Daniel's Blog

Januar 2023

Blog DRI Januar

Vereinigung Procap - Spannendes Interview mit Michael Ledergerber, Leiter Sektion Zentralschweiz

Die Vereinigung Procap ist eine wichtige Vereinigung für Menschen mit Beeinträchtigungen. Als ich noch in der Rodtegg war, durfte ich mit Procap nach Hamburg und Wien reisen und zwei schöne Ferienwochen geniessen. Procap Schweiz bietet Gruppenreisen und individuelle Reisen für Menschen mit Beeinträchtigungen an. Ich bin Mitglied bei der Procap Sektion Zentralschweiz. Sie haben mich beim Übergang von der Institution zum Leben mit Assistenz bei Rechtsanliegen beraten. Dies ist heute noch der Fall. Die Hauptdienstleistung von Procap ist das Sozialversicherungsrecht. Es ist manchmal nicht ganz einfach, bei den vielen verschiedenen Stellen und Kassen den Überblick zu behalten. Wer bezahlt was? Wo muss ich was beantragen, damit ich das bekomme, was ich brauche? Bekomme ich da dieselben Leistungen, wenn ich den Wohnkanton wechsle?

Schon oft war ich dankbar, dass mir Procap zur Seite stand. Von Herzen danke ich Procap für das grosse Engagement.

Michael Ledergerber ist der Leiter der Sektion Zentralschweiz. Es freut mich sehr, dass ich ihn treffen und mit ihm ein spannendes Interview führen durfte.

Ich wünsche euch viel Spass!

 

Interview mit Michael Ledergerber

Stellst du dich bitte kurz vor?

Das mache ich sehr gerne. Mein Name ist Michael Ledergerber, ich bin Geschäftsleiter von Procap Zentralschweiz und bin Kantonsrat von der Sozialdemokratischen Partei (SP) im Kanton Luzern. Ich habe zwei erwachsene Töchter mit einer Mehrfachbehinderung. Ich bin 48 Jahre alt und wohne in der Stadt Luzern.

 

Bitte stelle Procap vor. Was sind die Aufgaben von Procap?

Procap ist ein Mitgliederverband, eine Selbsthilfeorganisation. Die Mitglieder von Procap sind alles Menschen mit einer Beeinträchtigung. Die Hauptdienstleistung von Procap ist das Sozialversicherungsrecht. Procap unterstützt, begleitet und beratet Menschen mit Beeinträchtigung bei Fragen zu Sozialversicherungen. Das heisst wir begleiten Menschen, die in Kontakt mit der Invalidenversicherung, der Ergänzungsleistung, der Unfallversicherung usw. sind. Wenn es nötig ist, machen wir Einwände bei der Invalidenversicherung oder Beschwerden vor Gericht. Wir stehen ein für das Recht von Menschen mit Beeinträchtigung. Wir begleiten Familien mit einem Kind mit Behinderung von Anfang an und bieten ein Dauermandat für diese Familien.

Procap ist aber auch extrem aktiv bei sozial- und gesellschaftspolitischen Themen. Wir setzen uns ein für die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention (BRK), die ja im Jahr 2014 von der Schweiz ratifiziert wurde. Wir kämpfen für eine schnellere Umsetzung der Behindertenrechtskonvention, die Gleichstellung und die Teilhabe und Partizipation in der Gesellschaft von Anfang an.

Procap ist auch ein Verein, das heisst das Vereinsleben ist uns sehr wichtig. Wir organisieren mit unseren Mitgliedern Veranstaltungen, Kurse, Vorträge oder Podiumsdiskussionen. Diese Veranstaltungen sind bei Procap Zentralschweiz immer inklusiv.

 

Was meinst du, wie weit ist die Schweiz bei der Umsetzung der UNO Behindertenrechtskonvention?

