Aktuelle Projekte

  • Erklärungen und Darstellungen zum Thema Lähmung auf verschiedenen Höhen der Wirbelsäule und deren Einfluss auf den Körper sind abstrakt und deshalb für Menschen ohne medizinische Vorkenntnisse schwer verständlich.

    Das Projekt der Querschnitt-Visualisierung hat zum Ziel, die Auswirkungen einer Querschnittlähmung auf den Körper dreidimensional darzustellen. Das Programm wird unter anderem im neuen Paraforum des SPZ auf touch screen Bildschirmen eingesetzt werden, so dass eine selbstständige und interaktive Wissensvermittlung stattfinden kann.

    Die 3D-Visualisierung soll ferner in Sensibilisierungskursen, zur Aufklärung von Patienten und auf der Internetseite der Paraplegikergruppe zur Anwendung kommen.

    Rückenvisualisierungs-Software
  • Menschen mit einer Querschnittlähmung verbringen einen Grossteil ihres Tages im Rollstuhl. Das Hautgewebe im Sitzbereich ist deshalb dauerhaft stark belastet, wodurch die Gefahr besteht, einen Dekubitus (Druckgeschwür) zu erleiden. Zu dessen Vorbeugung muss das Gesäss durch Abheben von der Sitzfläche des Rollstuhls regelmässig, d.h. mehrmals pro Stunde für circa eine Minute, entlastet werden. Massnahmen der Entlastung sind jedoch nur schwer mit dem Alltagsleben vereinbar und bedeuteten oft eine erhebliche Einschränkung dessen, denn bisweilen konnte der erforderliche Effekt des Entlastens nur durch das Einnehmen einer liegenden Position erzielt werden.

    Obwohl querschnittgelähmte Menschen auf speziellen Kissen sitzen, die das Körpergewicht auf eine möglichst grosse Fläche zu verteilen versuchen, erleiden 80-85% der Betroffenen mindestens einmal in ihrem Leben einen Dekubitus, ein beträchtlicher Teil davon betrifft die Körperregion der Sitzfläche.

    Abhängig vom Grad der Verletzung muss der Schaden am Gewebe operativ saniert werden, was mit einer ungefähr zweimonatigen Heilungs- und Rehabilitationsphase verbunden ist.

    Dies gilt es zu verhindern. Zusammen mit der REHAB Basel arbeitet das Innovationszentrum für assistive Technologien (IAT) an einer Lösung.

    Mit einem neuartigen, technisch aktiven Sitzkissen könnten die Entlastungsmassnahmen erstmals vollautomatisch und individuell angepasst durchgeführt werden. Dies unter Beibehaltung der Sitzstabilität, welche für viele alltägliche Aktivitäten und das selbständige Rollstuhlfahren unerlässlich ist. 

    Das Ziel ist es, durch Einteilung der Sitzfläche in unterschiedliche Unterstützungszonen, die jeweils den momentanen Erfordernissen und einem vorgegebenen Zeitplan entsprechend automatisch eingestellt werden, die Herausforderung der Druckentlastung bei gleichzeitigem Erhalt der Sitzstabilität vollständig an das intelligente Sitzkissen abzugeben, welches durch speziell entwickelte Regelungsalgorithmen dauerhaft für den Schutz des Bindegewebes im Sitzbereich sorgen soll.

    Logo Rehab Basel
  • Ein ausserordentlich innovatives Projekt, welches von Andreas Gautschi in einer Beratungsfunktion begleitet wird, ist der futuristische Rollstuhl Scewo.

    Die Scewo AG entstand durch ein vorheriges Studentenprojekt von ETH- und ZhdK-Studenten. Das Unternehmen stellt als einziges weltweit einen Elektrorollstuhl her, der das teilautonome Fahren auf zwei nRädern und eine Treppensteigfunktion kombiniert. Noch ist der Elektrorollstuhl ein Prototyp, der ab Ende 2019 in den Schweizer Markt eintreten soll. Die Scewo AG engagiert sich für die Barrierefreiheit in der Schweiz und die Weiterentwicklung der Mobilitätsgeräte und wurde für ihre Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem ZKB Pionierpreis 2018, dem iF Design Award 2019 und dem redDot Award 2019.

  • Keine zwei Menschen auf dieser Welt haben einen absolut identischen Körper. Dementsprechend ist auch keine Querschnittlähmung das Ebenbild einer anderen.

    In einer optimalen Situation ist deshalb nicht nur der Rollstuhl einer Person, sondern auch deren Sitzkissen individuell an ihre physischen Gegebenheiten angepasst. Bis anhin sind individualisierte Sitzkissen aber eine aufwendig und kostspielige Sache. Eine Abhilfe könnte die Technik des 3D-Drucks schaffen.

    Das Konzept eines 3D-Druck-Sitzkissens stammt von Dr. Sue Bertschy (SPF) und beinhaltet die Idee, mittels Scanaufnahmen die individuellen Konturen eines Menschen zu erfassen und diese mit Hilfe eines speziellen 3D-Druckers als Sitzprofil auszuarbeiten. Diese Technik bietet eine vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit, auf individuelle Profile abgestimmte Sitzunterlagen herzustellen.

    Ein mit der 3D-Drucktechnik hergestelltes Sitzkissen

    Das erste mit der 3D-Drucktechnik hergestellte Sitzkissen ohne Hülle. 

    Das Projekt hat zwei Schwerpunkte. Zum einen gilt es, ein Kissen zu produzieren, welches seinen Anforderungen gerecht werden kann, namentlich leicht, luftdurchlässig und doch genügend stabilisierend, waschbar und vor allem reproduzierbar ist.

