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«Mein erstes Jahr in der Pflege»

im Schweizer Paraplegiker-Zentrum

Mein Name ist Andrina von Burg, ich bin 21 Jahre alt und stamme aus Madiswil, Kanton Bern. Als frischgebackene HF-Abgängerin habe ich am 1. Oktober 2019 meine neue Stelle im Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) in Angriff genommen.

 

Hier erzähle ich, was ich auf der Station C erlebe und wie es mir dabei geht. 🤗 Wer gar nichts verpassen möchte, bis ich den nächsten Eintrag veröffentliche, folgt am besten meiner Story auf Instagram: @paraplegie.

SPZ Luftaufnahme

Ein Jahr lang erzähle ich hier, wie es mir im Schweizer Paraplegiker-Zentrum gefällt.

Einträge

#2. Einführungstag

Nottwil, 18. November 2019: Heute gab es für alle neuen Mitarbeiter*innen des letzten Monats eine Einführung in die Welt der Paraplegiker-Gruppe. Das heisst viele Präsentationen. Zum Glück waren diese aber nicht so langatmig wie damals in der Schule. 😅

Vorstellung der Schweizer Paraplegiker-Gruppe

Zuerst erfuhren wir, welche Tochter- und Partnergesellschaften zur Schweizer Paraplegiker-Stiftung gehören und was ihre Arbeit für Querschnittgelähmte beinhaltet. Zum Beispiel erklärte uns der Vertreter der Orthotec AG, dass ihre Mitarbeitenden das Auto eines Querschnittgelähmten auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen umbauen. So können Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer neu das Steuerrad mit der Hand bedienen oder den Rollstuhl selbstständig ins Auto mittels Seilzügen laden.

Danach gings mit Personalpolitik und Verhaltenskodex weiter. Als es ums Thema «Personalentwicklung» ging, wurden wir dazu ermutigt, gleich einen Blick in den aufgelegten Weiterbildungskatalog 2020 zu werden. Bei Interesse sollen wir uns ungeniert für eine Weiterbildung anmelden. Das war für mich persönlich der beste Teil am Morgen.

Paul erklärt die Schweizer Paraplegiker-Gruppe

Rundgang auf dem Campus Nottwil

Nach der «Theorie» gings am Nachmittag auf den Rundgang. Leider konnten wir die Sirmed (Schweizer Institut für Rettungsmedizin) nicht besuchen – da kam etwas dazwischen. Was aber nichts weiter ausmacht, denn jeder Vertreter betonte, dass es jedem von uns offenstehe, auch nach dem Einführungstag die einzelnen Organisationen zu besuchen. So fand ich es sehr sympathisch, als sogar noch ein Arzt der Urologie länger Fragen beantwortete als angedacht und die Pause mit uns verbrachte.

Selbst mal Sport im Rollstuhl testen

Das Highlight des Tages war natürlich, mal selbst sich in die Rolle eines Rollstuhlfahrers zu schlüpfen. In der Sporthalle des SPZ testeten wir wie es ist, im Rollstuhl Rugby oder Badminton zu spielen, was mir einiges an Koordination abverlangte. Wissen, wie das ist, mal einen Rollstuhl zu bedienen, weitet den Blick für Hindernisse, denen Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer jeden Tag begegnen können. Fazit: Ein gelungener Tag mit vielen Learnings!

#Neustart

Nottwil, 1. Oktober 2019: Heute starte ich neu als Pflegefachfrau im Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) auf der Station C. Als gebürtige Bernerin aus Madiswil zog es mich mit meinem Freund nach Luzern. Auf der Job-Suche war das SPZ gäng der Favorit, darum freue ich mich umso mehr, hat es geklappt! Ich bin gespannt auf den neuen Lebensabschnitt. Doch wie wird meine Zeit auf der Station C? Das frage ich mich auch. Darum schreibe ich hier exklusiv über meine Erlebnisse hier im SPZ.

Warum Fachfrau Gesundheit?

Begonnen hat alles ganz klassisch: Zwischen 2014 und 2017 machte ich die Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit (FaGe). In meiner Familie hat das Berufsfeld Psychologie schon immer fasziniert und bewegt. Zudem ist meine Mutter selbst Pflegefachfrau. Deswegen fiel der Apfel nicht weit vom Stamm, als ich mich dafür entschied, die FaGe Ausbildung in der Luzerner Psychiaterie zu absolvieren. Dort war ich auf verschiedenen Akutstationen tätig, was sehr spannend war. Schon während der Ausbildung gefiel mir nicht nur Psychologie, sondern auch besonders das «Pflegerische». Darum habe ich nach der Lehre die Höhere Fachschule (HF) nahtlos angehängt.

Besuch der Höheren Fachschule für Pflege

Die HF besuchte ich für zwei Jahre am BZ, dem Berner Bildungszentrum Pflege. Dabei absolvierte ich eines meiner Praktikumsemester auf der Viszeralchirurgie im Lindenhofspital. Das zweite Praktikum durchlief ich in der Privatklinik Siloah und kümmerte mich um Reha-Patienten. Die ganzheitliche Betreuung wurde mir immer wichtiger. Mich interessieren die psychosozialen Aspekte bei Themen wie Körperpflege und Bewegungsabläufe sehr.

Cooles Team!

Deswegen fühle ich mich hier im Schweizer Paraplegiker-Zentrum genau am richtigen Ort. Auf der Station C habe ich es mit Akutpatienten zu tun, betreue Patienten die sich in der Erstrehabilitation befinden aber auch solche, die Jahre später für eine Re-Rehabilitation zurückkehren. Mein Team ist super nett und ich fühle mich gut aufgehoben. Für dieses Jahr ist nebst dem obligatorischen Verkleiden am Personalfest ein Winterausflug geplant. Mal schauen, was so alles passieren wird!

 

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