Das ist eine gute Frage. (schmunzelt). Ich denke die Schweiz ist auf dem Weg - sie bemüht sich, die UNO BRK auf verschiedenen Ebenen umsetzen zu wollen. In diesem Jahr gab es einen Staatenbericht. Die Schweiz muss in diesem Staatenbericht dem UNO-Ausschuss aufzeigen, was alles für die Umsetzung gemacht wird. Beim Staatenbericht, der im März 2022 von der UNO begutachtet wurde, hatte noch einige Mängel. Wir können eigentlich auch sagen, der UNO-Ausschuss war nicht sehr angetan über den Stand der Umsetzung und hat die Schweiz auch gerügt. Also sie waren nicht wirklich zufrieden. Sie waren auch überrascht, dass es in der Schweiz eher langsam vorwärts geht und noch nicht sehr viel von der UNO BRK umgesetzt wurde. Deshalb ist es um so wichtiger, dass alle Behindertenorganisationen gemeinsam immer wieder darauf aufmerksam machen. Es gab im März 2022 eine grosse Demonstration in Bern von ca. 2000 Menschen mit Behinderung, grossartig! Die Forderung von uns: Wacht auf, es ist Zeit, es muss endlich schneller gehen. Vor 8 Jahren hat die Schweiz die BRK ratifiziert und passiert ist noch nicht sehr viel! Wir haben seit 2004 mit dem Behinderten Gleichstellungsgesetz eigentlich schon eine gute Grundlage. Trotzdem fehlt es an vielen Punkten noch bei der Umsetzung. Beim öffentlichen Verkehr sind wir 20 Jahre zurück, der barrierefreier Zugang zur Kommunikation fehlt. Die politische Partizipation ist noch weit im Rückstand, also wie können Menschen mit Behinderung sich an den politischen Prozessen beteiligen? Da ist das Stimm- und Wahlrecht zu erwähnen, wie werden die Abstimmungs- und Wahlunterlagen barrierefrei gestaltet? Ein wichtiges Thema ist die Wahlfreiheit in Bezug auf das Wohnen. Selbstbestimmt entscheiden können wo, mit wem und wie Menschen mit Behinderung ist in der Schweiz wohnen nur bedingt möglich. In diesen Punkten sind wir noch im Rückstand. Es passiert zwar in diesem Bereich in den Kantonen einiges. Es ist aber wichtig, dass wir Behindertenorganisationen und Procap weiterhin Druck machen und immer wieder auf diese Missstände aufmerksam machen. Wir dürfen auch ein bisschen mühsam sein.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Schweiz und die Kantone auf dem Weg sind, die UNO BRK umsetzen zu wollen, aber leider aus unserer Sicht noch viel zu langsam.

 

Wie wird zum Beispiel das Personal in der Rechtsberatung geschult? Wie läuft die Zusammenarbeit mit der Invalidenversicherung und anderen Organisationen?

Wir konzentrieren uns auf die Sozialversicherungsberatung von Procap Zentralschweiz. Bei uns haben alle Berater:innen den eidg. dipl. Fachausweis Sozialversicherung, dies ist der Standard, den wir haben möchten. Falls ein:e Berater:in dieses Diplom noch nicht hat, muss dies zeitnah erworben werden. Unser Anspruch ist ein fachlich fundiertes Wissen im Sozialversicherungsrecht, da das Sozialversicherungsrecht eine sehr komplexe Angelegenheit ist. Wir sind bestrebt, unsere Mitglieder bestmöglich zu beraten und zu unterstützen, damit sie ihr gesetzlich bestimmtes Recht auf Leistungen erhalten.

Bei Procap gibt es natürlich auch interne Schulungen der Sozialversicherungsberatung und der Rechtsberatung. Wichtig ist auch unsere Mitarbeitenden zu sensibilisieren. Wie ist unsere Haltung? Wie benutzen wir die leichte Sprache, um komplizierte Rechtstexte zu übersetzen? Diese internen Schulungen sind wichtig, um gemeinsame Haltungen, gemeinsame Ideen von Procap zu vermitteln.

