Sympo­sium Retten und Lernen

Immer Ende Jahr findet in Nottwil in Kooperation von SIRMED, der Höheren Fachschule für Rettungsberufe Zürich und dem medi Bern das Symposium «Retten und Lernen» statt. Referenten aus unterschiedlichen Institutionen bearbeiten in Workshops und Referaten eine breite Themenpalette. 

An dieser Veranstaltung treffen sich Personen, die im Rettungswesen mit Bildungsthemen befasst sind, um aktuelle Inputs für eine engagierte Bildungsarbeit auszutauschen und Möglichkeiten zum Netzwerkausbau zu nutzen. Adressaten sind insbesondere Berufsbildner, Lehrpersonen an Höheren Fachschulen, aber auch Studierende. 

Das provisorische Programm ist unten angehängt, das definitive erscheint jeweils im Spätsommer. Aus organisatorischen Gründen ist, das Symposium nur als Zweitagesveranstaltung buchbar. 

CHF 290.- Teilnahmekosten bei einer Anmeldung bis zum 31.07.2019 

CHF 360.- Teilnahmekosten bei einer Anmeldung ab dem 01.08.2019

Am Freitag kann ein Abendessen gebucht werden für CHF 45.- 

  

Themen 2019

  • Der Vortrag will die psychologische Fehlerforschung darstellen und Nachdenklichkeit auslösen. Stichworte hierzu sind die Diskussion zur "Fehlerfreundlichkeit" und zu einer positiven "Fehlerethik”. Drei Aspekte sind hervorzuheben: (1) Nicht das Fehlermachen ist die menschlichste aller Eigenschaften, sondern die Fähigkeit, die Auswirkungen von Fehlern harmlos zu halten. (2) Fehlerfreundlichkeit und Tüchtigkeit sind keine Gegensätze; sie bedingen und begrenzen sich gegenseitig. (3) Eine positive Fehlerethik geht davon aus, dass man alles verbessern kann, ohne fehlerfrei zu werden.  

  • Das duale Ausbildungssystem in der Schweiz wird weltweit anerkannt und gilt als gelungenes Beispiel der Verbindung von Theorie und Praxis. Eine gut organisierte Lernortkooperation von Schule, Betrieb und Praktikumsstätten trägt dazu bei, theoretisches und praktisches Lernen zu verbinden und zu vertiefen. Zusätzlich können übergreifende Lernerfolge und mögliche Schwierigkeiten erkannt und Interventionen eingeleitet werden. Zentrale Elemente für eine erfolgreiche Umsetzung sind Transparenz, Kommunikation und Dokumentation.

  • In diesem Workshop wird den entwicklungspsychologischen und soziologischen Merkmalen der Generation Z (ab ca. Jahrgang 1995) nachgegangen. Auf Basis dieser Grundlagen werden Schlussfolgerungen gezogen, wie Lernen bei der Generation Z gefördert werden kann.

    Die heutigen Jugendlichen stehen schon bald vor den Toren der Erwachsenenbildung oder haben bereits ihre ersten Fussabdrücke hinterlassen. Die Generation Z ist komplett mit digitalen Technologien aufgewachsen. Auf der Arbeit wie auch im Privatleben gehören Internet und Smartphones selbstverständlich dazu. Die Generation Z ist Teil einer globalisierten Welt. Erzieherische Prägungen sind – neben vielfältigen Familienkonstellationen – weitere prägende Einflussfaktoren. Lernen wird durch Prägungen entscheidend beeinflusst. Die Erwachsenenbildung muss sich den Bedürfnissen neuer Generationen anpassen. Doch wie kann Lernen in der Erwachsenenbildung aus entwicklungspsychologischer und soziologischer Sicht gefördert werden?

    Ein weiterer Bestandteil dieses Workshops sind die Vision und die strategischen Leitlinien des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation zur Berufsbildung 2030.

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  • "Mit dieser Wendung hatte ich definitiv nicht gerechnet!" ja nun, jetzt ist es so gekommen. Was macht das Handeln in unerwarteten Situationen anspruchsvoll? Welche Möglichkeiten gibt es, um solchen Situationen zu begegnen? Wie behalte oder bekomme ich die Situation in den Griff?

    Der Workshop vermittelt Anregungen für die Vorbereitung auf Zwischenfälle durch die Anlage gezielter Trainings.

  • Ziel des Beitrags:

    Du setzt dich mit verschiedenen Unterrichtsformen während der Rettungssanitäterausbildung an der höheren Fachschule auseinander. Du erweiterst deinen Horizont im Bereich der LTT-Lernform, nimmst neue Ideenanstösse zurück in den Rettungsdienstalltag, beschreibst Möglichkeiten, wie du mit wenig Ressourcen noch bessere Transfermöglichkeiten schaffst, Trainingssequenzen durchführst und Studierenden hilfst, Lernerfolge zu erleben.

