aktualisieren wir unser Wissen, geben es weiter und begeistern Berufseinsteiger*innen für unser Spezialgebiet. Auch möchten wir interessierten Personen im Rahmen von Praktika und Schnupperwochen einen Einblick in die Gesundheitsberufe und in unsere Klinik geben.

Unsere Fachbereiche

Kernkompetenzen

  • Menschen mit einer Querschnittlähmung werden älter und verbringen dadurch mehrere Jahrzehnte im Rollstuhl. Gleichzeitig nehmen Querschnittlähmungen bei älteren Menschen aufgrund von Erkrankungen oder Unfällen zu. Die Behandlung, Rehabilitation und Beratung von älteren Menschen integriert das soziale Netz und fokussiert auf Selbstbestimmung, Wohlbefinden und Lebensqualität.

  • Querschnittgelähmte Menschen können aufgrund ihrer Lähmungshöhe in der Atemfunktion beeinträchtigt sein. In solchen Fällen ist eine gezielte Atemtherapie und/oder Beatmung erforderlich. Auch die Kommunikationsfähigkeit und die Schluckfunktion sind vielfach mitbetroffen. In enger Zusammenarbeit mit der Logopädie nutzen wir unsere hohe, fachliche Kompetenz im Trachealkanülenmanagement und dem Weaning.

    Beatmete Patient*innen werden im SPZ auf allen Stationen betreut.

    Logopädie im SPZ

  • Im SPZ werden alle Mitarbeitenden der Pflege systematisch im Thema Kinaesthetics geschult, um ihre Handlungskompetenzen im Umgang mit den körperlichen Anforderungen der Pflege von quer-schnittgelähmten Menschen zu stärken. Die Integration von Kinaesthetics in die Pflege, ob bei der Lagerung, der Mobilisation oder beim Transfer, sowie das Wissen um die physiologischen Bewegungsabläufe und die Nutzung der persönlichen Ressourcen, hilft sowohl den Pflegenden wie auch den Betroffenen.

    Schulungsvideos

    Downloads

  • Das Risiko eines Dekubitus (Druckgeschwür) ist für querschnittgelähmte Menschen durch den Verlust ihrer Sensibilität erhöht. Die mehrfache, tägliche Hautkontrolle, Druckentlastungen, sowie spezielle Sitzkissen, fördern die Durchblutung der gefährdeten Hautpartien. Die Herausforderung der Behandlung von Dekubitus bedingt spezifisches Wissen seitens der Pflegefachpersonen, da diese ohne die Anwendung präventiver Massnahmen durch die Betroffenen selbst immer wieder entstehen.

    Patient*innen mit einer Querschnittlähmung sind von einer veränderten Darmfunktion betroffen. In diesem Kontext haben einige unserer Patient*innen ein Stoma, für die wir eine Stoma-Beratung anbieten.

  • Querschnittgelähmte Menschen können ihre Blase und ihren Darm nicht physiologisch entleeren. Je nach Fähigkeiten und Fertigkeiten der Patient*innen werden sie durch unsere Pflegefachpersonen im Umgang mit geeigneten Hilfsmitteln und Techniken zur Blasenentleerung instruiert.

  • Die psychische Gesundheit hat einen grossen Einfluss auf die Genesung und auf den Verlauf der Rehabilitation von Querschnittgelähmten. Auch sehen wir unsere Aufgabe darin, auf die vielseitigen Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Leiden einzugehen. Durch spezialisierte Angebote und qualifizierte Fachpersonen wird es auch für Menschen in schweren psychischen Krisen möglich, von einer umfassenden Rehabilitation zu profitieren.

  • Freiwilliges Engagement ist eine tragende Säule in unserem Haus. Rund 50 Frauen und Männer engagieren sich regelmässig für das Wohl unserer Patient*innen. Sie bringen Zeit, ihre persönlichen Stärken und ihre Lebenserfahrung dabei ein und bilden als Sitzwache, während der Unterstützung beim Essen, als Besuchsdienst, im Bibliotheksdienst, sowie in der Gestaltung von Spielabenden, einen wertvollen Bestandteil unseres Patientenangebotes.

  • Unser Peer-Team besteht aus 11 Personen, die ihre persönlichen Erfahrungen als Betroffene Umgang mit der eigenen Behinderung mit unseren Rehabilitationspatient*innen teilen, sie in ihrem Selbstmanagement, ihrem Empowerment und in ihren Gesundheitskompetenzen stärken. Es verfügt über langjährige Erfahrung im Umgang mit der eigenen Behinderung, unterstützt und ermutigt unsere Patient*innen während der Rehabilitation und stellt ein unverzichtbares Element im interprofessionellen Behandlungsprozess der Rehabilitation von Querschnittgelähmten dar. Mit dem Einsatz einer An-gehörigen Peer wird auch der Bedeutung der Angehörigen von Querschnittgelähmten Rechnung getragen.

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