Zur zweiten Frage: Die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen ist sehr eng. Wir arbeiten mit Pro infirmis oder Traverse in Luzern zusammen. In Bezug der BRK arbeiten wir mit inclusion handicap zusammen, das ist der Dachverband der Behindertenorganisationen in der Schweiz. Procap ist im Vorstand und daher sehr nahe an den Themen. Der Austausch funktioniert sehr gut und hilft bei der politischen Meinungsbildung im Bundesparlament. In der Zentralschweiz arbeitet Procap mit vielen Organisationen zusammen. Zum Beispiel hier im Haus 81 sind fünf weitere Geschäftsstellen von verschiedenen Behindertenorganisationen zu Hause. Dies ermöglicht uns ein koordiniertes Vorgehen. In der Zentralschweiz gibt es die Behindertenkonferenz BEKO Zentralschweiz. Dieses Gremium ist sehr wichtig, um gemeinsame politische Themen zu erarbeiten und an den Kanton weiterzugeben. Wir möchten gemeinsam auftreten und dadurch auch Lobbyarbeit machen.

Die Zusammenarbeit freut mich sehr, denn im Behindertenbereich kannst du nicht als Einzelmaske solch grosse Themen wie die Umsetzung der BRK angehen. Da braucht es die Kraft aller Organisationen.

 

Wie sieht es mit dem Wohnen aus?

Im Moment habe ich das Gefühl entweder schafft man es in die Assistenz (was heisst, dass man 100% Arbeitgeber:in sein muss) oder man bleibt in der Institution.

Ja genau. Es gibt von der IV seit 2012 die Möglichkeit einen Assistenzbeitrag IV zu beantragen. Dieses Modell bei der IV ist ein Arbeitgebermodell. Das heisst, der Mensch mit einer Behinderung wird zum Arbeitgeber mit allen Rechten und Pflichten. Die Stunden, die gesprochen werden, können selbständig an die Assistenzpersonen verteilt werden. Dieses Arbeitgebermodell will die Invalidenversicherung und dies wird auch in Zukunft so bleiben. Ob dieses Modell jetzt gut oder schlecht ist, spielt keine Rolle. Als der Assistenzbeitrag der IV eingeführt wurde, war es klar, dass diese neue Leistung kostenneutral eingeführt werden muss, daher wohl auch die Hürde des Arbeitgebermodells.

Ich finde der Assistenzbeitrag der IV eine sehr gute Sache. Es ist sehr viel Selbstbestimmung möglich. Es hat viel damit zu tun selbst zu wählen, wie und wo ich wohnen und leben will. Es ist allen bewusst, dass das Arbeitgebermodell schwierig umzusetzen ist. Deshalb gibt es für alle Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, sich bei Organisationen wie Procap Assistenzberatung zu holen. Procap begleitet die Menschen mit Behinderung die einen Assistenzbeitrag erhalten in die Rolle als Arbeitgeber:in. Das bedeutet, wir zeigen auf, was alles gemacht werden muss. Welche Versicherung muss abgeschlossen werden, wie ein Lohnausweis erstellt wird und an die IV rapportiert wird.

Ein grosses Problem ist, dass die gesprochenen Assistenzstunden oft nicht ausreichen. Daher ist man immer noch auf einen informelle Unterstützungskreis (Freunde, Eltern) angewiesen. Vor allem Eltern übernehmen immer noch einen sehr grossen Anteil der Unterstützung.

Der Kanton Luzern hat seit 2020 das kantonale Assistenzmodell. Luzern ist dabei weitergegangen als die IV. In Luzern kann man auch Organisationen für die Durchführung beauftragen. Dies ist ein grosser und wichtiger Unterschied zur IV. Gut am kantonalen Modell ist, dass mehr Stunden gesprochen werden können und so weniger Abhängigkeiten zu den Eltern oder dem informellen Unterstützerkreis bestehen. Zu beachten gilt, dass diese Assistenzleistung vom Kanton Luzern nur Menschen mit Behinderung die schon mehr als zwei Jahre in Luzern wohnen, beansprucht werden kann. Was vielleicht noch wichtig zu erwähnen ist, auch wenn Assistenzbeiträge der IV und Assistenzleistung vom Kanton gesprochen wurden, ist es immer noch sehr schwierig Assistenzpersonen zu finden. Hier gibt es noch nicht all zu viel Unterstützung. Es gibt eine App von Clea, die hilfreich sein kann.

 

Für mich ist Assistenz super. Müsste es nicht noch ein Zwischenangebot geben für Menschen, die aus einer Institution raus möchten, aber noch nicht können?