    Inhalt:

    Lehren und lernen hat viel mit Persönlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Damit der Patient souverän, kompetent und professionell versorgt werden kann, braucht es Lehre – Transfer- und Trainingsmöglichkeiten. Ohne «LTT Unterricht» in deinem rettungsdienstlichen Arbeitsalltag, keine souveräne Patientenversorgung. 
    Was ist eigentlich LTT? Wie kann LTT in der Praxis angewendet werden? Was bedeutet LTT für mich als Berufsbildnerin oder Berufsbildner? Welche Auswirkungen hat diese «Unterrichtsform» auf den Lernstil der Studierenden?
    Als Lehrtätige im Rettungsdienst verantwortest du einen beachtlichen Teil im Lernprozess der Studierenden. Du baust einen lernfördernden Rahmen, schaffst Lernerfolge und vermeidest  Demotivationsfaktoren. Als Bauleiter und Bauleiterin hilfst du mit, die Wissensstrasse in den Praxisalltag mitzubauen. 
    Wir setzten uns mit dem Begriff LTT auseinander, diskutieren über Anwendungsmöglichkeiten (Sinn und Unsinn) im Rettungsdienstalltag, über deinen Verantwortungsbereich als Berufsbildner und was du mit deiner Persönlichkeit zum Transfererfolg beitragen kannst.
    Lass dich herausfordern, zeige Offenheit und du wirst spannende Inputs zurück in den Arbeitsalltag nehmen.

  • In dieser Session werden folgende Fragen miteinander diskutiert:
    Welche Möglichkeiten stehen jedem von uns zur Verfügung, um die Berufsausbildung professioneller zu gestalten?
    Was ist unser persönlicher Beitrag dazu und wie können wir das umsetzen?
    Es erwartet Euch eine spannende Diskussion!

  • Ob jemand die notwendigen Handlungskompetenzen für die Berufsausübung aufweist, kann eigentlich nur durch Beurteilung der Arbeit im Alltag abgeschätzt werden. Entsprechend spielt das Arbeitsplatz-basierte Assessment (AbA) im Rahmen der Aus- und Weiterbildung bei der Beurteilung von Fachpersonen im Gesundheitswesen eine immer wichtigere Rolle. Im Referat soll aufgezeigt werden, was AbA kann und was nicht, und welche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Durchführung notwendig sind.

  • Braucht es zum Debriefing Fachkompetenz im jeweiligen Thema? Dies ist eine in der Simulation häufig gestellte Frage. Etwas weiter gesponnen könnte man auch fragen ob es möglich ist, ein Szenario zu debriefen welches man weder kennt noch beobachtet hat. Diesem Anliegen widmet sich der Workshop, indem der dazu einlädt Teilnehmende von Simulationsszenarien zu debriefen ohne die Simulation vorher gesehen zu haben.

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  • Die Auswahl der am Markt befindlichen Apps und Social-Media-Tools ist riesig und eine Orientierung, welche sich sinnvoll in ein Lernarrangement integrieren lassen oft schwierig.
    In diesem Workshop lernen Sie ein systematisches Vorgehen kennen, wie Sie aus der Fülle an Möglichkeiten die für Ihr Arrangement passendes Tools auswählen und bestmöglich integrieren können.
    Da sich die Ansprüche der Lernenden an ein attraktives Bildungsangebot oft massgeblich davon unterscheiden, was die Bildungsanbieter leisten können, ist es zudem wichtig, beide Perspektiven zu berücksichtigen.

  • „Der Workshop zeigt auf, wie man auf Studierende, Schüler oder auch Auszubildende in einem Simulationstraining eingeht. Es geht um die Passung des Trainings, sowie um die Aktivierung und Skalierung von Vorwissen und Können, um jedem Trainierenden den best-möglichen Zugang zur individuellen Kompetenzzielbeschreibung zu bieten. Der Schwerpunkt liegt darauf, dass die Teilnehmer eines Simulationstrainings zum Ende jedes Lehr-Lern-Settings eine Handlungskompetenz, auch in manigfaltigen Situationen, erreichen können, da es im medizinischen Bereich keine festen Größen gibt. Der Workshop ist in zwei Phasen unterteilt. Der erste Teil behandelt thematisch die Theorievermittlung und die verschiedenen zu beachtenden Einflüsse, die auf einen Trainierenden im Lehr-Lern-Setting wirken. Im zweiten Teil geht es um die Diskussion von Umsetzungsmöglichkeiten mit Beispielen von Lehr-Lern-Settings.“

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  • Die Krankenhauslandschaft veränderte sich in den letzten Jahren merklich. Expertise in der Durchführung von speziellen Behandlungen ist nicht in allen Kliniken oder gar in ganzen Regionen nicht vorhanden.
    In einem aktuellen Forschungsprojekt beschäftigen wir uns mit der Frage, inwiefern aktuelle Technologien wie augmentet und virtual Reality dabei helfen können, Expertise über weite Entfernungen zur Verfügung stellen zu können.
    Doch was bedeuten solche Entwicklungen für die Zusammenarbeit im Team? Wie müssen wir in Ausbildung und Training auf solche Entwicklungen reagieren?

Sirmed Symposium Retten und Lernen 2019 18_335

Impres­sionen vom letzten Sympo­sium

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