    Zum anderen stellt das Erfassen des Sitzprofils eine Herausforderung dar. Momentan ist die Aufnahme eines Sitzprofils ein unglaublich aufwendiger Prozess. Dementsprechend ist es ein Ziel dieses Projektes, eine Technik zu finden, welche diesen Ablauf mittels moderner Technik grundlegend vereinfachen kann.

    Um einen ersten Prototyp des Kissens herzustellen, wurde die Kontur eines bereits individualisierten Kissens gescannt und anschliessend gedruckt. Nach der abgeschlossenen Testphase befindet sich das Projekt in der zweiten Runde, wobei es nun darum geht, Schwachpunkte zu eliminieren um das Kissen als Ganzes zu optimieren.

  • Die B-Key Tastatur ist ein optimales Eingabegerät für Menschen, die sich zum Schreiben nur einer Hand bedienen können. Mit einer Taste können dank einer Umschalttaste zwei Buchstaben geschrieben werden, so ist es möglich, das 10-Finger System mit fünf Fingern zu bedienen. Schreibende profitieren in erster Linie von der erhöhten Tippgeschwindigkeit, ihre Effizienz wird aber auch insgesamt gesteigert, da das Handgelenk beim Schreiben mit der B-Key Tastatur fast bewegungslos bleiben kann und somit weniger schnell ermüdet.

    Eine B-Key Tastatur funktioniert sowohl für Links- als auch Rechtshänder und kann, wie ein herkömmliches Keyboard, auch mit zwei Händen bedient werden.

    B-Key Tastatur

    Es ist sehr einfach, eine Standardtastatur in eine B-Key Tastatur zu verwandeln. Beim Kauf von B-Key werden Aufkleber mitgeliefert, die auf der vorhandenen Tastatur angebracht werden können. Die Bedienungsanleitung hilft dabei, die Kleber je nach Sprache des Keyboards an der richtigen Stelle zu platzieren.

  • Mit dem Computer Wheelchair Interface (CWI) wurde eine neue Art der Mobilität geschaffen, indem Elektrorollstühle mit einem Augensteuerungssystem verbunden wurden. Die intuitive Software ermöglicht einen schnellen Einstig in die neu gewonnene Unabhängigkeit, auch für Menschen, die bisher nicht selbstständig mobil sein konnten.

    Das CWI ist mit allen Augensystemen (Alea, Tobii, Seetech, Quick Glance, Erica, etc.) kompatibel. Es kann ferner mit nicht-okularen Systemen wie Headmouse, Integramouse oder jedem anderen Zeigesystem verwendet werden.

    Die Augensteuerung erfolgt mittels eines Bildschirms, welcher in einem gewissen Abstand vom Gesicht am Rollstuhl fixiert ist. Hinter dem Bildschirm ist eine Kamera befestigt, so dass dieser transparent erscheint.

    Visuelles Steuerungssystem CWI

    In diesem Bild hat die Person das Programm im 4-Wege-Modus gestartet. Damit sich der Stuhl in eine Richtung bewegt, muss lediglich der entsprechende Pfeil im Auge behalten werden.

    Die vom Rollstuhlhersteller bereitgestellte Box "in/out" ermöglicht den Anschluss eines alternativen Joysticks. Die CWI-Schnittstelle wird direkt mit dem Eingang dieser Box verbunden und schließlich über einen USB-Stecker mit dem Computer verbunden. Die nützliche Energiequelle für die Stromversorgung all dieser Geräte wird direkt aus der Rollstuhlbatterie gezogen und ermöglicht so eine totale Mobilität.

    Auf dem Bildschirm ist das von der Kamera übertragene Bild mit Richtungspfeilen zu sehen. Die Person fixiert ihren Blick auf einen entsprechenden Pfeil, um sich in die gewünschte Richtung zu bewegen. Von diesem "4-Wege"-Modus kann auch in einen proportionalen Modus gewechselt werden, in welchem mehr als 80 mögliche Richtungen anvisiert werden können und das System somit wesentlich agiler reagiert.

  • JAMES4 ist eine universelle Fernbedienung, die speziell für Menschen mit Behinderungen entwickelt wurde.

    Mit einem einzigen Gerät können E-Mails und SMS gesendet, Telefonanrufe getätigt, Türen geöffnet und Multimedia-Umgebungen gesteuert werden. 

    Als Nachfolger des JAMES, der weltweit ersten universellen Infrarot-Fernbedienung, welche 1986 von der Schweizerischen Stiftung für Telethesen (FST) entwickelt wurde, übernimmt JAMES4 alle Funktionalitäten seines Vorgängers und ermöglicht Menschen mit Behinderungen ergonomisch angepasst den Zugang zu neuen Technologien.

  • Erklärungen und Darstellungen zum Thema Lähmung auf verschiedenen Höhen der Wirbelsäule und deren Einfluss auf den Körper sind abstrakt und deshalb für Menschen ohne medizinische Vorkenntnisse schwer verständlich.

    Das Projekt der Querschnitt-Visualisierung hat zum Ziel, die Auswirkungen einer Querschnittlähmung auf den Körper dreidimensional darzustellen. Das Programm wird unter anderem im neuen Paraforum des SPZ auf touch screen Bildschirmen eingesetzt werden, so dass eine selbstständige und interaktive Wissensvermittlung stattfinden kann.

    Die 3D-Visualisierung soll ferner in Sensibilisierungskursen, zur Aufklärung von Patienten und auf der Internetseite der Paraplegikergruppe zur Anwendung kommen.

    Rückenvisualisierungs-Software

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