Das ist eine gute Idee. Ich denke auch, dass genau solche Gedanken bei den Institutionen auch vorhanden sind und viele sich überlegen was können wir noch anbieten.

Das IV-Modell gilt bundesweit, alle Leistungen sind gleich. Bei der Weiterentwicklung von Zwischenangeboten sind die Kantone und die Organisationen zuständig. In Luzern zum Beispiel die Rodtegg, SSBL oder Brändi. Bei dieser Weiterentwicklung hat der Kanton den Lead und die Finanzierung. Bei deiner Frage der Zwischenangebote geht es nicht mehr um die IV. Hier muss der Kanton aktiv werden. Mit dem neuen Gesetz der sozialen Einrichtungen hat der Kanton Luzern die Grundlagen geschaffen, dass Organisationen und Institutionen sich nun Gedanken zu Zwischenangeboten machen können, diese entwickeln und neue Modelle anbieten können. Da sind wir alle gefordert individuelle und personenzentrierte durchlässige Angebote zu schaffen. Die Angebote müssen sich am Bedarf orientieren.

In Luzern gab es eine Bedarfsanalyse. 700 Personen mit einer Beeinträchtigung haben mitgemacht. Die Grundfrage lautete: Was ist wichtig beim Wohnen? Diese Studie gibt nun ein Sammelsurium an Ideen und Möglichkeiten. Wie schon gesagt, nun sind die Organisationen gefordert, neue und andere Angebote weiterzuentwickeln.

 

Ich habe genug Assistenzstunden erhalten, so dass es für mich genau reicht.

Super das ist toll und da es sich um IV-Assistenzstunden handelt, spielt es keine Rolle, wo du wohnst. Du kannst einfach nach Obwalden ziehen und die Leistungen der IV wird weiter ausgerichtet, da es ja eine bundesweite Leistung ist. Das freut mich für dich.

 

Bis jetzt war ich Wochenaufenthalter in Luzern, da ich an den Wochenenden noch sehr oft zu meinen Eltern gereist bin. Dies hat sich aber geändert und ich bin mehrheitlich in meiner eigenen Wohnung. Daher werde ich in Obwalden wohl nicht mehr Wochenaufenthaltsstatus haben.

Ja das ist richtig. Solange du viel am Wochenende zu deinen Eltern nach Ilgau gereist bist, ist der Wochenaufenthaltsstatus richtig. Wenn du mehrheitlich in deiner Wohnung bist, kannst du dich natürlich nicht mehr als Wochenaufenthalter anmelden. Nun ist es aber auch kein Problem mehr, da du nicht in einer Institution ausserkantonal wohnst. Du kannst auch deine Schriften an deinen neuen Wohnort Alpnach mitnehmen.

Ja es ist super cool, was du alles gemacht und erreicht hast.

 

Wie sieht es in der Arbeitsinklusion und der Inklusion in die Gesellschaft aus?

Das hat einen grossen Zusammenhang mit der BRK. Ziel ist eine Inklusion, eine Teilhabe von Anfang an. Es soll selbstverständlich sein, dass Menschen mit Beeinträchtigung und Menschen ohne Behinderung gemeinsam leben können. Aus meiner Sicht gibt es drei Ebenen: Die erste ist die Gesellschaftshaltung. Es soll selbstverständlich sein, dass Vielfalt als Gewinn angesehen wird. Wir sind zurzeit in einem Paradigmenwechsel, weg von einer defizitorientierten zu einer ressourcenorientierten Haltung gegenüber Menschen mit Beeinträchtigung. Die Gesellschaftshaltung muss entwickelt werden, zum Beispiel müsste es selbstverständlich sein, dass eine blinde Person ein Film im Kino anschauen kann, ohne dies vorgängig anzumelden. Dies würde bedeuten, dass die Kinos mit einer Audiodiskription ausgestattet sind. Ich denke hier müssen wir immer wieder auf diese Haltung aufmerksam machen und zwar durch Sensibilisierung der Gesellschaft und der Politik.

