Elias Heeb

Das Tablet gibt Elias Sicherheit

Elias lebt seit seiner Geburt aufgrund eines Sauerstoffmangels bei der Geburt mit einer Cerebralparese (CP). Epileptische Anfälle komplettieren sein Krankheitsbild. Trotz allem ist er ein fröhlicher Junge und liebt sein iPad.

 

Elias Heeb ist ein aufgestellter Junge, der mit seiner Schwester und seinen Eltern in Oberriet SG lebt. Er besucht dort eine CP-Schule. Dies ist eine Tagesschule inkl. Kindergarten für junge Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung, die in der öffentlichen Schule nicht entsprechend gefördert werden können. Seit seiner Geburt leidet Elias an einer Cerebralparese (CP). Hinzu kommen seit 2018 epileptische Anfälle, die er derzeit dank der richtigen Medikamente zum Glück unter Kontrolle hat. Elias hat viele Hobbies: Lego spielen, Globi-Geschichten hören (mit dem MP3-Player oder erzählt von seiner Mutter), Velofahren, mit seinem Vater in der Werkstatt arbeiten, Gesellschaftsspiele machen, puzzeln oder mit seiner Familie Uno spielen.

Die Hilfsmittel von Active Communication begleiten Elias seit 2019. Als er fünf Jahre alt war, setzte sich seine Logopädin mit Active Communication in Verbindung und stellte einen Antrag auf ein Kommunikationsgerät. Seither besitzt Elias ein iPad mit einem Kommunikationsprogramm. Dieses nutzt er täglich in der Schule oder privat, wenn ihn sein Umfeld lautsprachlich nicht versteht. Denn damit kann er seine Bedürfnisse über das Sprachprogramm ausdrücken.

Nach der Einführung und Schulung durch Beraterin Flavia Engel von Active Communication hat Elias sehr schnell gelernt. Er findet Worte, die er mündlich nicht formulieren kann nun mühelos auf dem iPad, mit dem er rasch zurecht kam - den Umgang damit kannte er von Zuhause her. «Flavia war mir sofort sympathisch, da sie mir das iPad gut erklärte und ich auch Fotos mit dem iPad von ihr machen durfte. Sie hat auch mit mir gespielt, und ich hatte viel Spass mit ihr.»

«Mit meinem Tablet fühle ich mich sicherer, wenn meine Familie nicht in der Nähe ist und für mich übersetzt.»

Elias Heeb avec la tablette
Elias Heeb

Das iPad hat Elias viele Freiheiten ermöglicht. Er kann seine Bedürfnisse besser ausdrücken. Mit dem Programm kann er unter anderem fotographieren, damit sein Umfeld bereits eine Vorahnung hat, wovon er erzählen möchte, zum Beispiel von Erlebnissen in den Sommerferien oder in der Schule. «Mit meinem Tablet fühle ich mich sicherer, wenn meine Familie nicht in der Nähe ist und für mich übersetzt.»

Er findet immer wieder neue Begriffe im Programm, die teilweise sehr lustige und verwirrende Kombinationen ergeben. Nun kann er auch mit Bekannten kommunizieren, die er nicht oft sieht und die ihn deshalb nicht gut verstehen. So sehen sie, was er über die Welt denkt und was er gerade machen möchte. Hierzu ein kleines Erfolgserlebnis von Elias:

«Als ich aus dem Fenster schaute, entdeckte ich das <Schloss Blatten> in Oberriet, wo ich bereits einmal zum Spielen war. Als ich meine Mama darauf aufmerksam machen wollte, verstand sie mich einfach nicht und dachte, ich spreche von Baden oder einem Platten. Mit dem Tablet konnte ich ihr das neue Wort <Schloss> suchen, und wir speicherten danach sofort auch das Wort <Schloss Blatten>.»

Für die Zukunft wünscht sich Elias, dass er besser sprechen lernt. Ansonsten wird er sich immer wieder neue Wörter auf dem Programm heraussuchen. Schwer tut sich der Bub damit nicht - er kann sich gut merken, in welcher Kategorie er sie findet.

 

Text: Peter Birrer
Bilder: Jonas Pfister

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