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Erste Hilfe für Unternehmen

Pflicht oder Kür?

Erste Hilfe ist ein Thema, das jeden Tag jemanden von uns treffen kann. Dann sollte jeder Einzelne dafür bereit sein. Deshalb ist es wichtig, auch die Mitarbeitenden in Erste Hilfe zu schulen. Obwohl im Arbeitsgesetz Empfehlungen für den Umgang mit Notfallsituationen im Betrieb aufgeführt sind, wird es in jedem Unternehmen unterschiedlich gehandhabt. Pius Bernet, der Geschäftsführer der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern (SSBL) hat einen Erste Hilfe Kurs bei der SIRMED gebucht. Anja Oehen, Bereichsleiterin Erste Hilfe hat den Unternehmer vor dem Kurs getroffen.

Interview: Anja Oehen
Text: Anja Oehen / Katrin Oberlin

Bilder: Katrin Oberlin 

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Pius Bernet, Geschäftsführer bei SSBL erklärt Anja Oehen, Bereichsleiterin Erste Hilfe, warum er diesen Kurs bei der SIRMED gebucht hat.

Warum ist es Ihnen wichtig, die Mitarbeitenden in der Ersten Hilfe zu schulen?

Es ist für mich wichtig, dass unsere Klientinnen und Klienten im Falle einer Notfallsituation versorgt werden. Hier in Rathausen sehen wir uns unter anderem mit diversen Begleiterkrankungen wie z.B. Epilepsie konfrontiert. Dies kann jederzeit dazu führen, dass unsere Mitarbeitenden Erste Hilfe leisten müssen. Ich erwarte von jeder hier tätigen Person, dass sie dazu fähig ist. Das können sie nicht nur im Betrieb, sondern auch in ihrem Privatleben nutzen.

 

«Ein Zwischenfall vor unserem Café zeigte mir auf, dass unsere Mitarbeitenden sensibilisiert sind und wissen, wie sie reagieren sollen.»

Nehmen Ihre Mitarbeitenden freiwillig an diesem Kurs teil oder ist es eine Art «Pflichtprogramm»?

Die Mitarbeitenden werden von uns für diese Kurse angemeldet. Sie besuchen diese Kurse jedoch sehr gerne und sehen es nicht als Pflichtveranstaltung im negativen Sinn an. Sie gewinnen wertvolle Erkenntnisse, welche sie auch im privaten Umfeld gebrauchen können. Das motiviert sie zusätzlich.

Konnten Sie sich persönlich schon einmal von der Wichtigkeit dieser Kurse überzeugen?

Ja, vor einem halben Jahr bin ich Zeuge eines Zwischenfalls vor einem unserer Cafés geworden. Innerhalb von Sekunden kamen Mitarbeitende, die Erste Hilfe leisten konnten. Die Alarmierung erfolgte unverzüglich. Das zeigte mir auf, dass die Mitarbeitenden sensibilisiert sind und wissen, wie sie reagieren sollen.  

    • Liegt eine Analyse der gesundheitlichen Risiken im Betrieb vor?
    • Ist die Organisation von Ersthelfern definiert?
    • Sind genügend Erste Hilfe Materialien und Räume vorhanden und sind diese zugänglich?
    • Sind die Top 10 Erste-Hilfe Ereignisse bekannt und die Abläufe klar?
    • Ist eine Alarmierungs- und Ablaufplanung definiert und bekannt?
    • Sind die Mitarbeitenden ausgebildet und geschult?
    • Wissen die Mitarbeitenden bei wem sie Fachsupport erhalten?
    • Liegt eine konzeptionelle Aufarbeitung und Darstellung des Themas vor und ist es präsent?
  • Der SystemCheck Erste Hilfe bezweckt die grobe Überprüfung und Bewertung der betrieblichen Erste Hilfe-Vorbereitungen hinsichtlich der gesetzlichen Vorgaben. Er basiert auf einem rund halbstündigen Gespräch in Nottwil oder per Telefon oder VideoCall zwischen einer verantwortlichen Person des Betriebes und einem Mitarbeitenden der SIRMED. Damit stellt er für den Betrieb einen minimalen Aufwand dar.

    Der Systemcheck kann eine umfassende Analyse und Bewertung der betrieblichen Erste Hilfe Vorbereitungen nicht ersetzen, gibt aber eine gute Orientierung über den aktuellen Stand. SIRMED bietet Betrieben diesen Check als Dienstleistung einmal kostenlos an.

Gibt es auch Notfälle, die Ihre eigenen Mitarbeitenden betreffen?

Das Gelände der SSBL ist gross. Wir beschäftigen eine grosse Anzahl Mitarbeitende und begrüssen zudem gerne Gäste. Es gibt viele Treppen und Wege, die beispielsweise im Winter enteist werden müssen. Unsere Sicherheitsbeauftragte hat das ganze Jahr über alle Hände voll zu tun. So kann es durchaus passieren, dass eine hier tätige Person oder ein Gast in eine Notfallsituation gerät. Wir sind uns sehr bewusst, dass wir durch die Schulung unseres Personals ebenfalls einen präventiven Beitrag leisten können. So werden sie für Risiken im Alltag sensibilisiert.

Wenn es keine gesetzliche Vorgabe wäre, würden Sie Mitarbeitenden trotzdem schulen lassen?

Selbstverständlich. Den Menschen ist es wichtig, in einem sichern Arbeitsumfeld arbeiten zu können. Sie dürfen spüren, dass die Vorgesetzten ihre Fürsorgepflicht zum Thema Arbeitssicherheit ernst nehmen.  

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Die Mitarbeitenden der SSBL lernen unter genauen Anleitung der SIRMED, eine Herzmassage durchzuführen.

Motivieren Sie Ihre Mitarbeitende

Erste Hilfe geht alle an

SIRMED möchte mit ihren Kursen möglichst viele Personen in der Schweiz erreichen. Geschäftsführer Helge Regener sagt: «Erste Hilfe ist ein Thema, das jeden Tag jemanden von uns treffen kann. Und dann sollte jeder Einzelne bereit sein dafür.» Möchten Sie das Wissen Ihrer Mitarbeitenden über Erste Hilfe auffrischen oder erweitern? Informieren Sie sich bei der SIRMED über die Kursangebote für Unternehmen. Professionals mit viel Praxiserfahrung unterrichten in allen Landesprachen und in Englisch. Unsere Seminare finden in unseren modernen Räumlichkeiten in Nottwil, bei Ihnen vor Ort oder in einem von Ihnen gewählten Seminarhotel statt.

 

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Haben Sie Fragen?

  • anja_oehen

    Anja Oehen

    Bereichsleiterin Erste Hilfe
    anja.oehen@sirmed.ch
    Telefon +41 41 939 50 56
    Fax +41 41 939 50 51

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