Die zweite Ebene ist die Sichtbarkeit. In der Vergangenheit und zum Teil heute noch, erlebe ich wie sich Menschen mit Beeinträchtigung eher verstecken, in der eigenen Wohnung bleiben und sich selten ins Getümmel wagen. Es braucht auch von Menschen mit Beeinträchtigung Mut, sich zu zeigen - eben sichtbar zu werden. Das bedeutet, in den Ausgang zu gehen, so wie ich dich ab und zu am Abend im Ausgang treffe. Das ist wichtig, denn es zeigt, dass Menschen mit Behinderung selbstbewusst sind teilhaben wollen.

Dritter Aspekt ist ein wichtiger. Es braucht Gesetze! Nur durch Gesetze können wir unsere Rechte auch einfordern. Zu viele Gesetze haben wir per se nicht so gerne. Es braucht ganz klar einen politischen Willen, um die Gesellschaftshaltung durchzusetzen. Dieser politische Wille ist oft nicht sichtbar. Eine Möglichkeit und ein klares Zeichen wäre die Unterzeichnung des Zusatzprotokolls zur BRK. Mit diesem Zusatz könnten die Rechte eingefordert werden. Diesen Schritt will man leider nicht machen. Dies zeigt für mich, dass der politische Wille, die Umsetzung der BRK noch nicht all zu gross ist. Die Politiker:innen sagen immer, wir sind auf dem Weg, die Haltung muss von der Gesellschaft kommen und das kommt dann schon alles richtig. Das ist sicher richtig. Nur für Haltungen oder Veränderungen in der Gesellschaft braucht es ab und zu auch Gesetze. Wir wollen mehr spüren, dass auch die Politik die Gleichstellung und die Menschenrechte für Menschen mit Behinderung will.

Bei der Arbeitsinklusion braucht es die Wirtschaft. Es gibt schon sehr viele gute Beispiele von Arbeitgebern. Es ist wichtig, dass wir den potenziellen Arbeitgeber:innen aufzeigen können, dass es ein Gewinn für Teams ist, wenn diese divers sind. Auch gute Beispiele sind Behindertenorganisationen die zeigen, dass Arbeitsinklusion funktioniert. Procap Zentralschweiz hat 5 Menschen mit Behinderung angestellt.

 

Wo sind wir in zehn Jahren?

Auf die Zentralschweiz bezogen sind wir in den nächsten 10 Jahren weiter als wir die letzten 10 Jahre gekommen sind. Wir sind weiter, weil wir sichtbarer sind, wir fordern vehementer die Rechte ein und sind nicht eher passiv, so wie die letzten 20 Jahre. In zehn Jahren haben alle zentralschweizer Kantone die Gesetze angepasst und kantonale Assistenz eingeführt. Alle Kantone benutzen den gleichen Unterstützungsplan. Das heisst, innerhalb der Zentralschweiz können Menschen mit Beeinträchtigung wohnen, wo sie wollen, mit wem sie wollen und bekommen die gleiche Unterstützung der Assistenzleistungen.

Die Gesellschaft ist weiter, wir sind präsenter, wir sind sichtbarer und werden mehr gehört. Es gibt jetzt schon gute Beispiele wie du Daniel. Mit deinem Blog bist du sichtbar, Jahn Graf bricht Grenzen und Islam Alijaj ist sichtbar in der Politik.

Ich freue mich auf die nächsten 10 Jahren und bin überzeugt, es kommt eine andere Generation von Menschen mit Behinderung, die mehr für sich einsteht. Auf das freue mich extrem.

 

Vielen Dank für das Interview.

Über den Autor

Daniel Rickenbacher

Hallo zusammen

Mein Name ist Daniel Rickenbacher und ich bin der Autor dieses Blogs. Hier berichte ich regelmässig aus meinem nicht ganz alltäglichen Alltag. Ich wurde 1993 geboren und lebe aufgrund eines Sauerstoffmangels seit meiner Geburt mit einer Cerebral Parese (CP). Aufgewachsen in Illgau (Kanton Schwyz), wohne ich heute in meiner ersten eigenen Wohnung in Luzern. Die Selbstbestimmung und die Selbständigkeit sind in meinem Alltag nicht selbstverständlich. Doch dafür kämpfe ich, Tag für Tag.

«Ich lebe Selbstbestimmung bis zur Grenze meiner Behinderung.»

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